Solarussa: Kirchen, Nuraghen und Vernaccia
Unterkünfte in Solarussa
Solarussa verbindet Baugeschichte, archäologische Spuren und die Vernaccia-Kultur. Für Ihre Reiseplanung sind die Unterschiede zwischen den Kirchen, den archäologischen Orten und den landwirtschaftlichen Traditionen des Ortes besonders aufschlussreich. Einen konkreten Termin im Jahreslauf bietet das Vernaccia-Fest, das jedes Jahr im September stattfindet.
Kirchen und Baugeschichte
Die Chiesa parrocchiale di San Pietro entstand zwischen 1830 und 1835 und wurde am 24. Juni 1835 geweiht. In der Kirche befinden sich zwei Gemälde des römischen Malers Pietro Angeletti. Bauzeit und Weihedatum markieren dabei zwei verschiedene Stationen der Geschichte des Gebäudes.
Die romanische Chiesa di San Gregorio wird aufgrund ihrer formalen Merkmale in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert. Ihr gingen die Gründungsstrukturen einer frühmittelalterlichen Kirche voraus. Am Kirchenstandort sind ein Bodenbelag und ein Becken aus der frühen Römerzeit erhalten; möglicherweise gehörten sie zu einem Thermengebäude. Die Kirche steht auf einer Anhöhe am östlichen Stadtrand, unmittelbar außerhalb von Solarussa in einer ländlichen, umzäunten Umgebung. Davor befindet sich ein großes Portal mit einem darüberliegenden Glockengiebel. In der Nähe der Kirche in Solarussa liegen außerdem römerzeitliche Überreste, die als „putz’e angius“ bezeichnet werden.
Die Chiesa delle Grazie ist das älteste der vier Heiligtümer von Solarussa. Ihre Fassade wird von einer Loggia mit drei Reihen von Bögen und zwei ähnlich gestalteten Glockentürmen flankiert. Bei der Chiesa delle Anime stehen andere Details im Vordergrund: Sie wurde 1749 errichtet und bewahrt ihre ursprüngliche Struktur. Ihr dreischiffiger, basilikaartiger Grundriss, der polychrome Marmoraltar und die hölzerne Kanzel geben Auskunft über Aufbau und Ausstattung. Casa Sanna ergänzt diese Bauwerke um ein altes Herrenhaus. Seine großen Räume spiegeln den Wohlstand der ursprünglichen Eigentümer wider.
Nuraghen und archäologische Spuren
Der Nuraghe Pidighi ist als komplexe Anlage mit zentralem Turm, Hof und längs ausgerichtetem Nebenturm beschrieben. Im Hauptturm ist eine Wendeltreppe sichtbar. Der archäologische Komplex liegt zwischen den Tälern des Rio Cìspiri und des Fiume Tirso. So lässt sich Pidighi anhand seiner baulichen Gliederung einordnen, während bei Muru Accas vor allem die Sichtbarkeit der Überreste eine Rolle spielt.
Die Reste der antiken Siedlung rund um den Nuraghen Muru Accas sind zwischen Vegetation und eingestürzten Steinen kaum sichtbar. Außer Rodungsarbeiten wurden dort bislang keine Ausgrabungen durchgeführt. Wenn Sie sich für archäologische Zeugnisse interessieren, ist der Unterschied zwischen der beschriebenen Architektur von Pidighi und den schwer erkennbaren Siedlungsresten bei Muru Accas ein wichtiger Teil des Bildes.
Bennaxi, Vernaccia und lokale Bräuche
Das Gebiet Bennaxi entlang des Tirso-Tals ist völlig flach und bewässert. Dort werden unter anderem Artischocken, Wassermelonen, Melonen, Oliven und Weinreben angebaut. Bennaxi war früher das wichtigste Anbaugebiet Solarussas für Vernaccia; heute gilt der dortige Vernaccia-Anbau als selten. Bei der Verarbeitung der Vernaccia werden die Trauben mit den Füßen in einem Leinensack zerdrückt, der in einem Trog aus Trachyt liegt.
Das jährliche Vernaccia-Fest von Solarussa findet im September statt. Wenn Sie Ihre Reise daran ausrichten möchten, prüfen Sie vorab die Termine des jeweiligen Jahres. Auch der Name des Karnevals greift einen Bezug zum Weinbau auf: Er heißt „su Bingiatteri“, was „der Weinbauer“ bedeutet. Die als „Is Gogius“ bezeichneten Kompositionen kommen bei den Novenen zu San Gregorio Magno, San Pietro und Nostra Signora delle Grazie zum Einsatz. Zusammen zeigen diese Bräuche unterschiedliche Verbindungen zwischen religiösen Traditionen, Landwirtschaft und dem Jahreslauf.
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