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Oberloisdorf: Kirchen, Ortsgeschichte und Marterlrundweg

Unterkünfte in Oberloisdorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Oberloisdorf bietet mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: kirchliche Kunst, datierbare Stationen der Ortsgeschichte und Wege mit unterscheidbaren Schwerpunkten. Der Marterlrundweg ist 7,3 Kilometer lang; daneben gibt es einen Naturlehrpfad. Die folgenden Details zeigen, worin sich diese Bezugspunkte unterscheiden und welche konkreten Motive und Daten Oberloisdorf prägen.

Kirchen und sakrale Kunst

Das erhaltene Hochaltarbild der katholischen Pfarrkirche in Oberloisdorf zeigt Rochus, Sebastian und Rosalia, die Pestpatrone. Die Darstellung gibt der Kirche einen konkreten kunsthistorischen Bezugspunkt: Das Motiv verbindet drei namentlich genannte Heilige mit ihrer gemeinsamen Rolle als Pestpatrone. Wer sich für sakrale Kunst interessiert, findet hier einen klar umrissenen Blick auf das Bild und seine Figuren.

Die evangelische Kirche in Oberloisdorf wurde 1958 errichtet und am 28. September desselben Jahres eingeweiht. Bei ihr sind damit sowohl Baujahr als auch Einweihungstag festgehalten. Zusammen ergeben die beiden Kirchen unterschiedliche kulturelle Anknüpfungspunkte: Bei der katholischen Pfarrkirche steht das erhaltene Bildmotiv im Vordergrund, bei der evangelischen Kirche die genau datierte Errichtung und Einweihung.

Ortsgeschichte: zwei unterschiedliche Urkundenangaben

Zwei Urkundenangaben ordnen die Ortsgeschichte zeitlich ein, beantworten aber unterschiedliche Fragen. Eine Urkunde aus dem Jahr 1224 erwähnt den Ortsnamen „Laztai“ (Loisdorf) erstmals. Eine Urkunde aus 1288 nennt ein eigenständiges Oberloisdorf mit 27 Lehensbauern. Der ältere Eintrag betrifft also eine erste Namensnennung; die spätere Urkunde hält sowohl den Status als eigenständiges Oberloisdorf als auch eine konkrete Zahl von Lehensbauern fest. Die Jahreszahlen stehen deshalb nicht für denselben historischen Vorgang. Sie helfen vielmehr, Namensüberlieferung und die spätere Erwähnung eines eigenständigen Orts voneinander zu unterscheiden. Auch die abgeschlossenen Regulierungsarbeiten an der Rabnitz im Ortsgebiet von Oberloisdorf bilden neben den Urkunden einen weiteren Aspekt der Ortsgeschichte.

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Marterlrundweg und Naturlehrpfad

Der Marterlrundweg ist ein 7,3 Kilometer langer Rundweg in Oberloisdorf. Er führt am Dogmenkreuz, an der Johannesstatue, der Lourdesgrotte, Wegkreuzen, dem Rustenkreuz, der Donatuskapelle, der Waldkapelle, der Hubertuskapelle, dem Weißen Kreuz, der Bildeiche, dem Pestkreuz, dem Jakobsmaterl, der Friedhofskapelle und dem Kriegerdenkmal vorbei. Die Länge bietet Ihnen einen konkreten Planungswert.

In Oberloisdorf gibt es außerdem einen Naturlehrpfad. Als weiterer Weg setzt er einen anderen thematischen Akzent als der Marterlrundweg: Dessen benannte Stationen geben ihm ein religiös und erinnerungskulturell geprägtes Profil, während der Naturlehrpfad bereits durch seine Bezeichnung auf einen naturkundlichen Schwerpunkt verweist. Für die Wahl zwischen beiden ist also vor allem das Thema des jeweiligen Wegs ausschlaggebend. Die Angabe von 7,3 Kilometern gilt dabei für den Marterlrundweg.

Weitere Reiseziele entdecken: Großmutschen, Stoob, Neutal, Markt Sankt Martin, Ritzing, Nebersdorf, Steinberg, Draßmarkt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oberpullendorf.

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