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Tarent zwischen Mar Grande und Mar Piccolo

Unterkünfte in Tarent

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Tarent liegt zwischen dem Mar Grande und dem Mar Piccolo. Diese Lage prägt den Blick auf die Stadt aus zwei Richtungen: Das eine Gewässer ist mit der Küstenlandschaft bei den Cheradi-Inseln verbunden, das andere mit einer Muschelzucht, die dort seit Jahrhunderten in großem Maßstab betrieben wird. Dazu kommen historische Bauwerke, Museen und unterschiedliche Küstenformen. Für Ihre Reiseplanung können Sie abwägen, ob Sie vor allem Stadtgeschichte, Natur oder das Meer in den Mittelpunkt stellen möchten.

Küsten, Wasser und Natur

Die Küsten unterscheiden sich deutlich: Tarents Westküste besitzt breite Strände. An der Ostküste wechseln hohe Dünen, mediterrane Macchia, niedrige Felsen und zahlreiche Buchten einander ab. Wer sich für Landschaft interessiert, findet damit nicht nur eine einzige Küstenform vor, sondern verschiedene Motive für die Reiseplanung.

Auch die Gewässer setzen eigene Akzente. Im Mar Grande bei den Cheradi-Inseln leben Delfine, andere Wale und Delfinartige, Seepferdchen in Kolonien sowie rosa Flamingos. Im Mar Piccolo liegt die WWF-Oase Palude La Vela, ein etwa sieben Hektar großes geschütztes Feuchtgebiet in der Umgebung von Tarent. Dort kommen standorttreue und ziehende Vogelarten vor, darunter Reiher, Flamingos, Fischadler und der seltene Stelzenläufer. Welche Arten anzutreffen sind, variiert je nach Jahreszeit.

Die Muschelzucht im Mar Piccolo ergänzt dieses Naturbild um eine lange lokale Lebensmitteltradition. Die Aussage beschreibt eine Tätigkeit, die dort seit Jahrhunderten in großem Maßstab betrieben wird; sie sagt für sich genommen nichts über ein aktuelles Angebot an Produkten oder Verkostungen aus.

Archäologie, Bauwerke und Stadtgeschichte

Für einen Einstieg in die Geschichte der Stadt zeichnet die Ausstellung des MArTA die Entwicklung Tarents und seines Gebiets von der Vorgeschichte bis zum frühen Mittelalter nach. Das Museum zeigt eine der größten Sammlungen von Artefakten aus der Magna Graecia, darunter die berühmten Goldfunde von Tarent. Die Colonne del Tempio Dorico sind erhaltene Reste eines Tempels der Magna Graecia aus dem frühen 6. Jahrhundert v. Chr. Sie liegen im Freien, sind kostenlos zugänglich und haben keine festgelegten Besuchszeiten. Bei Veränderungen am öffentlichen Raum können sich die Zugangsbedingungen ändern.

Das Castello Aragonese nimmt die äußerste Südspitze der Insel ein, auf der sich die Altstadt befindet. Sein quadratischer Grundriss umfasst einen großen Innenhof. Die Anlage wurde 1492 eingeweiht und bewahrt vier benannte Türme: San Cristoforo, San Lorenzo, dell’Annunziata und della Bandiera. Eine Besichtigung ist nur im Rahmen kostenloser Führungen möglich, die im Voraus reserviert werden müssen. Prüfen Sie die Besuchsbedingungen vorab. Eine andere Zeitschicht zeigt das Kloster San Domenico in seiner heutigen Gestalt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Im Kreuzgang sind Fundamente eines griechischen Tempels erhalten, der im 6. Jahrhundert v. Chr. auf der Akropolis der griechischen Kolonie Taranto errichtet wurde.

Auch die Basilica Cattedrale di San Cataldo verbindet verschiedene Epochen. Sie gilt als älteste Kathedrale Apuliens. Im Mittelschiff stehen griechische und römische Säulen und Kapitelle neben Spuren eines mittelalterlichen Bodenmosaiks; darüber liegt eine prächtige hölzerne Kassettendecke mit Goldverzierung. Unter dem Hauptaltar befindet sich eine Krypta aus dem 10. Jahrhundert, deren Fresken aus verschiedenen Epochen stammen.

