Niederkartlien: Naturwege und historische Orte
Unterkünfte in Niederkartlien
In Niederkartlien treffen Naturziele auf Orte mit archäologischer, architektonischer und kirchengeschichtlicher Bedeutung. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, die unterschiedlichen Schwerpunkte zu betrachten: Zu den Naturthemen zählen der „Royal Ridge“-Weg und der Algeti-Nationalpark; archäologische Funde prägen Samshvilde und Dmanisi, während Bolnisi und Manglisi Bau- und Ausstellungsthemen bieten. So können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie vor allem Wege und Landschaft oder die Geschichte einzelner Orte erkunden möchten.
Rundroute und Naturziele
Der markierte „Royal Ridge“-Weg ist eine 16 Kilometer lange Rundroute mit Start und Ziel in Manglisi. Von dort führt sie über Martalkhevi mit einem Picknickplatz zum Dorf Didi Namtvriani; der Rückweg nach Manglisi verläuft über den „Royal Ridge“. Die Abfolge aus Startort, Zwischenstation und Rückkehr macht den Streckenverlauf nachvollziehbar. Bei der Planung können Sie deshalb sowohl die Gesamtlänge als auch die genannten Stationen berücksichtigen.
Im Algeti-Nationalpark gibt es fünf Ökotourismus-Routen, darunter Reit- und Wanderwege. Zugleich gibt es dort nur einen markierten Weg. Diese Unterscheidung ist für die Orientierung hilfreich: Die Zahl der Ökotourismus-Routen ist nicht dasselbe wie die Zahl markierter Wege. Am Besucherzentrum des Nationalparks befindet sich außerdem ein Seilpark mit zwei Zonen: Die Familienzone umfasst zehn Hindernisse, die Jugendzone 14.
Als eigenständiges Naturthema steht im Algeti-Nationalpark auch eine 900 Jahre alte Berg-Eiche. Sie wird „Patriarch Oak“ genannt und ergänzt die Wege und Routen um ein einzelnes, klar benanntes Naturmotiv.
Archäologische Geschichte in Samshvilde und Dmanisi
Die Ruinen von Samshvilde werden häufig auch „Orbisa Fortress“ genannt und gelten als eine der ältesten Ruinen im Kaukasusraum. Bei archäologischen Ausgrabungen wurden dort 22 Monumente aus der chalkolithischen, spätbronzezeitlichen, hellenistischen und mittelalterlichen Epoche entdeckt. Die vier genannten Zeitabschnitte geben dem Ort einen archäologischen Schwerpunkt, der mehrere historische Epochen umfasst.
Dmanisi setzt einen anderen zeitlichen Akzent. Zu den ältesten Funden der archäologischen Stätte gehören Waffen aus der Steinzeit, die teilweise 1,8 Millionen Jahre alt sind. Während Samshvilde durch Monumente aus verschiedenen Epochen gekennzeichnet ist, richtet sich der Blick in Dmanisi auf das außergewöhnliche Alter einzelner Funde.
Architektur und Sakralgeschichte
Das deutsche Viertel von Bolnisi ist der älteste Teil von Katarinenfeld. Erhaltene Wohnhäuser verbinden georgische Holzbalkone mit dem deutschen Fachwerkstil; zu den Merkmalen gehören hohe Dachgeschosse und tiefe Keller. Damit ist die Architektur des Viertels durch eine Kombination verschiedener Bauformen geprägt.
Die heimatkundliche Ausstellung des Bolnisi Museum umfasst die menschliche Entwicklung vom Äneolithikum bis zum Mittelalter. Im kulturellen Profil Bolnisis stehen damit zwei unterschiedliche Themen: die Architektur des deutschen Viertels und die zeitliche Spannweite der Ausstellung.
Die heutige Kirche Manglisi Sioni enthält zwei Bauphasen, eine aus dem 5. Jahrhundert und eine aus dem 11. Jahrhundert. In Manglisi Sioni wird außerdem ein Stück des Heiligen Kreuzes aufbewahrt, einer bedeutenden christlichen Reliquie. Baugeschichte und Reliquie bilden zwei unterschiedliche Aspekte der Kirche: ihre Entstehung in verschiedenen Jahrhunderten und ihre religiöse Bedeutung.
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