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Mqabba: Kirchen und Kulturerbe

Unterkünfte in Mqabba

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Mqabba lässt sich anhand konkreter historischer Zeugnisse kennenlernen: Kirchen, Kapellen, ein Turm, Katakomben und ein mittelalterlicher Steinweg erzählen von verschiedenen Seiten des Ortes. Religiöse Baugeschichte steht dabei neben früheren Grab- und Wegnutzungen. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich so unterschiedliche Schwerpunkte: Sie können sich etwa für Kirchenarchitektur, archäologische Details oder die Geschichte örtlicher Andachtsorte interessieren.

Kirchen und historische Bauten

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde zwischen 1699 und dem 20. Mai 1774 erbaut. Eine andere Baugeschichte hat die St.-Basil-Kirche: Sie zählt zu den 30 mittelalterlichen Kirchen auf den Maltesischen Inseln und ist dort die einzige Kirche, die dem heiligen Basilius geweiht ist. Sie wurde dreimal erweitert; die erste Erweiterung erfolgte 1486, die letzte 1515. Die Kirche Our Lady of Sorrows entstand 1500 und war ursprünglich Mariä Himmelfahrt geweiht.

Auch kleinere Bauten ergänzen das Bild. Die St.-Catherine-Kapelle steht gegenüber der Pfarrkirche. Die St.-Michael-Kapelle wurde ursprünglich 1550 errichtet und 1669 wiederaufgebaut. Der Vinċenti Tower kam 1726 hinzu: Prior Orfeo de Vincenzo ließ ihn während der Herrschaft des Malteserordens in Malta errichten. Die unterschiedlichen Daten und Bauformen machen deutlich, dass Mqabbas religiöse und historische Zeugnisse aus mehreren Jahrhunderten stammen.

Ta’ Mintna Catacombs

Die Ta’ Mintna Catacombs bestehen aus drei Hypogäen, die zunächst eigenständige Grabkomplexe waren. Später wurden sie miteinander verbunden und als Brunnen genutzt. Im zentralen Hypogäum befindet sich ein außergewöhnlich gut erhaltenes Triklinium. Dabei handelt es sich um einen in den Fels gehauenen Tisch für Gedenkmahle. Zwei Reihen dreieckiger Lampennischen blicken auf diesen Tisch. An der Anlage lassen sich somit sowohl ihre frühere Funktion als Grabstätte als auch eine spätere Nutzung als Brunnen nachvollziehen.

Matla Wall: ein früherer Weg durch die Felder

Die Matla Wall ist ein mittelalterlicher, erhöht verlaufender Steinweg, dessen Steine ohne Mörtelfugen gesetzt wurden. Sie war etwa einen Kilometer lang und einen Meter breit und begann im Zentrum von Mqabba. Von diesem Weg ist nur ein kleiner Teil erhalten. Besonders in den regnerischen Wintermonaten diente er als bevorzugte trockene Route über Felder, die von Überschwemmungen bedroht waren. Länge und Breite beschreiben die historischen Maße; die überlieferte Bedeutung der Matla Wall liegt vor allem in ihrer Rolle als trockener Weg durch diese Landschaft.

Straßenschreine und religiöse Erinnerung

An der Triq il-Parroċċa befinden sich zwei Straßenschreine mit unterschiedlichen Bezügen. Der Schrein Assumption of Our Lady zeigt eine Statue der Aufnahme Mariens in den Himmel mit Engeln. Eine Gedenktafel darunter trägt das Datum 1878. Als Ort der Andacht wurde der Schrein insbesondere während und nach dem Ersten Weltkrieg beschrieben.

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Der Straßenschrein des Erzengels Michael liegt ebenfalls an der Triq il-Parroċċa, die früher Triq id-Duluri hieß. In den schwierigen Zeiten der 1850er Jahre diente er Reisenden auf dem Weg nach Siġġiewi und Haż Żebbuġ als Ort für Gebete um Schutz. Eine Tafel nahe dem Schrein weist darauf hin, dass Bischof Buhagiar 1888 Ablässe gewährte. Diese Angaben geben den Schreinen einen eigenen historischen Zusammenhang: Sie waren nicht nur religiöse Zeichen im Ortsbild, sondern auch mit Gebeten und Reisewegen verbunden.

Ortsleben und Reiseplanung

Das liturgische Fest Our Lady of Sorrows wird am 15. September mit einer Messe auf dem Platz vor der Kirche gefeiert; die konkreten Abläufe können variieren. Auch die Dorffeste gehören zum wiederkehrenden Jahreslauf: Dabei werden Jahr für Jahr Feuerwerke veranstaltet, die als besonders publikumswirksam gelten. Die genauen Festtermine sind nicht festgelegt.

Zum örtlichen Charakter gehört auch der Globigerinenkalk, auf Maltesisch ġebla tal-franka: Der größte Teil des auf Malta vorkommenden Gesteins befindet sich in Mqabba. Für Ihre Anreiseplanung kann außerdem eine Linienübersicht hilfreich sein. Stand 4. September 2026 führt Malta Public Transport die Route 117 unter den Flughafenlinien zusammen mit Mqabba auf. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan, da sich Linien ändern können.

Weitere Reiseziele entdecken: Floriana, Gozo, San Lawrenz, Marsaskala, Kercem, Ghanjsielem, Għargħur, Sannat.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Malta.

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