Kaindorf: Pilgerwege und Baukultur
Unterkünfte in Kaindorf
Kaindorf verbindet zwei Wanderwege mit unterschiedlichen Wegverläufen und zwei kulturelle Motive: einen Getreidespeicher in Blockbauweise und eine Fassadenmalerei. Der Hemmapilgerweg erreicht die Siedlung auf seiner Strecke von Hochrindl nach Weitensfeld; der Kirchenwanderweg führt nach der Kirche Hl. Aemilian bergab in Richtung Kaindorf. Für Ihre Reiseplanung bieten die Wege damit verschiedene Bezugspunkte, während Neritscher Kasten und Fassadenmalerei Stromberger Bauwerk und Bildmotiv ins Spiel bringen.
Wanderwege: Verlauf, Gelände und Wegpunkte
Der Hemmapilgerweg führt von Hochrindl nach Weitensfeld und erreicht nach einem kurzen Waldabschnitt die Siedlung Kaindorf. Im Kaindorf-Abschnitt verläuft er auf einem ebenen Schotterweg nach Osten durch Wiesen und Felder bis zur Bundesstraße. In Kaindorf wird auf diesem Weg außerdem eine kleine Brücke überquert. Damit sind sowohl der Übergang vom Wald zur Siedlung als auch Wegoberfläche, Richtung und Landschaft des Kaindorfer Abschnitts konkrete Orientierungspunkte.
Beim Kirchenwanderweg ist die Kirche Hl. Aemilian der Bezugspunkt. Danach führt der Weg bergab in Richtung Kaindorf weiter und überquert anschließend die Gurkbrücke. Der Weg bietet außerdem Ausblicke auf die Gurktaler Landschaft. Der Abstieg, die Brücke und die Ausblicke geben diesem Wanderweg eigene Wegpunkte.
Für die Wahl zwischen den beiden Wegverläufen hilft ein Blick auf die konkret genannten Unterschiede: Beim Hemmapilgerweg sind ebener Schotter und die Richtung nach Osten die prägenden Merkmale des Kaindorfer Abschnitts. Beim Kirchenwanderweg geben die Kirche Hl. Aemilian, der anschließende Abstieg in Richtung Kaindorf und die Gurkbrücke Orientierung. Auch die Landschaft unterscheidet die Schwerpunkte: Wiesen und Felder am Hemmapilgerweg, Ausblicke auf die Gurktaler Landschaft beim Kirchenwanderweg.
Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegbedingungen, da sich Routenbeschreibungen ändern können.
Baukultur und Fassadenmalerei
Der Neritscher Kasten ist ein dreigeschossiger Getreidespeicher in Blockbauweise auf einem gemauerten Fundament. Für die Betrachtung kommen damit Nutzung, Geschosszahl, Konstruktion und Unterbau zusammen. Die drei Geschosse beschreiben die vertikale Gliederung des Gebäudes; Blockbauweise und gemauertes Fundament benennen unterschiedliche Teile seines Aufbaus. Wer sich für Architektur interessiert, kann den Speicher so nicht nur nach seiner Funktion als Getreidelager, sondern auch anhand seiner Form und Bauweise einordnen.
Ein anderes kulturelles Motiv ist die Fassadenmalerei Stromberger. An der Fassade des Cafè Stromberger bei der Tankstelle in Kaindorf befindet sich eine lebensgroße Darstellung des heiligen Christophorus. Hier steht das Bildmotiv im Mittelpunkt, nicht die Konstruktion eines Speichergebäudes. Es ist eine Darstellung an der Fassade eines benannten Ortes in Kaindorf.
Die beiden Motive unterscheiden sich auch darin, worauf der Blick fällt: Beim Neritscher Kasten auf ein dreigeschossiges Gebäude und seine Bauweise, bei der Fassadenmalerei auf die lebensgroße Darstellung des heiligen Christophorus. So können Sie Baukörper und Bildmotiv als zwei verschiedene kulturelle Schwerpunkte Kaindorfs betrachten.
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