Bollwiller entdecken: Schlossgeschichte und Rundwege
Unterkünfte in Bollwiller
In Bollwiller können Sie Ihren Aufenthalt an zwei unterschiedlichen Interessen ausrichten: an der Orts- und Baugeschichte oder an den Wanderwegen. Die Bauwerke verweisen auf verschiedene Zeitschichten, während die Wanderwege als Rundwege angelegt sind. So lässt sich die Planung danach gliedern, ob Sie sich mit Architektur und Ortsentwicklung befassen oder eine Wanderung einplanen möchten.
Ortsgeschichte in mehreren Epochen
Die Geschichte Bollwillers reicht bis ins Jahr 728 zurück: Damals wurde der Ort erstmals unter dem Namen „Baltowiller“ erwähnt. Im 12. Jahrhundert ließ sich eine Adelsfamilie im Schloss nieder. Anschließend wurde Bollwiller zum Zentrum einer Herrschaft, die Feldkirch, Pulversheim, Réguisheim und einen Teil von Ungersheim umfasste. Der Ortsname und die spätere Herrschaft bilden zwei unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte: Die frühe Namensform ordnet Bollwiller zeitlich ein, die Herrschaftsgeschichte beschreibt die damalige Rolle des Ortes und den Umfang des zugehörigen Gebiets.
Das Château de Bollwiller
Das Château de Bollwiller ist ein Renaissanceschloss in der Ebene. Es bewahrt einen mittelalterlichen Eingangsturm, frühere Wassergräben, Kassettendecken und Reste einer Ausstattung aus dem 18. Jahrhundert. Diese Elemente lassen sich zeitlich voneinander unterscheiden: Die Bezeichnung Renaissanceschloss ordnet den Bau ein, der Turm gehört ins Mittelalter, und die Ausstattung verweist auf das 18. Jahrhundert. Kassettendecken sind Decken, deren Fläche in einzelne Felder gegliedert ist; der Begriff beschreibt ihre Gestaltung, nicht ihr Alter. Am 19. November 2007 wurde das Château als historisches Denkmal eingetragen. Die verschiedenen Merkmale geben Ihnen mehrere Ansatzpunkte, wenn Sie das Schloss architektonisch oder nach seinen historischen Schichten betrachten möchten.
Kirche Saint-Charles und Manoir d’Argenson
Auch die Kirche Saint-Charles und das Manoir d’Argenson bieten unterschiedliche historische Bezugspunkte. Saint-Charles stammt aus dem Jahr 1852, ihr Glockenturm aus dem Jahr 1861. Der Hochaltar wurde 1686 geschnitzt und ist damit älter als der Kirchenbau. Das Manoir d’Argenson wurde 1738 erbaut und 1992 renoviert. Bei Saint-Charles lassen sich so Bauwerk, Turm und Altar zeitlich unterscheiden; beim Manoir stehen Baujahr und spätere Renovierung in Beziehung. Die verschiedenen Daten zeigen, dass Bollwillers Ortsgeschichte nicht auf ein einzelnes Jahrhundert zu reduzieren ist.
Ausstellung und Rundwege
Die Société d’Histoire de Bollwiller veranstaltet fast jedes Jahr eine Ausstellung zu wechselnden Themen. Da sich die Themen ändern, erkundigen Sie sich vor Ihrer Reise nach den aktuellen Ausstellungsarrangements, wenn die Ausstellung für Ihre Planung wichtig ist.
Die Wanderwege in Bollwiller sind Rundwege und beginnen und enden am Parkplatz der MJC. Für die Planung ist das ein konkreter Vorteil der Streckenform: Ausgangs- und Rückkehrpunkt fallen zusammen, sodass Sie die Tour als Runde zum selben Parkplatz einplanen können. Prüfen Sie vor dem Start die örtliche Beschilderung. So behalten Sie den gemeinsamen Startpunkt und die lokale Wegweisung als zwei unterschiedliche Hinweise im Blick: Der erste hilft bei der groben Tagesplanung, die zweite betrifft die Orientierung auf dem Weg. Eine Wanderung lässt sich damit als eigener Schwerpunkt neben der Beschäftigung mit den historischen Bauwerken einplanen.
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