Friedersdorf: Kräuterweg und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Friedersdorf
Wenn Sie ein Hotel für einen Aufenthalt in Friedersdorf suchen, bietet der Ort konkrete Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung: den Naturpark-Weg Thüringer Kräutergarten und eine Geschichte, die mit Webern, einer historischen Handelsstraße und lokalen Feiern verbunden ist. Natur- und Ortsgeschichte sind dabei unterschiedliche Seiten des Reiseziels. Der Wegverlauf führt durch Friedersdorf; Namen und Jahreszahlen geben zugleich Anhaltspunkte, um die Geschichte des Ortes einzuordnen.
Wegverlauf, Rast und Tierbeobachtung
Der Naturpark-Weg Thüringer Kräutergarten führt durch Friedersdorf. Sein Verlauf führt am Wildgehege vorbei und hinunter zum Waldgut Ölschröte. Am Ortseingang von Friedersdorf können Wandernde an einer überdachten Sitzgruppe rasten und picknicken. In einem Gehege am Ortseingang lassen sich Wildtiere beobachten.
Ortsgeschichte und lokale Feiern
Friedersdorf wurde 1370 erstmals urkundlich erwähnt. Wegen seiner vielen Weber erhielt der Ort den Spitz- oder Beinamen „Kleinnürnberg“. Der Name macht den Bezug zur Webergeschichte sichtbar, während die historische Handelsstraße Erfurt–Nürnberg eine andere historische Perspektive eröffnet: Sie führte durch Friedersdorf. Webergeschichte und Straßenverlauf sind damit zwei unterschiedliche Hinweise auf den Ort – der eine erklärt den Beinamen, die andere beschreibt den Verlauf einer historischen Handelsstraße.
Auch Frauentag und Halloween werden in Friedersdorf gefeiert. Diese Feieranlässe stehen neben den historischen Bezugspunkten: Sie geben einen weiteren Einblick in das örtliche Leben, während die urkundliche Erwähnung, die Weber und die Handelsstraße die Geschichte des Ortes beleuchten. Die Ölschröte diente viele Jahre als Gasthaus und Kinderferienlager. Diese Nutzungen gehören zur Vergangenheit; zugleich führt der Naturpark-Weg hinunter zum Waldgut Ölschröte. So lassen sich der beschriebene Wegverlauf und die früheren Funktionen des Ortes voneinander unterscheiden.
Großbreitenbach: eigener Regionalblick
Im übergeordneten Reiseziel Großbreitenbach erstreckt sich der gleichnamige Ort auf einer Hochfläche zwischen dem Langen Berg, dem Tal der Schwarza und dem Höhenwanderweg Rennsteig. Großbreitenbach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. Es liegt rund 50 Kilometer südlich von Erfurt und etwa 15 Kilometer südöstlich von Ilmenau. Diese Näherungswerte und Landschaftsbezüge beschreiben Großbreitenbach und bilden einen eigenen regionalen Blickwinkel.
Ein prägendes Bauwerk in Großbreitenbach ist die St. Trinitatiskirche. Sie hat 600 Plätze und ist die größte Fachwerkkirche Thüringens. Ab 1679 wurde sie als Ersatz für die baufällige Johanniskirche erbaut. Diese Vorgängerkirche war 1570 errichtet worden und stürzte 1771 bis auf ihren Kirchturm ein. Der Bau der St. Trinitatiskirche folgte den Plänen des sachsen-gothaischen Landesbaumeisters Andreas Rudolphi; eingeweiht wurde sie 1690.
Die Architektur der Kirche zeigt sich in mehreren konkreten Details: Sie ist vollständig verschiefert, und auf dem steilen Dach des breiten Kirchenschiffs sitzt ein markanter sechseckiger Dachreiter. Das hölzerne Taufgestell stammt aus dem Jahr 1677 und wurde aus der alten Johanniskirche übernommen. Die Jahreszahlen ordnen diese Bestandteile unterschiedlich ein: Das Taufgestell ist älter als der Baubeginn der neuen Kirche, auf die Einweihung folgte 1690, und von der alten Johanniskirche blieb nach dem Einsturz 1771 der Kirchturm erhalten.
Weitere Reiseziele entdecken: Gehlberg, Großbreitenbach, Herschdorf, Gehren, Arnstadt, Geraberg, Elleben, Stützerbach
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ilm-Kreis.