Zum Inhalt

Moorwege, Westestlands höchster Punkt und Glaskultur in Kehtna Parish

Unterkünfte in Kehtna Parish

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Ein jahrtausendealtes Moor, markante Höhenpunkte und eine ausgeprägte Glastradition geben Kehtna Parish ein vielseitiges Profil. Der Naturlehrpfad Loosalu–Paluküla führt am Loosalu-See vorbei bis zum Fuß des Paluküla Hiiemägi; historische Spuren reichen von einem alten Hillfort bis zu Gutshöfen. Hinzu kommen Angebote rund um Glas und Möglichkeiten für Bewegung zu Fuß, mit dem Rad oder im Wasser.

Moorlandschaft und Wege entdecken

Das Mukri-Moor entstand vor etwa 10.000 Jahren und gilt als eines der ältesten Moore Estlands. Der Mukri-Naturlehrpfad liegt im Naturschutzgebiet Mukri. Am Weg gibt es eine Informationstafel, drei Bänke und einen Aussichtsturm. Der Mukri-See ist 2,2 Hektar groß und hat Inseln sowie Seerosen.

Von Rapla fährt ein Bus bis zur Haltestelle Eidapere; von dort sind es zu Fuß 2,7 Kilometer bis zum Mukri-Naturlehrpfad. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan. Der Hinweis hilft besonders dann, wenn Sie den Besuch mit einer Busfahrt planen.

Eine weitere Landschaftsperspektive bietet das Loosalu-Moor, das als klassisches Beispiel für die estnische Moorlandschaft gilt. Der Naturlehrpfad Loosalu–Paluküla führt am Loosalu-See vorbei bis zum Fuß des Paluküla Hiiemägi. Davon zu unterscheiden ist der längere Wanderweg Oandu–Aegviidu–Ikla: Ein etwa 40 Kilometer langer Abschnitt dieser Route verläuft in Kehtna vald. Der Loosalu-Zeltplatz verfügt über eine überdachte Tisch-Bank, eine offene Feuerstelle, Bänke, einen Unterstand für Brennholz, eine Trockentoilette, einen Abfalleimer und eine Informationstafel.

Paluküla und Keava: Höhenpunkt und Geschichte

Die Gesundheitswege des Paluküla Hiiemäe eignen sich zum Gehen und Radfahren. Zur Auswahl stehen Streckenoptionen von einem bis fünf Kilometern; zum Wegenetz gehört außerdem ein drei Kilometer langer Lehrpfad. Ein Discgolf-Parcours mit 18 Körben ergänzt die Aktivitäten. Der Paluküla Hiiemägi liegt 106,4 Meter über dem Meeresspiegel und ist der höchste Punkt Westestlands. Die verschiedenen Weglängen geben Ihnen einen konkreten Rahmen für die Planung, ohne dass sich daraus eine Gehzeit ableiten lässt.

Am Keava Linnamägi treffen eine prägnante Geländeform und historische Befestigungsspuren aufeinander: Der Berg hat sehr steile Hänge und eine flache Oberfläche. Als Kapellenburg war Keava Linnamägi durch Wälle und Gräben befestigt. Das Landschaftsschutzgebiet Kõnnumaa umfasst das alte Keava-Hillfort und die Bereiche der prähistorischen Siedlung Linnaaluste; beide stehen unter Denkmalschutz. Es wird angenommen, dass Keava linnus in der Wikingerzeit eines der größeren Zentren Estlands war und 1054 vom Großfürsten Izjaslav von Nowgorod erobert wurde.

Anzeige

Glasherstellung und Gutshöfe

Das Järvakandi Glass Center vereint seit dem 1. Oktober 2025 das Järvakandi Glass Museum und die Järvakandi Culture Hall. Das Zentrum erforscht, bewahrt und vermittelt das Glaserbe. Im Museum stehen sowohl handwerkliche Glasherstellung als auch maschinelle Produktion im Mittelpunkt. Die Dauerausstellung befindet sich in einem 140 Quadratmeter großen Arbeiterhaus, das neben einer 1879 gegründeten Glashütte errichtet wurde.

Im Järvakandi Glass Studio entstehen nach traditionellen Glasbläsertechniken einzigartige Glashandwerksarbeiten. Besucher können dort nach Vereinbarung selbst Glasblasen ausprobieren; dafür ist vorheriger Kontakt mit dem Studio nötig. Wer sich für die Geschichte des Handwerks interessiert, kann den Museumsblick auf manuelle und maschinelle Herstellung mit dem praktischen Angebot des Studios verbinden.

Auch die Gutshöfe erzählen von unterschiedlichen Zeiten. Das Gut Kehtna wurde im 15. Jahrhundert von der Familie von Vietinghoff gegründet. Das Gut Ingliste ist ein barockes Ensemble aus dem 18. Jahrhundert; sein eingeschossiges Gebäude aus Kalkstein liegt am Fluss Keila. Hinter dem Gut befindet sich ein kleiner Park mit regelmäßig angelegten Lindenalleen. Architektur, Baumreihen und Flussbezug bilden hier ein anderes Besuchsthema als die Moorwege oder die Glaskultur.

Weitere Möglichkeiten für Ihre Reise

Im Valtu Spordimaja gibt es ein 25 × 11 Meter großes Schwimmbecken mit vier Bahnen. Das kleine Becken eignet sich für den Schwimmunterricht von Kindern und verfügt über verschiedene Wassermassagen. Im Winter bietet Suur Seiklus in Paluküla eine Kicksled-Tour mit einer Dauer von zwei bis drei Stunden an; der saisonale Betrieb reicht von Dezember bis März. Damit stehen neben Wegen und Kulturerbe auch Schwimmen und ein ausdrücklich saisonales Winterangebot zur Auswahl.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Lau, Kehtna, Kenni, Lokuta, Käru, Kohila, Järvakandi Vald, Rapla

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rapla.