Saint-Nazaire-Les-Eymes: Manival und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Saint-Nazaire-Les-Eymes
Wenn Sie Saint-Nazaire-Les-Eymes als Ziel für Ihren Hotelaufenthalt abwägen, geben Landschaft, Wege und Ortsgeschichte konkrete Anhaltspunkte. Im Mittelpunkt stehen die Landschaft am Manival und historische Spuren, von den Kirchen bis zur Landwirtschaft.
Manival und die Landschaft der Chartreuse
Der Schwemmkegel des Manival zählt zu den größten Europas. Auf ihm am Osthang des Chartreuse-Massivs liegt der Gemeindewald von Saint-Nazaire-Les-Eymes, der 99,16 ha umfasst. Am Hügel des Weilers Ratz zeigt sich eine weitere geologische Spur: Dort hinterließ der Isère-Gletscher vor etwa 15.000 Jahren eine Moräne.
Die Gorges du Manival erstrecken sich über sechs Gemeinden. Ihre nach Süden ausgerichteten Hänge verbinden feuchte und trockene Bedingungen und bieten Lebensraum für Orchideen und mediterrane Pflanzen. In Saint-Nazaire-Les-Eymes sind die Gorges du Manival als ZNIEFF des Typs I ausgewiesen. Auch die Zone humide des Cloyères reicht teilweise in die Gemeinde hinein; sie umfasst insgesamt mehr als 600 ha und schließt ehemalige Kiesgruben sowie Reste von Auwald ein. Ein weiterer Naturraum ist Le Moulin: Das Gebiet ist als ZNIEFF des Typs I ausgewiesen und umfasst sumpfige Gehölze und feuchte Wiesen.
Wege und Orientierung
Saint-Nazaire-Les-Eymes gehört zum Parc naturel régional de la Chartreuse. Wege der Gemeinde sind im Plan Départemental d’Itinéraires de Promenades et de Randonnées (PDIPR) verzeichnet. Der Lehrpfad am Manival wurde 2010 entlang der Ufer des Wildbachs angelegt. Informationstafeln erläutern seine Geschichte und Funktionsweise sowie die Arbeiten, die seinen Verlauf geprägt haben.
Die Manival-Promenade führt von einem Parkplatz am Ende des Weges in Richtung ONF bis zu einer Waldhütte auf 870 m Höhe. Eine Radrundfahrt zum Col du Coq beginnt ebenfalls in Saint-Nazaire-Les-Eymes. Für die Straßenorientierung ist die Départementsstraße RD30 ein weiterer Bezugspunkt: Von Saint-Nazaire-Les-Eymes führt sie über den Col du Coq als wichtiger Zugang zum Plateau des Petites-Roches und zur Gemeinde Saint-Pierre-de-Chartreuse. So ist der Pass sowohl mit einer beginnenden Radrundfahrt als auch mit dieser regionalen Straßenverbindung verbunden.
Kirchen und Baugeschichte
Die Kirche am Place de l’Église wurde 1835 in ihrer heutigen Form wiederaufgebaut und Anfang 1836 gesegnet. In Clèmes reicht die überlieferte Geschichte der Kirche weiter zurück: Sie wird in den Kartularien von Saint-Hugues aus dem 12. Jahrhundert erwähnt. Nach der Französischen Revolution wurde sie in ein Privathaus umgewandelt.
Zum baulichen Erbe gehört auch das Château des Eymes, das Château Villeroy genannt wird. Es liegt auf einem von Mauern umgebenen Anwesen mit landwirtschaftlichen Nebengebäuden, einem französischen Garten, einem englischen Garten und einem kleinen Wald. Die beiden Namen bezeichnen dasselbe Anwesen; die verschiedenen Gartenformen und Nebengebäude gehören zu seiner beschriebenen Anlage.
Weinbau und regionale Agrargeografie
Die Böden und die Lage des Schwemmkegels des Manival begünstigen dort seit dem Mittelalter den Weinbau. Saint-Nazaire-Les-Eymes liegt außerdem im geografischen Gebiet der AOC und AOP Noix de Grenoble. Das sind unterschiedliche Aspekte der Agrargeografie: eine seit dem Mittelalter begünstigte Weinbauentwicklung am Schwemmkegel und die Zugehörigkeit der Gemeinde zu einem geografischen Appellationsgebiet für Walnüsse.
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