Hohengandern entdecken
Unterkünfte in Hohengandern
In Hohengandern kommen mehrere Perspektiven für die Reiseplanung zusammen: die Geschichte des Ortes, die Baugeschichte der Dorfkirche und das Nationale Naturmonument „Grünes Band Thüringen“. Am Dreiländerstein stehen außerdem unterschiedliche politische Grenzordnungen im Mittelpunkt. Diese Themen bieten verschiedene Ansatzpunkte, um den Ort und seine Geschichte einzuordnen.
Ortsgeschichte und Dorfkirche
Hohengandern wurde 1376 erstmals unter dem Namen Hohngandern urkundlich erwähnt. Das Kirchenschiff der Dorfkirche Hohengandern wurde 1856 in spätklassizistischen Formen errichtet. Die beiden Jahreszahlen markieren unterschiedliche Aspekte: 1376 die erste urkundliche Erwähnung des Ortes unter einem früheren Namen, 1856 die Errichtung eines bestimmten Gebäudeteils in einem benannten Baustil. So können Sie Ortsgeschichte und Baugeschichte als zwei getrennte Zeitmarken betrachten.
Grenzgeschichte und Grünes Band
Am Dreiländerstein Hessen-Thüringen-Niedersachsen trafen ursprünglich die Königreiche Preußen und Hannover sowie das Kurfürstentum Hessen aufeinander. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lag dort die Schnittstelle zwischen der amerikanischen, britischen und sowjetischen Besatzungszone. Die beiden historischen Konstellationen geben dem Standort unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte: zuerst die genannten Herrschaftsgebiete, später die Besatzungszonen.
Das Nationale Naturmonument „Grünes Band Thüringen“ verläuft streckenförmig entlang der westlichen und nördlichen Gemarkungsgrenze von Hohengandern. Damit kommt zur politischen Grenzgeschichte ein eigenständiger Landschaftsbezug hinzu. Wenn Sie sich für diese Themen interessieren, können Sie die Geschichte am Dreiländerstein und den Verlauf des Naturmonuments als unterschiedliche Perspektiven auf Hohengandern betrachten.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Eichsfeld
Das übergeordnete Reiseziel Eichsfeld ergänzt die Ortsgeschichte Hohenganderns um eigenständige Themen an weiteren benannten Orten. Die Burg Bodenstein wurde 1098 erstmals urkundlich erwähnt und steht auf einem Bergvorsprung des Ohmgebirges. Einen anderen Zugang zur Regionalgeschichte bietet das Eichsfeldmuseum im barocken Jesuitenkolleg von Heilbad Heiligenstadt: Auf drei Etagen geht es um Geschichte, Kultur, Religiosität und Volkskunde des Eichsfeldes. Die Burg und das Museum setzen unterschiedliche Schwerpunkte – hier stehen Bauwerk und historische Erwähnung im Vordergrund, dort mehrere Themen zur Region.
Auch ein jährlich wiederkehrender Brauch gehört zu den regionalen Themen: In Dingelstädt findet am Ostermontag das Steckenpferd-Reiten rund um die Marienkirche statt. Vorschulkinder reiten dabei auf hölzernen Pferdchen, die mit Glöckchen und bunten Bändern geschmückt sind. Anders als die Geschichte von Burg und Museum ist dieser Brauch an einen bestimmten Feiertag und an die teilnehmenden Kinder gebunden.
Für Wanderungen bieten die Berge Dün und Iberg rund um Heilbad Heiligenstadt gute Voraussetzungen für ausgedehnte Touren auf zertifizierten TOP-Wanderwegen. Eine andere Aktivität eröffnet der Leine-Heide-Radweg: Sein Ausgangspunkt ist Leinefelde, von dort führt die Route bis nach Hamburg. Für die Orientierung im Eichsfeld ist damit auch die Art des Vorhabens hilfreich: Die Wanderwege beziehen sich auf zwei benannte Berge und ihre Umgebung, der Radweg auf einen Startpunkt und ein weit entferntes Ziel.
So bleibt der Blick auf Hohengandern klar, während Museen, Brauch, Wanderungen und Radroute als eigenständige regionale Anregungen hinzukommen.
Weitere Reiseziele entdecken: Deuna, Marth, Wahlhausen, Bodenrode-Westhausen, Martinfeld, Volkerode, Asbach-Sickenberg, Schönhagen
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eichsfeld.