Brücken geben weitere historische Orientierungspunkte. Die Ponte di Pietra ist 115 Meter lang, besitzt drei Bögen und wurde 1883 erbaut. Sie bietet Ausblicke auf das Mar Piccolo und das Mar Grande; Stadtbusse halten in kurzer Entfernung. Die Ponte Girevole wurde 1887 eingeweiht und vom Inneren des Castello Aragonese aus bedient. Diese Angaben helfen, die Brücken als Teil der Stadtgeschichte einzuordnen, ohne ihre heutige Nutzung vorauszusetzen.

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Museen und lokale Traditionen

Das MuDi, das Museo Diocesano di Taranto, liegt in der Altstadt hinter der Basilica Cattedrale di San Cataldo. Seine Dauerausstellung ist in sieben thematische Bereiche auf drei Ebenen gegliedert und zeigt mehr als 350 Werke. Zu sehen sind unter anderem Silber- und Goldobjekte, die größtenteils aus dem sogenannten Tesoro di San Cataldo stammen. Die Präsentation und die Anordnung einzelner Exponate können sich ändern. Das MuDi ist mit den Buslinien 27 und 354.A03 sowie mit dem Zugverkehr R. erreichbar; prüfen Sie die Verbindungen vor der Fahrt.

Im historischen Zentrum befindet sich im Palazzo Pantaleo aus dem 18. Jahrhundert das Museo Etnografico Alfredo Majorano. Es dokumentiert den Tarantismus und lokale Traditionen mit Objekten zu Themen wie Meer, Land, traditionellen Berufen, Spiel und religiöser Frömmigkeit. Wer sich für Alltagskultur interessiert, kann hier neben den archäologischen Sammlungen eine weitere Perspektive auf Tarent kennenlernen.

Das Ipogeo Funerario besteht aus zwei Räumen, die Bereiche wiederverwenden, die in griechischer Zeit aus dem Fels herausgearbeitet wurden. In den Wänden des zweiten Raums liegen Öffnungen, die wahrscheinlich einer frühchristlichen oder byzantinischen Bestattung dienten. Besichtigungen finden im Allgemeinen im Rahmen von Führungen nach Anmeldung statt; informieren Sie sich vorab über die aktuellen Arrangements. Für Erwachsene, Kinder, Studierende und weitere Interessierte bietet das Museo Dal Mare interaktive Workshops und pädagogische Aktivitäten zu Seefahrt und Navigation an. Das Programm kann sich ändern, daher empfiehlt sich eine Nachfrage zur aktuellen Verfügbarkeit der Workshops.

Besuch und Aufenthalt planen

Eine besondere religiöse Tradition ist die Wallfahrt der Bruderschaft del Carmine. Sie beginnt am Gründonnerstag um 15 Uhr: Die Mitglieder gehen barfuß zu den Kirchen des Borgo und der Città Vecchia und kehren gegen Mitternacht in die Carmine-Kirche zurück. Die Tradition besteht mindestens seit dem 16. Jahrhundert; seit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ist sie die einzige Tradition dieser Art, die von Tarentiner Bruderschaften bewahrt wird. Da jährliche Zeiten und Routen zu prüfen sind, sollten Sie die Planung Ihres Besuchs daran ausrichten.

Für eine grüne Station im Zentrum bieten sich die Giardini di Piazza Garibaldi an: Die kostenlos zugängliche Grünanlage ist vom historischen Zentrum aus zu Fuß erreichbar, öffentliche Verkehrsmittel halten in der Nähe. Als Ziel in der Umgebung liegt außerdem der Parco Archeologico di Saturo nahe Tarent an der ionischen Küste und außerhalb des Stadtgebiets. Zwei Wege führen durch seine Geschichte von den Anfängen im 2. Jahrtausend v. Chr. bis zu Eingriffen der Gegenwart.

So richten Sie die Wahl des Aufenthaltsortes an den Erlebnissen aus, die Sie vorrangig einplanen, und behalten zugleich die jeweiligen Besuchsbedingungen im Blick.

Weitere Reiseziele entdecken: Torricella, Marina Di Pulsano, Sava, Maruggio, Manduria, Taranto, Pulsano, Palagiano, Leporano, Ginosa, Marina Di Ginosa, Crispiano, Uggiano Montefusco, Specchiarica, Castellaneta, Laterza, San Marzano di San Giuseppe, Lido Chiatona-stazione di Palagiano, Monteiasi, Monacizzo, Marina di Lizzano, Roccaforzata, Faggiano, Avetrana, Mottola, San Pietro In Bevagna, Martina Franca, Talsano, Massafra, Lizzano, Lido Azzurro, Castellaneta Marina, Grottaglie, Librari, Palagianello, San Giorgio Ionico, Torre Columena, Monteparano.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Apulien.

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