Metnitz entdecken
Unterkünfte in Metnitz
Metnitz bietet für einen Aufenthalt einen klaren kulturellen Schwerpunkt: Im Brauchtumsmuseum begegnen Sie dem Metnitztaler „Kinisingen“ und der bäuerlichen Handweberei; die Pfarrkirche mit ihrem Karner eröffnet einen weiteren Blick auf Baugeschichte und Totentanz. Zugleich beginnt der Metnitz Rundwanderweg 1. Teil beim Museum und führt über den Marktplatz. Damit stehen Ihnen unterschiedliche Zugänge zu Metnitz zur Wahl: Museumsobjekte und Handwerk, das Ensemble aus Kirche und Karner oder eine Wanderroute, die am Museum ansetzt.
Brauchtumsmuseum: Kinisingen und Handweberei
Das Brauchtumsmuseum zeigt die originalen wertvollen Kronen und den Stern des Metnitztaler „Kinisingens“. Die Tradition steht seit 2014 auf der nationalen Liste des immateriellen Kulturerbes. Die Kronen und der Stern geben dem Brauch konkrete Gegenstände; die Listung ergänzt diesen Blick um seinen Status als immaterielles Kulturerbe.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die traditionelle bäuerliche Handweberei, die Besucher im Museum kennenlernen können. Außerdem ist dort ein funktionstüchtiger originaler Webstuhl ausgestellt. So stehen die vorgestellte Handwerkstechnik und ein konkretes Arbeitsgerät nebeneinander. Wenn Sie sich für Handwerk interessieren, können Sie den Besuch sowohl auf die Handweberei als auch auf den Webstuhl als Ausstellungsstück richten.
Pfarrkirche und Karner: Bauformen und Totentanz
Die Pfarrkirche Metnitz ist eine gotische Kirche aus dem 14. bis 16. Jahrhundert und hat romanische Mauern. Diese Merkmale eröffnen unterschiedliche architektonische Blickwinkel: die zeitliche und stilistische Einordnung der Kirche sowie die romanische Bauweise ihrer Mauern. So lässt sich der Bau nicht auf eine einzige Epoche verkürzen.
Zum Komplex der Pfarrkirche gehört ein Karner aus dem 14. Jahrhundert mit Totentanzdarstellungen, die um 1500 entstanden. Der Karner befindet sich unmittelbar südlich der Kirche auf 850 m Seehöhe. Er ist ein kleiner achteckiger Bau mit steilem Pyramidendach und Dachlaterne. Seine Lage ordnet ihn räumlich zur Pfarrkirche ein; die Bauform und das Dach liefern weitere konkrete Merkmale, an denen Sie den Karner erkennen können.
Die Totentanzfresken bildeten an der Außenmauer einen etwa 1,20 m breiten und insgesamt 50 m langen Fries. Damit lässt sich das Wandmotiv als längere Bildfolge einordnen. 1989 fertigten Walter Campidell und Dietrich Wiedergut eine Kopie des Totentanzes in Freskotechnik an. Die Darstellungen um 1500 und die Kopie von 1989 stehen für zwei unterschiedliche Zeitpunkte: die ungefähre Datierung des Totentanzes und die spätere Anfertigung der Kopie.
Beim Metnitzer Totentanzspiel finden die Aufführungen auf dem Kirchhof zwischen Karner und Pfarrkirche statt. Neben dem Totentanz als Darstellung am Karner gibt es damit auch das Totentanzspiel als Aufführung an einem genau benannten Ort. Wenn ein Besuch des Spiels Teil Ihrer Reiseplanung ist, prüfen Sie die Termine vorab.
Wanderweg ab dem Museum
Der Metnitz Rundwanderweg 1. Teil beginnt beim Brauchtumsmuseum und führt über den Marktplatz. Er wird auch als Wanderweg 6 beziehungsweise Hemmaweg bezeichnet. Die verschiedenen Namen beziehen sich auf dieselbe Route und sind bei der Planung nützlich, wenn Sie einer dieser Bezeichnungen begegnen. Als Orientierungspunkte sind der Start am Museum und der Verlauf über den Marktplatz genannt. So können Sie eine Wanderung in Ihre Überlegungen einbeziehen und zugleich unterscheiden, ob Ihr Interesse an diesem Tag eher dem Museumsbesuch, der Architektur oder dem Wegverlauf gilt.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sankt Veit An Der Glan.