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Għargħur: Höhlen, Kapellen und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Għargħur

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Għargħur lässt sich über konkrete Zeugnisse seiner Ortsgeschichte kennenlernen: Die Höhlen von San Brincat verweisen auf frühere Wohn- und Kultnutzung, während Kapellen, Pfarrkirche und Bildstöcke unterschiedliche religiöse und künstlerische Stationen bilden. Am Rand des Ortes liegt mit Wied Anġlu ein Tal, an dem ein Abschnitt der Victoria Lines verläuft. Ortsgeschichte und Landschaft eröffnen damit zwei unterschiedliche Blickwinkel auf den Ort.

Höhlen und historische Sakralbauten

Die Höhlen von San Brincat liegen in der Great-Fault-Klippe. Sie wurden als Wohnstätten genutzt; die größere diente außerdem als Kultstätte. In den Stein der kleineren Höhle ist die Jahreszahl 1454 eingemeißelt. So treten unterschiedliche Details hervor: die Wohnnutzung der Höhlen, die zusätzliche Kultfunktion der größeren und die Inschrift in der kleineren.

Die Ursprünge der Kapelle St John the Baptist reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. 1675 wurde sie wiederaufgebaut und für den Gottesdienst wiedereröffnet. Die Pfarrkirche von Għargħur wurde 1736 feierlich geweiht. Die Jahreszahlen betreffen verschiedene Stationen und Bauwerke: 1675 steht für Wiederaufbau und Wiedereröffnung der Kapelle, 1736 für die Weihe der Pfarrkirche.

Die Statue des heiligen Bartholomäus in der Pfarrkirche von Għargħur hat eine eigene Entstehungsgeschichte. Melchoir Gafa schnitzte sie 1666 in Rom aus einem Baumstamm; Francesco Zahra vollendete sie später in Malta. 1772 wurde sie nach Għargħur gebracht. Schnitzarbeit, Vollendung und Ankunft bilden so drei zeitlich und örtlich unterschiedliche Stationen.

Nischen und Bildstöcke

Die Saint Bartholomew-Nische befindet sich auf Misraħ il-Knisja am Ende der Triq Mons. Luigi Catania. Sie ist in ein Privathaus aus dem 18. Jahrhundert auf dem Hauptplatz des Ortes eingebaut. Über ihr scheint eine Inschrift die Jahreszahl 1876 zu tragen; das genaue Baudatum bleibt jedoch ungewiss.

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Mehrere Bildstöcke in Ħal Għargħur sind dem heiligen Paulus gewidmet. Der bemerkenswerteste steht auf Misraħ il-Knisja am Ende der Triq Mons Luigi Catania und ist mit barocken Details verziert. Die beiden Erinnerungszeichen unterscheiden sich in ihren Merkmalen: Die Nische ist in ein Privathaus eingebaut, der Paulus-Bildstock weist barocke Details auf.

Wied Anġlu und die Victoria Lines

Għargħur bewahrt eine natürliche Abgrenzung, die den Ort von den umliegenden Ortschaften unterscheidet. Wied Anġlu ist ein Tal am Rand von Ħal Għargħur, an dem ein Abschnitt der Victoria Lines verläuft. Die britischen Streitkräfte errichteten die Victoria Lines in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In Għargħur errichtete die Armee außerdem einen hohen Turm, der als Semaphore-Station genutzt werden sollte.

Im Gebiet Anġlu Crack in Wied Anġlu gibt es traditionelle Kletterrouten sowie zwei Sportkletterrouten. Prüfen Sie vor dem Klettern die Routenbedingungen und die Ausrüstung. Ein Kletterführer von 2018 beschreibt den Zugang über einen Pfad vom Parkplatz hinunter zu den Befestigungsanlagen der Victoria Lines. Prüfen Sie diese Wegangabe lokal, bevor Sie sich darauf verlassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Rabat, Ħal Għaxaq, San Lawrenz, Ta' Xbiex, St. Julians, Marsaskala, Munxar, Nadur.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Malta.

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