Pillichsdorf – Kellergassen, Kirche und Geschichte
Unterkünfte in Pillichsdorf
Pillichsdorf verbindet ein großes Kellergassenensemble mit historischen Bauwerken, archäologischen Zeugnissen und Weinbau. Zu den historischen Bauwerken und archäologischen Zeugnissen Pillichsdorfs zählen die Pfarrkirche St. Martin mit dem Turmmuseum und der Tumulus „Kalvarienberg“. Ergänzt wird dieses Bild durch die Weingärten im Norden und die Hager-Mühle. So lässt sich der Charakter des Ortes anhand konkreter Kultur- und Landschaftsthemen einschätzen.
Kellergassen und Weinbau
Die Pillichsdorfer Kellergassen bestehen aus der Oberen, Mittleren und Unteren Kellergasse. Zusammen umfassen sie rund 245 Presshäuser und zählen zu den größten und eindrucksvollsten Kellergassenensembles Mitteleuropas. Auch der Weinbau gehört zum Ortsprofil: In der Gemeinde Pillichsdorf sind insgesamt 60 ha Weingärten ausgepflanzt, die von 65 Weinbaubetrieben bewirtschaftet werden, meist im Nebenerwerb.
Pfarrkirche St. Martin und Turmmuseum
Die Pfarrkirche St. Martin zählt zu den ältesten und größten Kirchen der Region. Teile ihres Langhauses stammen aus der Romanik, der Chor entstand in der Gotik. So treffen an derselben Kirche zwei klar unterscheidbare Bauphasen aufeinander. Im 500 Jahre alten Kirchturm befindet sich das Turmmuseum Pillichsdorf, das Baugeschichte und Sammlung an einem Ort verbindet. Das Museum umfasst mehr als 130 Exponate aus Geologie, Ur- und Frühgeschichte, Mittelalter und Neuzeit. Zur Sammlung gehören ein rekonstruiertes Mondidol, ein Feuerbock aus der Frühen Eisenzeit beziehungsweise Hallstattzeit um 650 v. Chr. und ein restauriertes barockes Uhrwerk aus dem Jahr 1762. Führungen im Turmmuseum sind grundsätzlich nach telefonischer Voranmeldung möglich; die Besuchsregelungen können sich ändern. Klären Sie Ihren Termin vor dem Besuch telefonisch ab.
Kalvarienberg: Grabhügel und Natur
Der Tumulus „Kalvarienberg“ verbindet archäologische Geschichte mit botanischen Besonderheiten. Der heute noch etwa 4 m hohe Grabhügel stammt aus der Hallstattzeit um 650 v. Chr. In ihm wurden die Urne eines vermutlich lokalen Fürsten und Grabbeigaben bestattet. Ein Denkmal, das an die Anwesenheit Kaiser Franz’ I. erinnert, wurde 1959 auf dem Tumulus errichtet. Der Kalvarienberg ist in Niederösterreich per Verordnung denkmalgeschützt. Als botanische Besonderheit kommt Federgras, auch „Frauenhaar“ genannt, nur hier im Ort vor und wächst vorwiegend auf Trockenrasen.
Mühle und Landschaft im Norden
Die Hager-Mühle in Pillichsdorf stammt aus dem 14. Jahrhundert und ergänzt die historischen Themen um ein weiteres Bauwerk. Die Weingärten im Norden von Pillichsdorf liegen in einer sanft hügeligen Landschaft, die zum Spazieren einlädt.
Bei der Wahl des Reiseziels hilft der Blick auf die unterschiedlichen Schwerpunkte: St. Martin verbindet Baugeschichte und Museumssammlung, der Kalvarienberg archäologische Geschichte und eine botanische Besonderheit. Kellergassen und Weinbau prägen ein weiteres Ortsprofil; die sanft hügeligen Weingärten im Norden laden zum Spazieren ein. So können Sie Ihre Interessen an Architektur, Ortsgeschichte oder Landschaft in den Vordergrund stellen.
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