Cosoleto entdecken
Unterkünfte in Cosoleto
Cosoleto liegt an den nördlichen Ausläufern des Aspromonte-Massivs und verbindet eine Lage zwischen Olivenhainen mit einer langen Orts- und Kirchengeschichte. Der erhöhte Ort bietet einen Blick über die Ebene von Gioia Tauro. Für die Reiseplanung stehen damit Kultur und Landschaft als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander.
Aspromonte, Wald und Olivenanbau
Cosoleto gehört zu den 37 Gemeinden des Parco Nazionale dell’Aspromonte. Der erhöhte Ort liegt zwischen Olivenhainen und bietet einen Blick über die Ebene von Gioia Tauro. Zum Gemeindegebiet gehören ausgedehnte Waldflächen mit Buchen, Steineichen, Tannen und Lärchen. Auch die Olivenwirtschaft ist konkret geprägt: Die jahrhundertealten Olivenbäume bringen die autochthonen Sorten Sinopolese und Ottobratico hervor, aus denen Öl gewonnen wird.
Sprache, Erdbeben und Wiederaufbau
Bis zum 16. Jahrhundert wurde in Cosoleto Griechisch gesprochen. Das Erdbeben von 1783 legte den alten Borgo, das Kastell, das Kloster und die Kirche San Nicolò in Trümmer. 1806 wurde Cosoleto in sichererer Lage am Standort des heutigen Ortskerns wiederaufgebaut. Alter Borgo und heutiger Ortskern stehen damit für zwei klar unterscheidbare Phasen: Auf die Zerstörung von 1783 folgte der Wiederaufbau von 1806.
Die Pfarrkirchen von Cosoleto
Santa Maria delle Grazie ist eine der beiden Pfarrkirchen von Cosoleto und hat antike Ursprünge. Die zweite Pfarrkirche befindet sich im Ortsteil Sitizano und ist Santa Domenica geweiht. Diese Kirche wurde nach dem Erdbeben von 1908 wiederaufgebaut und in den 1930er- und 1940er-Jahren restauriert. Sie ist im Stil der Neorenaissance erbaut und bewahrt ein marmornes Weihwasserbecken, ein Gemälde des heiligen Josef, das Wappen der Marchesi Taccone sowie Fresken im Presbyterium. Die Neorenaissance greift Formen der Renaissance in späterer Architektur wieder auf. Die Kirchen setzen unterschiedliche historische Akzente: Santa Maria delle Grazie hat antike Ursprünge, während Santa Domenica mit ihrer Baugeschichte und Ausstattung eine andere Perspektive bietet.
Kutschen und öffentliche Bauwerke
Das Museo delle Carrozze – Marchesi Taccone di Sitizano zeigt italienische und französische Kutschen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Es befindet sich in ehemaligen Stallungen in unmittelbarer Nähe des einstigen Wohnsitzes der Marchesi Taccone.
Auf der Piazza Italia steht das 1925 vom Bildhauer Barca geschaffene Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Ebenfalls auf der Piazza befindet sich der historische Brunnen, der 1899 im neoklassizistischen Stil erbaut wurde. Die beiden Bauwerke setzen unterschiedliche Akzente: Das Denkmal erinnert an die Gefallenen, der Brunnen an die neoklassizistische Gestaltung.
Die Gole del Vallone del Cervo
Zu den Naturthemen zählen die Gole del Vallone del Cervo in Cosoleto. Sie besitzen nationale Relevanz sowie wissenschaftliche, geotouristische und ästhetische Bedeutung. Damit ergänzt ein Naturthema die Kirchen, das Denkmal und die Sammlung der Kutschen.
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