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Acquedolci: Archäologie, Geschichte und Festtraditionen

Unterkünfte in Acquedolci

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Acquedolci verbindet mehrere historische Zeitschichten. Die Grotta di San Teodoro steht für paläontologische Spuren und jungpaläolithische Besiedlung, während das Antiquarium Comunale Funde aus der nahe gelegenen Höhle zeigt. Hinzu kommen das Baglio del Castello, die Chiesetta di San Giuseppe, die Chiesa Madre und lokale Festtraditionen. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich so eine Auswahl unterschiedlicher Themen: frühe Menschheitsgeschichte, Architektur oder wiederkehrende Veranstaltungen.

Grotta di San Teodoro: Landschaft und frühe Geschichte

Die Grotta di San Teodoro öffnet sich in einer Felswand auf 140 Metern über dem Meeresspiegel. Vor der Höhle befindet sich eine pleistozäne Seeablagerung aus der Zeit vor etwa 200.000 Jahren. Sie enthält Tausende von Überresten des Flusspferds Hippopotamus pentlandi Meyer. Die Höhenangabe beschreibt die Lage der Höhlenöffnung; das Alter gehört zur Ablagerung vor der Höhle. So lassen sich Höhenlage und paläontologischer Befund als unterschiedliche Informationen einordnen.

Eine jüngere Ablagerung in der Grotta belegt menschliche Besiedlung vor etwa 15.000 bis 11.000 v. Chr. und wird dem späten Epigravettien zugeordnet. Diese Datierung liegt weit nach dem Alter der Seeablagerung; die Zeitangaben beziehen sich also auf unterschiedliche Ablagerungen und Befunde. Für Bestattungen des Jungpaläolithikums gilt die Grotta als erste und wichtigste Zeugnisstätte.

Funde im Antiquarium Comunale

Das Antiquarium Comunale in Acquedolci zeigt paläontologische und prähistorische Funde aus der nahe gelegenen Grotta di San Teodoro. So lassen sich die Fundthemen in zwei Teilen betrachten: die Ablagerungen und Besiedlungsspuren der Grotta einerseits, die Funde aus der Höhle im Antiquarium andererseits. Wenn Sie sich für die lange Vorgeschichte interessieren, bietet dieser Vergleich eine Verbindung zwischen Fundort und ausgestellten Objekten.

Baglio, Kapelle und Chiesa Madre

Das Baglio del Castello, auch Castello Larcan-Gravina genannt, ist eine befestigte Anlage aus dem 17. bis 18. Jahrhundert. In ihm befindet sich die Chiesetta di San Giuseppe aus dem 16. Jahrhundert; die Kapelle wurde 2004 restauriert. Sie besitzt einen spätbarocken sizilianischen Altar sowie antike Majoliken. Bei der zeitlichen Einordnung sind die Bauphasen gut auseinanderzuhalten: Die Kapelle ist älter als das Baglio, während 2004 die Restaurierung der Kapelle bezeichnet. Damit stehen innerhalb des Baglio unterschiedliche historische Phasen in Beziehung.

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Die Baugeschichte der Chiesa Madre führt in eine jüngere Epoche: Ihr Grundstein wurde 1926 gelegt, 1928 war das Gebäude fertiggestellt. Die beiden Daten markieren den Beginn und den Abschluss der Bauphase. Mit der Chiesa Madre kommt zu den älteren Bauwerken ein klar datierter Abschnitt des 20. Jahrhunderts hinzu.

Festtraditionen und Termine

Auch die lokalen Traditionen bieten konkrete zeitliche Anknüpfungspunkte. Der Carnevale Acquedolcese hat eine sehr alte Tradition und wird von verschiedenen folkloristischen Veranstaltungen begleitet. Die Feierlichkeiten zu San Giuseppe finden am dritten Sonntag im Mai beziehungsweise am Sonntag nach der historischen Fiera di Acquedolci statt; die historische Messe wird jedes Jahr am 14. Mai begangen. Wenn Sie Ihre Reise auf die Feierlichkeiten abstimmen möchten, prüfen Sie vorab den konkreten Veranstaltungstermin.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Messina.

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