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Sars-Poteries: Glas, Keramik und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Sars-Poteries

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sars-Poteries ist durch seine Glas- und Keramikgeschichte geprägt. Das MusVerre, die Moulin à Eau Delmotte und S'Art & Poteries stehen für unterschiedliche Seiten dieses kulturellen Profils: Glasobjekte aus handwerklicher und künstlerischer Produktion, ein erhaltenes Mühlenwerk und lokale Keramikkunst. Hinzu kommen mit La Pierre de Dessus-Bise und der Église Saint-Pierre-Saint-Paul zwei konkrete Ortszeugnisse. Zusammen ergeben sie einen kulturgeschichtlichen Blick auf Sars-Poteries, der Sammlungen, technische Geschichte und einzelne Wahrzeichen unterscheidet.

Glasgeschichte und Sammlungen

Die Dauerausstellung des MusVerre umfasst die sogenannten „Bousillés“: Glasarbeiten, die die Glasarbeiter von Sars-Poteries während ihrer Arbeitspausen anfertigten. Der Bezug zum Arbeitsalltag unterscheidet diese Objekte von den Werken der zeitgenössischen Sammlung. Deren Geschichte begann mit 123 Arbeiten, die Künstler beim ersten Internationalen Symposium für zeitgenössisches Glas 1982 in Sars-Poteries stifteten. Damit stehen im MusVerre sowohl Glasarbeiten aus dem Umfeld der örtlichen Glashütten als auch eine Sammlung mit einem klaren Bezug zur zeitgenössischen Kunst nebeneinander.

Das MusVerre bewahrt außerdem mehr als 1.300 teilindustrielle Glasobjekte aus den Verreries de Sars-Poteries. Diese Glashütten waren von 1801 bis 1937 in Betrieb. Die Sammlungszahl und der Betriebszeitraum beleuchten unterschiedliche Aspekte der Glasgeschichte: den Umfang der bewahrten Objekte und die Zeit, in der die Glashütten arbeiteten. Wer sich für das Thema interessiert, findet so mehrere Anknüpfungspunkte – von den „Bousillés“ aus den Arbeitspausen bis zu den gestifteten Werken des Symposiums.

Keramikkunst und Mühlenwerk

Eine andere künstlerische Tradition zeigt S'Art & Poteries. Die Sammlung umfasst mehr als 1.000 erfasste Stücke, die überwiegend aus Spenden stammen. S'Art & Poteries fördert lokale historische und zeitgenössische Keramikkunst durch Veranstaltungen und Ausstellungen. Im Vergleich zum Schwerpunkt des MusVerre steht hier Keramik statt Glas im Vordergrund. Wenn Sie die Veranstaltungen oder Ausstellungen in Ihre Planung einbeziehen möchten, prüfen Sie die Termine vorab, da sich die Zeitpläne ändern können.

Die Moulin à Eau Delmotte ist als Museum und Besucherziel unter der Adresse 13 Rue de Dimont, 59216 Sars-Poteries, ausgewiesen. Ihr vollständiges Mühlenwerk ist erhalten; das hydraulische Werk treibt drei Paar Mühlsteine an. Diese beiden Details geben einen konkreten Eindruck vom Umfang der Anlage: Nicht nur einzelne Mühlsteine, sondern das vollständige Werk ist erhalten, und die Kraftübertragung ist mit drei Paaren verbunden. Prüfen Sie vor einem Besuch die Öffnungszeiten.

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Ortszeugnisse und regionale Orientierung

Auf der Place du Vieux-Marché steht La Pierre de Dessus-Bise, ein konischer Monolith aus landänischem Sandstein. Er ist 1,5 Meter hoch und an der Basis 2,8 Meter breit. La Pierre de Dessus-Bise wird vermutlich als Menhir aus gallischer Zeit angesehen; diese Einordnung bleibt also eine mögliche Deutung. Einer örtlichen folkloristischen Überlieferung zufolge werden unfruchtbare Frauen, die sich auf den Stein setzen, fruchtbar. Die Erzählung gehört zur lokalen Folklore.

Auch die Église Saint-Pierre-Saint-Paul bietet konkrete Bezugspunkte zur Ortsgeschichte. Sie stammt aus dem Jahr 1877. Zu ihr gehören ein Kirchenschiff, eine Kanzel, ein Taufbecken und ein Altarrelief. Zusammen mit dem Monolithen ergibt sich ein anderer Blick auf Sars-Poteries als über die Sammlungen: Hier stehen ein einzelnes örtliches Wahrzeichen und die beschriebenen Bestandteile der Kirche im Mittelpunkt.

Für die regionale Orientierung gibt es in Sars-Poteries drei Zugänge zur Voie Verte de l'Avesnois: an der Rue de Dimont, der Rue du Général Leclerc und der Rue Scalier. Die lokale Lage dieser Zugänge lässt sich so von der größeren Strecke unterscheiden. Die Voie Verte nutzt auf etwa 30 Kilometern eine ehemalige Eisenbahnstrecke zwischen Maubeuge und Fourmies; diese Strecke wurde 1885 eröffnet. Die ungefähre Länge beschreibt den regionalen Verlauf, während die drei Straßennamen die Zugänge im Ort benennen. Prüfen Sie die Beschilderung vor Ort, da Arbeiten oder Änderungen der Beschilderung die Zugangsangaben beeinflussen können.

Weitere Reiseziele entdecken: Caudry, Lannoy, Godewaersvelde, Ghyvelde, Dourlers, Condé-sur-l'Escaut, Wambrechies, Bierne.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nord.

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