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Oblast Woronesch: Kreidelandschaften und Kulturerbe

Unterkünfte in Oblast Woronesch

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Im Museum-Reservat „Divnogorje“ treffen markante Kreideformen auf Zeugnisse menschlicher Geschichte. Die Oblast Woronesch bietet unterschiedliche Anlässe für eine Reise: Naturreservate, archäologische Orte, Museen und ein traditionsreiches Gestüt setzen eigene Schwerpunkte. Überlegen Sie bei der Planung, ob Sie mehr Zeit für Landschaft, Ausstellungen oder Kulturgeschichte einräumen möchten.

Kreidelandschaften und Wege im Naturraum

Das Museum-Reservat „Divnogorje“ ist für seine Kreidelandschaften bekannt: An steilen Hängen stehen ungewöhnlich geformte Kreidefelsen, dazu kommen große, kammartige Kreideschluchten. Der Divnogorskiy Canyon ist etwa einen Kilometer lang und bis zu 200 Meter breit. Auch die Höhlenkomplexe gehören zum Charakter des Ortes. Sechs kultische Höhlen und Höhlenkomplexe sind in das Kreidemassiv am rechten Ufer der Flüsse Tichaja Sosna und Don gehauen; sie erstrecken sich über etwa 8,5 Kilometer. Zum kulturellen Erbe des Reservats zählen außerdem steinzeitliche Siedlungsplätze und die Ruinen der mittelalterlichen Mayatskaya-Festung. In den „Paläolithischen Werkstätten“ des Museum-Reservats Divnogorje wird die Steinzeit nachgebildet; dort finden Workshops zur Herstellung von Steinwerkzeugen statt.

Zwei Höhlenkirchen machen die Kreide auch als Baugrund sichtbar. Die Kirche zu Ehren der Sizilianischen Ikone der Gottesmutter in Bolshiye Divy ist in den Sockel eines Kreidefelsens gehauen. Ihre zwei Ebenen sind durch einen Treppenübergang verbunden. Der Fußweg zur Höhlenkirche der Geburt Johannes des Täufers in Malye Divy führt über das Gelände des Museum-Reservats und dauert 30 bis 40 Minuten. Der Zugang zur Kirche erfolgt nach Vereinbarung mit dem Pilgerdienst des Klosters.

Das Chopyor-Naturreservat erstreckt sich über die Verwaltungsbezirke Nowochoperski, Poworinski und Gribanowski. Für die Zeitplanung lassen sich zwei Touren anhand ihrer angegebenen Länge und Dauer vergleichen: Die Wanderexkursion „Legendy Khopra“ umfasst 5 Kilometer und dauert drei Stunden; während des Frühjahrshochwassers ist sie geschlossen. Die Radtour „Tur de Khopyor“ ist 26 Kilometer lang und dauert vier Stunden. Zwischen den Zeitangaben liegt eine Stunde, zwischen den Streckenlängen 21 Kilometer.

Ein anderer Blick auf das Reservat eröffnet sein Naturmuseum. In zwei Sälen geht es um die Tierwelt und ihre Lebensräume: Zu den Ausstellungsthemen gehören Biber, Russischer Desman, wasserbewohnende und räuberische Vögel, Wildschweine, Elche, Damhirsche und Rothirsche. Eine große Reliefkarte des Reservats gehört ebenfalls zur Ausstellung. Wenn Sie das Museum einplanen, prüfen Sie vor der Reise die Besuchsarrangements.

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Archäologie, Gestüt und Handwerk

Im Museum-Reservat „Kostenki“ überdeckt das Gebäude des Archäologiemuseums vollständig eine steinzeitliche Siedlungsstätte. Der räumliche Rahmen des Reservats umfasst 9 Hektar und 25 Schutzzonen mit etwa 60 Fundstätten des Jungpaläolithikums. Das Reservat umfasst 9 Hektar sowie 25 Schutzzonen mit etwa 60 Fundstätten des Jungpaläolithikums.

Im Südosten der Oblast liegt das Chrenowsker Gestüt, das als Ursprungsort des Orlow-Trabers und als ältestes Gestüt Russlands gilt. Graf Alexei Grigorjewitsch Orlow-Tschesmenski gründete es am 24. Oktober 1776. Bei einem Besuch gehören die alten Stallungen und modernen Pferdeboxen ebenso zum Erlebnis wie die Möglichkeit, Orlow-Traber zu sehen. Führungen finden täglich statt, müssen aber vorher vereinbart werden; stimmen Sie die Arrangements vor der Anreise mit dem Betreiber ab. Das Pferdezuchtmuseum zeigt alte Zuchtbücher und den Stammbaum der Orlow-Traberrasse. Zu den Exponaten zählen außerdem Pferdedecken sowie Pokale und Medaillen, die Pferde des Gestüts auf Rennbahnen in Russland und im Ausland gewonnen haben.

Weitere Museen setzen eigene Akzente bei Handwerk und regionaler Kultur. Im Filzstiefelmuseum in Bobrow stehen Methoden und Werkzeuge des handwerklichen Filzens sowie die Herstellungsschritte von Filzschuhen im Mittelpunkt; ein zweiter Saal behandelt historische Informationen über Filzschuhe in der Rus. Im Museum für Volkskunst und Kunsthandwerk „Mastera“ in Chochol zeigt der Teppichsaal Arbeiten der Volkskünstlerin und erblichen Teppichweberin M. Gladnewa und ihrer Schülerinnen. Das Dmitri-Wenewitinow-Museumsgut in Nowoschiwotinnoye wiederum umfasst Wohn-, Wirtschafts- und Parkgebäude aus dem 17. bis frühen 20. Jahrhundert. Damit reicht das Spektrum von archäologischen Fundstätten und Gestütsgeschichte bis zu handwerklichen Techniken und einem historischen Gebäudekomplex.

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