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Villemoirieu zwischen Kulturerbe und Natur

Unterkünfte in Villemoirieu

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Villemoirieu verbindet historische Bauwerke, unterschiedliche Landschaften und lokale Festtraditionen. Mehrere Maison fortes und Kirchen erzählen von verschiedenen Bauzeiten und Veränderungen; das Marais de la Besseye steht für ein anderes Gesicht des Ortes. Wenn Sie Villemoirieu als Reiseziel auswählen, können Sie sich daran orientieren, ob Baugeschichte, Natur oder Veranstaltungen für Ihren Aufenthalt besonders wichtig sind.

Landschaft und Marais de la Besseye

Das Marais de la Besseye ist vom Département Isère als Espace Naturel Sensible ausgewiesen und umfasst 35 Hektar. Zu seinen Lebensräumen gehören Schilfröhrichte, Cladia-Bestände, Erlenwälder, Feuchtgebiete und trockene Wiesen. Das Gebiet bietet Amphibien sowie gefährdeten Feuchtgebietspflanzen Lebensraum. Die Vielfalt reicht damit von nassen Bereichen bis zu trockenen Wiesen und macht das Moor zu einem konkreten Naturthema für einen Aufenthalt in Villemoirieu.

Auch die Landschaften aus Ebenen und Hügeln eignen sich für Spaziergänge und Wanderungen. Das beschreibt die Landschaft des Ortes insgesamt; das Marais de la Besseye ist dagegen ein benanntes Naturgebiet mit ausgewiesenen Lebensräumen. Wenn Sie Natur und Bewegung in Ihre Reiseentscheidung einbeziehen, finden Sie hier sowohl den landschaftlichen Rahmen als auch ein Gebiet mit genauer benannten Feucht- und Trockenbiotopen.

Baugeschichte von der Maison forte bis zur Kirche

Die Maison forte de Mallin wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts von der Familie Fayer erbaut. Zu ihrer Bauform gehören ein quadratischer, viergeschossiger Bergfried mit Zeltdach und eine ebenfalls viergeschossige offene Galerie, die ihn mit dem Hauptgebäude verbindet. Die Galerie hat ein Pultdach. So unterscheiden sich die beiden Dächer, während die Galerie Bergfried und Hauptgebäude miteinander verbindet.

Die Maison forte de Bienassis wurde von der Familie de Vallin gegen Ende des 14. oder zu Beginn des 15. Jahrhunderts erbaut. Ihr heutiges Erscheinungsbild geht auf Arbeiten aus dem Jahr 1897 zurück: Casimir Gournet wollte dem ehemaligen feudalen Wohnsitz das Aussehen einer mittelalterlichen Festung geben. Baugeschichte und spätere Gestaltung gehören hier zu unterschiedlichen Zeitabschnitten. Auch Alphonse de Lamartine hielt sich zwischen 1804 und 1808 mehrmals in der Maison forte de Bienassis auf.

Die Maison forte de Beptenoud ist seit 1332 urkundlich erwähnt; ihre Errichtung scheint in das 14. Jahrhundert zu fallen. Die vorsichtige Datierung der Bauzeit ist dabei von der früheren urkundlichen Erwähnung zu unterscheiden. Solche zeitlichen Unterschiede geben den historischen Bauwerken in Villemoirieu jeweils ein eigenes Profil.

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Die Kirche Saint-Jean-Baptiste ist seit 1172 urkundlich erwähnt. Die heutige Kirche wurde 1837 mit einer kassettengedeckten Decke über dem Langhaus wiederaufgebaut. Ein weiterer Wiederaufbau folgte 1890; dabei blieben Fundamentbereiche des alten Glockenturms erhalten. Bei der Kirche Saint-Maurice stehen dagegen die romanischen Architekturmerkmale im Vordergrund: ein einschiffiges Langhaus, ein kleiner Chor mit Dachreiter in Form eines Glockengiebels und ein Portal mit einem auf profilierten Kragsteinen ruhenden Türsturz.

Die Chapelle de Moirieu war eine Pfarrkapelle und liegt am Rand der Straße nach Moras. Ihr Innenraum wurde 2020 restauriert. In Beptenoud ist die ehemalige Pfarrkirche Saint-Maurice heute eine Kapelle. Diese unterschiedlichen Funktionen und Baugeschichten ergänzen die größeren Maison fortes um weitere Stationen im religiösen Erbe der Gemeinde.

Gemeindebacköfen, Feste und Mineralogica

Bei Spaziergängen durch das Dorf können Sie mehrere Gemeindebacköfen entdecken: Le Marais, Beptenoud, Mallin, Les Granges und Moirieu. Heute werden sie für Feste angeheizt, die von Vereinen der Gemeinde organisiert werden. Zu den jährlichen Veranstaltungen gehört die Fête des Fours zu Beginn des Sommers; die genauen Termine variieren. Bei „Courir à Villemoirieu“ gehört der Verkauf von Foyesses und Brot ebenfalls zu den jährlichen Veranstaltungen. Termine und Angebot können sich unterscheiden, daher lohnt es sich, die aktuellen Veranstaltungsdaten vor der Planung zu prüfen.

Ein weiteres Kulturthema ist Mineralogica – Le musée des minéraux, ein privates Museum in Villemoirieu. Es befindet sich im Château de Montiracle, einer ehemaligen Templerkommende. Die Sammlung umfasst mehr als 2.500 Mineralproben und 200 damit verbundene Objekte. Sie ist auf etwa 30 Vitrinen in vier Sälen verteilt. Da sich der Sammlungsbestand weiterentwickeln kann und Besuchsbedingungen variieren können, prüfen Sie für einen konkreten Besuch vorab die aktuellen Informationen.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Laurent-Du-Pont, Saint-Martin-Le-Vinoux, La Salette-Fallavaux, Jarrie, La Mure, Seyssinet-Pariset, Ruy, Valbonnais.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Isere.

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