Innerkartlien: Festungsgeschichte, Fresken und Wasserfälle
Unterkünfte in Innerkartlien
Auf einer Felskuppe steht die Ateni-Sioni-Kathedrale und blickt auf alte, terrassenförmig angelegte Weinberge. Die Kirche stammt aus dem 7. Jahrhundert; bekannt ist sie für Fresken der Gottesmutter aus dem 11. Jahrhundert. Zugleich gilt sie als eines der besten Beispiele georgischer Monumentalkunst. Die Kathedrale verbindet damit eine frühe Baugeschichte mit Fresken aus einer späteren Epoche.
Kirchenkunst und historische Orte
Die Festung von Gori reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, während Hinweise auf menschliche Besiedlung ihres Geländes bis ins 1. Jahrtausend v. Chr. reichen. Das Gori Museum of History and Ethnography bewahrt archäologische Sammlungen aus dem 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr. Die Museumsbestände greifen damit auf frühere Epochen zurück als die mittelalterliche Festung, sodass sich die Geschichte Goris über deutlich verschiedene Zeitschichten lesen lässt.
Ein weiterer sakraler Ort ist das Kloster Kintsvisi: Es steht auf einer Anhöhe im Tal des Flusses Dzama, nahe dem Dorf Kintsvisi in der Region Shida Kartli. Anders als die Felskuppe bei Ateni-Sioni prägt hier das Flusstal den Ortsbezug; das nahe Dorf bietet einen weiteren Orientierungspunkt.
Tal- und Berglandschaften
Das Dzama-Tal beherbergt bis zu 60 historische Denkmäler, darunter alte und moderne Kirchen und Klöster, Festungen, Türme sowie Natursehenswürdigkeiten.
Der Berg Shuano im Dzama-Tal ist 2.350 Meter hoch und bietet einen Panoramablick. Nahe dem Berg Abukhalo befindet sich im Dzama-Tal ein 25 Meter hoher Wasserfall. Damit stehen ein Panoramablick am Berg und ein Wasserfall im Tal als unterschiedliche Landschaftseindrücke nebeneinander.
Im Ateni-Tal ist der Biisi-Wasserfall über einen 2,5 Kilometer langen Wanderweg durch eine natürliche Umgebung erreichbar. Im Winter verwandelt er sich in eine markante Eissäule. Vor dem Aufbruch empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Wegbedingungen.
Anreise und Wahl des Standorts
Von Tiflis aus ist Shida Kartli mit dem Auto in etwa 1 Stunde und 5 Minuten erreichbar. Verkehr und Streckenbedingungen können die tatsächliche Fahrzeit beeinflussen; planen Sie diese Angabe als Richtwert ein. Bei der Hotelwahl lässt sich der Schwerpunkt klar setzen: Die Festung und das Museum in Gori sowie die Kirchenkunst von Ateni und Kintsvisi stehen einer naturbetonten Auswahl mit Shuano und den Wasserfällen gegenüber.
Kulturelles Erbe in Georgien
Zum kulturellen Gesamtbild Georgiens gehört auch die Geschichte von Mtskheta. Die UNESCO-Stätte Historical Monuments of Mtskheta umfasst Jvari Monastery, Svetitstkhoveli Cathedral und Samtavro Monastery. Mtskheta war vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. die antike Hauptstadt von Kartli, dem ostgeorgischen Königreich; im Jahr 337 wurde dort das Christentum zur Staatsreligion Georgiens erklärt. Auch Georgiens Qvevri-Weinherstellung begann vor 8.000 Jahren, wird bis heute bewahrt und erhielt 2013 den Status als immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Weitere Reiseziele entdecken: Gori, Tergvisi, Chaschuri, Tsiplovana, Abchasien, Adjara, Kvemo Kartli, Gurien.
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