Vidracco entdecken: Damanhur, Torre Cives und Lago Gurzia
Unterkünfte in Vidracco
Vidracco verbindet Themen wie Damanhur, lokale Geschichte und Natur. Die Orte und Wege setzen unterschiedliche Akzente: von unterirdischen Räumen und einem mittelalterlichen Turm bis zu einem künstlichen See und kargen Hügeln.
Damanhur und seine besonderen Räume
Die Sala della Terra im Damanhur-Komplex liegt 30 Meter unter der Erde. Zwei kreisförmige Räume bilden gemeinsam das Zeichen der Unendlichkeit. Im eintägigen Besucherprogramm von Damanhur ist ein geführter Besuch des Bosco Sacro enthalten. Dazu gehört der Gang durch die großen steinernen Energiekreise des Vegetationstempels.
Für einen Besuch oder eine Erfahrung bei Damanhur ist eine Buchung vor der Anreise erforderlich. Der Check-in für die klassische Besichtigung befindet sich im Welcome Center bei Damanhur Crea, Via Baldissero 21, in Vidracco (TO). Damanhur bietet bei DamanhurCrea in Vidracco Parkplätze an. Da sich operative Angaben ändern können, prüfen Sie die Informationen zu Check-in und Parken vor Ihrer Anreise.
Türme, Münzen und Kirchengeschichte
Die Torre Cives steht auf dem höchsten Hügel der Monti Pelati. Der Turm stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde wahrscheinlich zur Bewachung und Verteidigung des Gebiets der Valchiusella errichtet. Bei archäologischen Ausgrabungen wurden dort 1956 fünf byzantinische Goldmünzen entdeckt. Sie sind als „Tesoretto“ di Torre Cives bekannt und werden heute im Museo Archeologico di Torino aufbewahrt.
Eine andere historische Spur bietet die Friedhofskirche San Giorgio. Ihr Grundriss scheint aus dem 17. Jahrhundert zu stammen. Eine Karte von 1744 lässt vermuten, dass die Kapelle bereits um die Mitte des 18. Jahrhunderts umgebaut worden war. Die vorsichtigen Datierungen unterscheiden zwischen der vermuteten Entstehungszeit des Grundrisses und dem möglichen späteren Umbau.
Karge Hügel und Wasser am Lago Gurzia
Das Naturschutzgebiet Monti Pelati erstreckt sich über etwa 146 Hektar am rechten orografischen Ufer des Torrente Chiusella zwischen Baldissero Canavese, Vidracco und Castellamonte. Die Hügel sind ungewöhnlich karg und nahezu vegetationsarm. Vor allem die Gesteinsart und die Erosion durch Niederschläge sind für dieses Erscheinungsbild verantwortlich. Für Schwarzkehlchen, Zippammer und Sardengrasmücke sind die Monti Pelati der einzige bekannte Brutplatz im Canavese.
Der Lago Gurzia, auch Lago di Vidracco genannt, ist ein künstlicher See. Er entstand durch eine 1922 errichtete, 50 Meter hohe einfache Bogenstaumauer am Torrente Chiusella, kurz unterhalb des Zusammenflusses mit dem Savenca. Unterhalb des Sees stürzt das Überlaufwasser in einer Schlucht als hoher Wasserfall hinab. In wasserreichen Zeiten ist der Wasserfall besonders eindrucksvoll.
Wege am See und in den Monti Pelati
Im Gebiet des Lago Gurzia gibt es Spazierwege und kleine ausgestattete Bereiche. Zu Fuß sind sie mit den Wanderwegen innerhalb des Schutzgebiets verbunden. Der ebene Sentiero dell’uomo verläuft auf zwei Kilometern entlang des Sees. Beobachtungshütten richten sich an Ornithologieinteressierte; Informationstafeln erläutern die örtliche Flora und Fauna.
Der kommunale Rundweg Torre Cives und Riserva Monti Pelati beginnt am Parkplatz der Kirche San Rocco. Über drei Kilometer und 100 Höhenmeter führt er zum Monte Cives auf 581 Metern Höhe. Eine weitere Option ist der 600 Meter lange Weg Touch and Go: Er führt von der Kapelle San Rocco zur Torre Cives im Naturschutzgebiet Riserva Naturale dei Monti Pelati und wurde für Besucherinnen und Besucher mit Sehbehinderungen konzipiert. Für die Tourenplanung lassen sich die Angaben zu Länge, Höhenmetern und Ziel direkt vergleichen; die Wege haben jeweils eigene Beschreibungen und Schwerpunkte.
Alte Handwerke in der ehemaligen Mühle
Die vollständig restaurierte ehemalige Mühle von Vidracco wurde als Sitz des im Aufbau befindlichen Ecomuseo dell’acqua e degli antichi mestieri eingerichtet. Im ersten Stock befindet sich ein kleines Museum alter Handwerke mit Gegenständen, die früher im Alltag verwendet wurden. Zum beschriebenen Bestand gehören steinerne Mühlsteine für Mais, Weizen und Kastanien sowie ein Bereich zur Verarbeitung von Hanf für Garne, die für Textilien oder Seile bestimmt waren.
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