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Illhaeusern: Fischergeschichte und Natur an der Ill

Unterkünfte in Illhaeusern

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Illhaeusern verbindet seine Geschichte als Fischerdorf mit dem Zusammenfluss von Ill und Fecht sowie mit Naturbezügen an der Ill. Die Flüsse gehören sowohl zur Entstehung des Ortes als auch zur Geschichte der Fischer und Schiffer. Für Ihre Reiseplanung lassen sich drei Themen unterscheiden: die frühere Nutzung des Wassers, die Pfarrkirche und der Naturraum am Fluss. Zusammen eröffnen sie verschiedene Perspektiven auf Illhaeusern: Ortsgeschichte, kirchliche Architektur und die Rücksichtnahme auf empfindliche Naturbereiche.

Fischerdorf und Schifffahrt

Im 15. Jahrhundert ließen sich Fischer am Zusammenfluss von Ill und Fecht nieder; aus dieser Ansiedlung entstand Illhaeusern als Fischerdorf. Die Schiffer aus Illhaeusern transportierten unter anderem Wein und Getreide nach Straßburg. Damit kommen zwei unterschiedliche Seiten der Flussgeschichte in den Blick: Die Niederlassung der Fischer erklärt die Entstehung des Dorfes, während die Warenbeförderung nach Straßburg die Schifffahrt einordnet. Beide Aspekte gehören zur Ortsgeschichte, bezeichnen aber nicht dieselbe Tätigkeit. Auch Bootsfahrten sollen die Erinnerung an Fischerei und Schifffahrt wachhalten. So stehen neben der Siedlungsgeschichte sowohl der frühere Warenverkehr als auch die Erinnerung an die Berufe der Fischer und Schiffer.

Kirche zwischen Ortsgeschichte und Gestaltung

Die Église paroissiale Saint-Pierre-et-Saint-Paul wurde 1958 neu errichtet, nachdem die Vorgängerkirche bei den Bombardierungen im Januar 1945 zerstört worden war. Am Turm befindet sich ein schmiedeeiserner Fisch, der an die Fischer und Schiffer erinnert, die das Dorf gründeten. Die Kirche besitzt außerdem ein nichtgegenständliches Ensemble von Glasfenstern, das ein außergewöhnliches Lichtspiel erzeugt. Fisch am Turm und Glasfenster setzen unterschiedliche Akzente: Das eine Detail knüpft an die Gründungsgeschichte an, das andere an die Wirkung des Lichts. Damit verbindet die Kirche einen historischen Bezug zu den Berufen der Dorfgründer mit einer eigenständigen architektonischen Gestaltung.

Ill und Naturschutz

Der Abschnitt der Ill zwischen Maison Rouge und Illhaeusern liegt im Natura-2000-Gebiet „Ried de Colmar à Sélestat“. Entlang dieses von Wassersportlern genutzten Abschnitts gibt es auf Kiesufern und Kiesinseln potenzielle Brutplätze des geschützten Flussregenpfeifers. Der Schutzgebietsstatus und die möglichen Brutplätze geben unterschiedliche Hinweise auf den Flussraum: Der eine ordnet den Abschnitt ein, die anderen betreffen bestimmte Bereiche an seinen Ufern. Während der Brutzeit von März bis Juli sollen Sie empfindliche Brutbereiche meiden und Lärm sowie Aktivitäten in diesem Naturraum begrenzen.

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Ein weiterer Bezug zum Wasser ist die Kanuroute, die nach Illhaeusern in das freiwillige Naturschutzgebiet der Stadt Sélestat im Illwald führt. So stehen zwei verschieden verortete Naturbezüge nebeneinander: der Natura-2000-Abschnitt der Ill zwischen Maison Rouge und Illhaeusern sowie das Ziel der Kanuroute im Illwald. Bei einem Vergleich ist die Unterscheidung hilfreich: Der eine Bezug nennt einen bestimmten Flussabschnitt und dessen Schutzgebietsstatus, der andere eine Route mit einem Naturschutzgebiet als Ziel. Zusammen zeigen diese Beispiele, wie sich die Naturthemen rund um Illhaeusern über Flusslandschaft, sensible Brutbereiche und eine Kanuroute erschließen lassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Horbourg-Wihr, Battenheim, Soultzbach-Les-Bains, Flaxlanden, Levoncourt, Metzeral, Riquewihr und Illfurth.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.

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