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Caluso entdecken: Erbaluce-Wein und Geschichte

Unterkünfte in Caluso

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Caluso verbindet eine lange Weinbautradition mit historischen Bauwerken und einem Abschnitt des Sentiero delle Pietre Bianche zum Lago di Candia. Wenn Sie ein Reiseziel wählen, können Wein, Ortsgeschichte oder der Weg durch die Weinberge unterschiedliche Anknüpfungspunkte bieten.

Erbaluce-Wein und Verkostungen

Der moränische Boden, die geografische Lage und das günstige Klima ermöglichen in Caluso den Anbau der Rebsorte Erbaluce. Weinbau wird hier seit alters her betrieben, insbesondere mit Erbaluce; er gilt als wichtigste und angesehenste Ressource der örtlichen Landwirtschaft. Die Festa dell’Uva Erbaluce ist der Weinbautradition und der Weinproduktion gewidmet. Im Mittelpunkt stehen die autochthone Rebsorte Erbaluce di Caluso sowie die Weine Caluso Passito, Caluso Spumante und Erbaluce di Caluso.

Das Fest findet regelmäßig um den dritten Sonntag im September statt. Wenn Sie Ihre Reise daran ausrichten möchten, prüfen Sie den konkreten Termin vorab. Eine weitere Möglichkeit, regionale Weine kennenzulernen, bietet die Enoteca Regionale dei Vini della Provincia di Torino: Sie veranstaltet Verkostungen, darunter mit Erbaluce di Caluso. Der Verkostungsbesuch findet in restaurierten Kellerräumen aus dem 17. Jahrhundert statt. Zu den Räumen gehören die Sala Rossa und thematische Ausstellungsbereiche für Wein.

Sentiero delle Pietre Bianche und Landschaft

Der Abschnitt 02 des Sentiero delle Pietre Bianche führt von Caluso zum Lago di Candia. Sein Startpunkt liegt in der Via San Clemente hinter dem Hügel des Castellazzo; der Weg verläuft durch Erbaluce-Weinberge. So lässt sich dieser Abschnitt sowohl über sein Ziel als auch über die Weinlandschaft einordnen. Der Weg und die Weintradition eröffnen damit unterschiedliche Perspektiven auf Caluso: einmal über eine konkrete Route, einmal über den örtlichen Anbau.

Castellazzo und der alte Ortskern

Castellazzo, auch Rocca di Caluso genannt, wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts machten die Spanier es zu Ruinen. Am Fuß des Castellazzo stehen die Ruinen der Chiesa di San Calocero. Dort befand sich der Platz des alten befestigten Ortskerns. Die Porta Crealis ist eines der erhaltenen Tore dieses mittelalterlichen Ortskerns. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde im 13. und 14. Jahrhundert restauriert.

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Im alten Ortsteil entstand der Palazzo Valperga di Masino als Residenz der Herren von Caluso. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichteten die Grafen von Biandrate, die Herren von Caluso, den äußeren Portikus zur Piazza und den inneren Portikus zum Hof. Die Ausrichtung unterscheidet die beiden Teile: Einer öffnet sich zur Piazza, der andere zum Hof. Der Palazzo ergänzt damit die Ruinen und das erhaltene Stadttor um einen weiteren Aspekt der Geschichte des alten Ortskerns.

Kirchen und Baugeschichte

Auch mehrere Kirchen und ein Kloster verweisen auf unterschiedliche Bauzeiten. Das Convento dei Frati Francescani Minori wurde um 1640 begonnen und 1646 fertiggestellt. Die Chiesa di Santa Marta entstand zwischen 1726 und 1732 auf gemeinsamen Wunsch der Bruderschaften Corpus Domini und der Disziplinanten von Santa Marta. Mit der Kirche war eine jährliche Via-Crucis-Prozession verbunden; sie fand bis etwa 1870 statt und kam danach außer Gebrauch.

Die Chiesa di San Giovanni Decollato wurde ab 1709 errichtet und 1713 fertiggestellt. Sie beherbergt zwei große Gemälde des aus Caluso stammenden Künstlers Giovan Battista Giani. Die Pfarrkirche in Caluso wurde im April 1522 begonnen und besitzt einen großen Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert sowie einen Kreuzgang. Zusammen zeigen diese Bauwerke verschiedene Stationen der örtlichen Sakral- und Architekturgeschichte, ohne dass sich ihre Entstehung auf eine einzelne Epoche beschränkt.

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