Castello: Geschichte über dem Valle del Fitalia
Unterkünfte in Castello
Castello liegt auf einer Anhöhe und beherrscht das Valle del Fitalia. Zum historischen Profil gehören der zentrale Turm des Castello, Kirchen, die Überreste eines Dominikanerklosters und Zeugnisse aus Castanìa. Wenn Sie ein Hotel in Castello suchen, bietet diese Mischung einen konkreten Anlass, den Ort nicht nur über seine Höhenlage, sondern auch über seine unterschiedlichen historischen Schichten kennenzulernen. Die Bauwerke erzählen nicht dieselbe Geschichte: Ihre Daten reichen vom 12. Jahrhundert bis zu Restaurierungen und Umnutzungen in späteren Jahrhunderten.
Der Turm und seine wechselnde Funktion
Der zentrale Turm des Castello hat einen quadratischen, charakteristisch byzantinischen Grundriss und wird wahrscheinlich einem solchen Befestigungssystem zugeordnet. Während der Herrschaft der Sollima wurde er 1553 in ein Wohnhaus umgewandelt. Damit stehen zwei unterschiedliche Aspekte nebeneinander: die wahrscheinliche Einordnung seiner Bauform und eine datierte spätere Nutzung als Wohnhaus. Diese Unterscheidung hilft, die Form des Turms nicht mit seiner späteren Funktion gleichzusetzen.
Kirchen und Klostergeschichte
Das Dominikanerkloster mit der angrenzenden Chiesa di San Vincenzo Ferreri wurde 1444 vom seligen Giovanni di Pistoia gegründet und von Dominikanermönchen geführt. Nach der Restaurierung im Jahr 2009 werden die Überreste als Freiluftauditorium genutzt; die religiöse Funktion besteht weiterhin. Bei diesem Ensemble treffen somit eine ältere Klostergründung, eine spätere kulturelle Nutzung und die fortbestehende religiöse Funktion aufeinander.
Weitere Kirchen stehen für unterschiedliche Zeiten. Die Chiesa di San Nicola stammt aus dem 12. Jahrhundert und war die erste Chiesa Madre von Castanìa. Auch „U Chianu a Vucciria“ gehört in das 12. oder 13. Jahrhundert; der Ort war damals Castanìas soziales und politisches Zentrum. Die Chiesa di Santa Barbara bestand bereits 1472, während ihr Gründungsjahr unbekannt ist. Für die Chiesa di San Francesco sind wiederum zwei spätere Daten überliefert: Örtliche Handwerker erbauten sie 1574, 1633 wurde sie restauriert. So reicht der zeitliche Bogen von frühen kirchlichen und gesellschaftlichen Orten bis zu späteren Bau- und Restaurierungsphasen.
Der Erinnerungsweg Antico Borgo Castanìa
Der touristische Erinnerungsweg „Antico Borgo Castanìa“ beginnt an der Chiesa di San Francesco d’Assisi, die als Zugang zum historischen Ortskern dient. Der Weg ist darauf ausgerichtet, den direkten Zugang zu den archäologischen Überresten und Denkmälern des antiken Castanìa und deren Erleben zu ermöglichen. Sein Schwerpunkt liegt damit auf den Zeugnissen des alten Castanìa; der benannte Startpunkt schafft eine klare Verbindung zum historischen Ortskern.
Ölmühle und historische Rast
Das Museo dell’Olio befindet sich in einer ehemaligen Dominikaner-Ölmühle aus dem Jahr 1508. Es bewahrt ursprüngliche Anlagen des früheren Frantoio, darunter Mühle, Becken und Mahlsteine, und macht sie in einem didaktischen Vermittlungsparcours zugänglich. Hier steht die frühere Ausstattung einer Ölmühle im Mittelpunkt – eine andere Perspektive auf die Ortsgeschichte als die Bau- und Kirchengeschichte der umliegenden Zeugnisse.
Auch die Fontana Piazza, genannt „Funtana a Chiazza“, erinnert an eine frühere Funktion des Reisens im Valle del Fitalia: Sie war ein Rastplatz, an dem Reisende Erholung fanden. Ihre Bedeutung liegt in dieser historischen Rolle als Halt. Zusammen mit den erhaltenen Anlagen des Museo dell’Olio zeigt sie, wie verschieden die Zeugnisse sind: Das eine bewahrt Spuren früherer Arbeit, das andere erinnert an Reisende, die im Tal Rast machten.
Weitere Reiseziele entdecken: Lipari, Vulcano Piano, Savoca, Rodia, Itala, Panarea, Mongiuffi, Acquedolci
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Messina.