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Wipfratal: Landschaft und Pilgerwege im Umfeld

Unterkünfte in Wipfratal

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In der Reiseplanung für Wipfratal können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Pilgerwege im weiteren regionalen Umfeld, Landschaft im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wipfratal und Kultur im übergeordneten Reiseziel Arnstadt.

Pilgerwege und Landschaft

Im weiteren regionalen Umfeld führt der Pilgerweg Elisabeth-Walburga-Paulina auf etwa 54 Kilometern von Erfurt über Arnstadt nach Paulinzella. Er ist als leicht bis mittelschwer eingestuft. Seine zweite Etappe ist rund 16 Kilometer lang und verläuft von Arnstadt über Dornheim, Oberndorf, Hausen, Görbitzhausen und Roda nach Niederwillingen. Gesamtweg und Etappe bezeichnen unterschiedliche Reiseumfänge; die Einstufung bezieht sich auf den Pilgerweg. So lässt sich die längere Verbindung von einem konkret benannten Teilstück unterscheiden.

Charakteristisch für die ehemalige Gemeinde Wipfratal mit ihren zwölf Ortsteilen ist das bergige Vorland des Thüringer Waldes. Die Reinsbergkette zwischen Schmerfeld und Reinsfeld bildet die höchste Erhebung im Gebiet der ehemaligen Gemeinde. Einen weiteren Blick auf die Landschaft eröffnet der Wanderweg „Von Bach zu Goethe“ im näheren Umfeld des Reiseziels: Er führt über die Reinsberge und den Veronikaberg und bietet Panoramablicke ins Tal der wilden Gera, auf die Höhenzüge des Thüringer Waldes und ins Wipfratal.

Wasser, Natur und regionale Themen

Die Talsperre Heyda gehört gebietsmäßig zur ehemaligen Gemeinde Wipfratal und zu Ilmenau und ist ein Erholungsgebiet. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel sowie ein Angel- und Fischzuchtgewässer. An der Talsperre kommen außerdem seltene Sumpf- und Wasservögel vor. Erholung, Fischerei und Natur prägen damit unterschiedliche Aspekte dieses Gewässers.

Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wipfratal ist das Solardorf Kettmannshausen ein Demonstrations- und Kommunikationszentrum für dezentrale Solar- und Wasserstofftechnik und Sitz des Jugendforschungszentrums. In Bildungsprojekten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung kommen altersgerechte Modelle zu Energietechniken für den Klimaschutz und zukunftsweisenden digitalen Techniken zum Einsatz. Das ergänzt die Landschaftsthemen um einen Schwerpunkt auf Energie und Bildung.

Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wipfratal liegen an der Radwegeverbindung Arnstadt–Stadtilm der Kunst- und Käsehof in Görbitzhausen sowie der NaturErlebnishof in Hausen. Die beiden benannten Orte bieten eine Orientierung entlang dieser Verbindung; die Radwegstrecke selbst führt durch die genannten Orte und verbindet sie mit Arnstadt und Stadtilm.

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Kultur im übergeordneten Reiseziel Arnstadt

In Arnstadt steht das Renaissance-Rathaus, erbaut von 1582 bis 1586. Seine Fassade mit Ziergiebeln und zahlreichen Schmuckelementen nimmt die Nordseite des Marktplatzes ein. Das Bach-Denkmal auf dem Arnstädter Markt zeigt Johann Sebastian Bach als jungen Mann, lässig an einen Meilenstein gelehnt. Rathausfassade und Denkmal geben dem Marktplatz unterschiedliche architektonische und biografische Akzente.

Die Oberkirche, auch Barfüßerkirche genannt, wurde um 1250 erbaut und war die Klosterkirche des Franziskanerordens. Im Inneren befinden sich ein hölzernes Tonnengewölbe und eine Orgelempore von 1624; zwei weitere Emporen an der Südwand stammen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Im Schlossmuseum im Neuen Palais werden Möbel und Kunstschätze aus dem ehemaligen fürstlichen Bestand in rekonstruierten Barockräumen der südlichen Beletage gezeigt. Im Erdgeschoss des südlichen Corps de logis können Besucher durch die Puppenstadt „Mon plaisir“ mit ihren Häusern und Stuben gehen.

Johann Sebastian Bach wurde im August 1703 als Organist an die Neue Kirche in Arnstadt berufen und blieb dort bis 1707. Auch die Alteburg am Südrand von Arnstadt verbindet Geschichte und Landschaft: Sie war eine befestigte urgeschichtliche Höhensiedlung auf einem Muschelkalkplateau mit nach drei Seiten steil abfallenden Hängen. Die Siedlung war in der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit bewohnt und mit Wällen und Gräben gesichert; zwei Wälle und Reste eines Vorwalls sind erhalten.

Der original erhaltene Schlossturm in Arnstadt ist 65 Meter hoch und besitzt eine kupferbeschlagene Haube und einen kupferbeschlagenen Helm. Umfassend restauriert wurde er 1998/99. Für 2026 kündigte Arnstadt insgesamt 200 Stadtführungen an, darunter rund 30 thematische Sonderführungen. Wenn Sie eine Führung in Ihre Planung einbeziehen möchten, prüfen Sie die konkreten Termine.

Weitere Reiseziele entdecken: Gehren, Ichtershausen, Frauenwald, Geschwenda, Möhrenbach, Kirchheim, Langewiesen, Friedersdorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ilm-Kreis.

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