Großmutschen: Römische Spuren und Denkmäler
Unterkünfte in Großmutschen
Römische Spuren und Wege
Im Großmutschener Urbarialwald sind Überreste der antiken Römischen Bernsteinstraße noch heute sichtbar. In Großmutschen gehören außerdem ein Schaupult zu römischem Militär und Waffen, die Katholische Filialkirche Heilige Drei Könige und der Figurenbildstock Steinigung des hl. Stephanus zu den konkreten Kulturthemen. Bei der Wegwahl sind der Unendlichweg und die Römische Bernsteinstraße als Radwanderweg B47 zu unterscheiden; sie liefern verschiedene Orientierungspunkte für Bewegung und Streckenmaßstab. Sie können den Schwerpunkt nach Ihrem Interesse setzen: auf sichtbare Straßenreste, einzelne historische Objekte, religiöse Denkmäler oder einen Weg zu Fuß beziehungsweise mit dem Fahrrad.
Bernsteinstraße im Urbarialwald
Der Großmutschener Urbarialwald selbst steht seit 1931 unter Denkmalschutz. In diesem Wald sind die Überreste der antiken Römischen Bernsteinstraße sichtbar. Die Straße ist außerdem als Radwanderweg B47 von Strebersdorf bis Deutschkreutz ausgebaut. Damit stehen zwei Arten der Orientierung nebeneinander: Die Jahreszahl 1931 bezeichnet den Schutzstatus des Waldes, während Strebersdorf und Deutschkreutz die Endpunkte des Radwanderwegs benennen.
Wegwahl zu Fuß und mit dem Fahrrad
Der Unendlichweg kann in Großmutschen zu Fuß oder mit dem Fahrrad begonnen werden. Der kleine Unendlichweg ist etwa 8 km lang und dauert ungefähr zwei Stunden. Diese Werte geben für diese Route eine ungefähre zeitliche und räumliche Orientierung. Die Römische Bernsteinstraße ist als Radwanderweg B47 von Strebersdorf bis Deutschkreutz ausgebaut. Die Wegangaben unterscheiden sich damit nach Fortbewegungsart und Planungsmaßstab: Beim Unendlichweg sind Fuß und Fahrrad sowie Länge und Dauer benannt; bei der B47 stehen die Radwanderfunktion und die Endpunkte im Vordergrund.
Römisches Militär und Waffen
Das Schaupult „Römisches Militär und Waffen“ befindet sich im Großmutschener Urbarialwald und behandelt römisches Militär und Waffen. Es zeigt Kopien eines Soldatengrabsteins und eines Meilensteins. Der Grabstein lenkt den Blick auf eine Person, der Meilenstein auf Straßen und Wegstrecken; so wird der militärische Schwerpunkt um Erinnerung und Verkehrsorientierung ergänzt. Damit lässt sich das römische Thema auf zwei Ebenen betrachten: als sichtbare Spur einer Straße im Wald und anhand dargestellter Objektkopien. Wer sich eher an einzelnen Gegenständen als am Verlauf eines Weges orientiert, findet im Schaupult einen eigenen historischen Zugang.
Geschützte sakrale Zeugnisse
Die Katholische Filialkirche Heilige Drei Könige in Großmutschen steht unter Denkmalschutz. Ebenfalls geschützt ist der Figurenbildstock Steinigung des hl. Stephanus. Schon die Denkmaltypen unterscheiden sich: Auf der einen Seite steht eine Filialkirche, auf der anderen ein Figurenbildstock. Die Namen verweisen zudem auf zwei konkrete religiöse Motive, die Heiligen Drei Könige und die Steinigung des heiligen Stephanus. Für einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt lässt sich diese Gruppe von den römischen Verkehrs- und Militärthemen unterscheiden; damit stehen neben der antiken Straße und dem Schaupult auch benannte sakrale Motive zur Wahl.
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