Zum Inhalt

Martano: Kirchen, Palazzi und Archäologie

Unterkünfte in Martano

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Martano bietet einen vielfältigen Zugang zu Geschichte und Kultur: Im Ort prägen Kirchen und Palazzi das architektonische Bild, während archäologische Zeugnisse bis in die Antike und die byzantinische Zeit zurückreichen. Hinzu kommen ein Freiluft-Rundgang zur Kultur des lokalen Steins und Veranstaltungen, die Martanos Plätze, Höfe und Straßen einbeziehen. Für die Reiseplanung lässt sich der Schwerpunkt so zwischen Baukunst, Archäologie und Kulturterminen setzen.

Palazzi und Straßenzüge in Martano

Der älteste, als Terra bekannte Teil Martanos ist gut erhalten und durch ein regelmäßig orthogonales Straßennetz geprägt. Im Zentrum folgt der Palazzo Baronale dem Verlauf der Via Guglielmo Marconi. An seiner Fassade finden sich verzierte Fenster und ein Portal mit rustizierter Quaderung; auch der abgeschrägte Sockel des erhaltenen zylindrischen Turms gehört zu den markanten Details. Der Turm stammt aus der aragonesischen Zeit. Der Palazzo wurde von den Aragonesen nach der Rückeroberung Otrantos wiederaufgebaut.

Weitere Palazzi zeigen andere architektonische Akzente. Der zwischen 1710 und 1720 errichtete Palazzo Moschettini verbindet ein prachtvolles Portal mit einem langen Balkon, der von sieben Kragsteinen getragen wird. Am Palazzo Micali, der 1719 entstand, ruht der lange Balkon auf sechs Kragsteinen; auf dem mittleren Kapitell der Bifora steht eine Statue des heiligen Michael. Zum Palazzo Grassi-Corina gehören ein Portal-Balkon-Wappenbogen-Ensemble und ein durch sechs aufwendig gestaltete Kragsteine getragener durchbrochener Balkon. So lässt sich die Architektur nicht nur an Bauzeiten, sondern auch an Fassadendetails vergleichen.

Kirchen und religiöses Erbe

Die Chiesa Matrice ist Mariä Himmelfahrt geweiht. Sie wurde 1596 wiederaufgebaut und ersetzte eine frühere Kirche des griechischen Ritus. In ihr befinden sich außerdem wertvolle Gemälde, die Oronzo Tiso und Cesare Fracanzano zugeschrieben werden. Die Kirche Santa Maria della Consolazione bewahrt ihr ursprüngliches Erscheinungsbild. Über ihrem Hauptaltar von 1691 ist in einem ovalen Rahmen ein Fresko der Jungfrau der Consolazione erhalten.

Auch die Baugeschichte weiterer Kirchen lässt sich an konkreten Merkmalen ablesen. San Domenico wurde 1652 errichtet oder wiederaufgebaut und besitzt drei Schiffe mit Altären aus dem 18. Jahrhundert. Das im 17. Jahrhundert errichtete Convento di Santa Maria della Consolazione steht an der Stelle einer alten Kapelle des byzantinischen Ritus, die Madonna del Ligori genannt wurde. Das Zisterzienserkloster umfasst eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert, eine Bibliothek und eine Pinakothek. Olivenhaine umgeben das Kloster.

Archäologische Zeugnisse und Landschaft

Casale di Apigliano liegt im Gebiet von Martano an der Grenze zum Umland von Zollino. Die archäologische Stätte umfasst Überreste aus mehreren Epochen und zahlreiche Funde. In Casale bestand bereits im 8. Jahrhundert ein Dorf. Reste ländlicher Wohnhäuser und verschiedene Alltagsgegenstände zeugen vom Leben in byzantinischer Zeit. Vom antiken Casale ist auch die Kirche Santa Maria erhalten, die vielerorts als Kirche San Lorenzo bekannt ist.

Anzeige

Ein weiteres prähistorisches Zeugnis ist der Menhir von Santu Totaru, auch Teofilo-Menhir genannt. Er wird mit alten religiösen Ritualen der japygischen Völker zu Beginn der Eisenzeit, im 9. bis 7. Jahrhundert v. Chr., in Verbindung gebracht. Die Specchia dei Mori liegt an der Straße von Martano nach Martignano, etwa einen Kilometer außerhalb des Ortes. Damit stehen die archäologischen Orte in unterschiedlichen zeitlichen Zusammenhängen: von den prähistorischen Ritualen über die Eisenzeit bis zu Dorfleben und Alltagsgegenständen der byzantinischen Zeit.

Kultur im Freien und lokale Veranstaltungen

Das Museo diffuso delle Sculture in pietra leccese verwandelt die Straßen und Plätze Martanos in einen unter freiem Himmel verlaufenden Rundgang zur Kultur des lokalen Steins. Bei der jährlich stattfindenden Cortili Aperti werden Gassen, Plätze, Höfe und Innenhöfe mit Kirchen und Palästen für Besucher geöffnet. Zum Programm gehören Ausstellungen, Konzerte, künstlerische Darbietungen, kulinarische Wege und kulturelle Termine. Während La Notte della Taranta finden in Martanos Straßen und auf den Plätzen Auftritte von Gruppen mit Volksgesang und salentinischer Musik statt.

Auch die lokale Esskultur ist Teil des kulturellen Bildes: Die Sagra de la volìa cazzata ist der zerdrückten Olive gewidmet. Die unterirdische Ölmühle von Martano veranschaulicht eine andere Seite der Olivenkultur: Zur Herstellung des Öls nutzte sie ein Mahlbecken mit Mahlstein, Pressen und Absetzgruben. Wenn Sie Ihre Reise auf eine Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie vorab deren Termine; die überlieferten Bau- und Archäologiemerkmale bieten davon unabhängige Themen für die Beschäftigung mit Martano.

Verbindungen für die Reiseplanung

Der Hauptbahnhof von Martano bietet vor allem Verbindungen zu nahe gelegenen Städten, darunter Lecce, Gallipoli und Galatina, wichtige touristische Ziele des Salento. Wenn Sie eine Bahnfahrt einplanen, prüfen Sie den aktuellen Fahrplan vor Ihrer Reise, da sich Verbindungen ändern können. Für die Wahl eines Hotels in Martano können Sie außerdem überlegen, ob historische Architektur, archäologische Zeugnisse oder ein bestimmtes Kulturereignis den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden soll.

Weitere Reiseziele entdecken: Santa Caterina, Borgagne, Sogliano Cavour, Matino, Racale, Seclì, Torre Specchia Ruggeri, Taviano

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lecce.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.