Berneville: Kirchenbaugeschichte und Wanderwege
Unterkünfte in Berneville
In Berneville stehen kulturgeschichtliche Bauwerke und zwei markierte Wanderwege als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander. Die Église Saint-Géry und die Chapelle de la Vierge geben konkrete Anhaltspunkte für Ortsgeschichte und Sakralarchitektur; die Routen lassen sich anhand ihrer Länge und ungefähren Dauer unterscheiden. Für Ihre Planung können Sie zuerst entscheiden, ob Sie den historischen Bauwerken oder einer bestimmten Wanderzeit mehr Raum geben möchten.
Kirchen und historische Spuren
Die Église Saint-Géry wurde 1763 erbaut. Ihre weiße Grabtafel aus Marmor ist von schwarzem Holz eingefasst und trägt eine lange Inschrift, die der Familie Truffier gewidmet ist. Die Familie war früher Pächter der Abtei Saint-Vaast. An diesem Detail treffen Material, Inschrift und Ortsgeschichte aufeinander: Die Tafel ist nicht nur durch ihre Gestaltung, sondern auch durch die Widmung mit Bernevilles Vergangenheit verbunden. Die Glocke der Kirche bringt eine weitere Zeitangabe ins Spiel. Sie wurde 1737 gesegnet; eine Inschrift nennt ihre Paten und den damaligen Pfarrer. So lassen sich zwei unterschiedliche historische Hinweise nebeneinanderhalten: das Segnungsjahr der Glocke und das Baujahr der Kirche.
Bei der Chapelle de la Vierge ist die Bauchronologie zweistufig: Sie wurde im 18. Jahrhundert errichtet und 1814 neu erbaut. Ihr geschweifter Giebel besitzt Voluten – spiralartig geschwungene Formen – sowie eine kleine Nische. Im Inneren befinden sich ein kleiner Altar mit Retabel und Statuen der Jungfrau Maria und der heiligen Thérèse. Bauphasen, Giebelform und benannte Ausstattung bieten damit andere Anknüpfungspunkte als die Glocke und Grabtafel von Saint-Géry.
Eine weitere architektonische Spur ist die Tourelle rechts des Tors des ehemaligen Priorats von Saint-Vaast. Sie diente früher als Treppe zu den Konventsgebäuden. Auch die Ortsgeschichte reicht weit zurück: 653 übergab der merowingische König Thierry III. das Land von Berneville an die Abtei Saint-Vaast, die es bis 1790 behielt. Zusammen mit der Widmung an die Familie Truffier zeigt dieser Bezug zur Abtei ein wiederkehrendes historisches Thema.
Zwei Wanderwege, unterschiedliche Zeitplanung
Der Sentier des Tourelles beginnt am Festsaal in Berneville. Er ist 6 km lang, gelb markiert und mit einer Dauer von etwa 1 Stunde und 30 Minuten angegeben. Ein am 27. Januar 2022 veröffentlichter Routeneintrag nennt diese Angaben. Der Sentier du Bout du Monde ist 9 km lang und dauert etwa 2 Stunden und 15 Minuten. Als Startpunkte gelten die Kirche von Simencourt oder der Festsaal in Berneville; auch dieser Weg ist gelb markiert. Die Routenbeschreibung wurde 2022 veröffentlicht. Prüfen Sie vor dem Losgehen die örtlichen Bedingungen.
Für den zeitlichen Vergleich liegen die ungefähren Dauern rund 45 Minuten auseinander; der längere Weg umfasst außerdem 3 km mehr. So können Sie den jeweiligen Zeitbedarf in Ihre Reiseplanung einordnen. Beide Wege sind gelb markiert, unterscheiden sich aber in Streckenlänge, ungefährem Zeitaufwand und den genannten Startpunkten.
Weitere Reiseziele entdecken: Hesmond, Hucqueliers, Beussent, Fiennes, Saint-Josse, Sorrus, Courrières, Bouvelinghem.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pas-De-Calais.