Geismar: Pilgerwege und der Hülfensberg
Unterkünfte in Geismar
Mehrere Pilgerwege verlaufen durch Geismar; der Kreuzstieg Hülfensberg führt von hier zum Hülfensberg. Auch der Kanonenbahn-Radweg führt durch den Ort. Im Zentrum steht die Kirche St. Ursula, während sich im näheren Umfeld von Geismar der Hülfensberg mit seiner Wallfahrtstradition und dem romanischen Hülfenskreuz erschließt. Bei der Planung können Sie zwischen Rundwegen, einer Etappe des Naturparkwegs und einer Radroute mit eigenen Zwischenorten unterscheiden.
Pilgerwege, Etappen und Radroute
Der Pilgerweg 1 führt vom Hülfensberg über Döringsdorf nach Geismar, dann über Rollsberg und Wilbich erneut nach Geismar und über den Kreuzweg zurück zum Hülfensberg. Pilgerweg 2 nimmt eine andere Folge: Vom Hülfensberg geht es über Döringsdorf, den Kolonnenweg und Lengenfeld/Stein sowie über die ehemalige Bahnstrecke nach Geismar; der Rückweg zum Hülfensberg führt über den Kreuzweg. Beide Routen beziehen Geismar in einen Wegverlauf mit dem Hülfensberg ein, unterscheiden sich aber durch ihre Zwischenstationen.
Eine weitere Möglichkeit ist die dritte Etappe des Naturparkwegs Leine-Werra. Sie führt von Großbartloff Wasserfall über Wilbich, Geismar, Kloster Hülfensberg, Eichsfelder Kreuz und Hildebrandshausen bis zum Draisinenbahnhof Lengenfeld. Der Anstieg zum Hülfensberg verläuft über den Prozessionsweg. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegverhältnisse.
Als Rundweg führt der Kreuzstieg Hülfensberg von Geismar über den von Linden gesäumten Prozessionsweg hinauf zum Hülfensberg und durch das Herrntal zurück nach Geismar. Für eine Radtour bietet sich der Kanonenbahn-Radweg als andere Streckenform an: Er führt vom ehemaligen Bahnhof in Dingelstädt über Lengenfeld unterm Stein und Geismar bis nach Frieda ins Werratal. Die genannten Ortsfolgen helfen, zwischen Rundweg, Etappe und Radroute zu wählen, ohne die verschiedenen Wege gleichzusetzen.
Wallfahrt und Hülfenskreuz
Im näheren Umfeld von Geismar liegt der Hülfensberg, ein wichtiger Bezugspunkt der regionalen Wallfahrt. Das Hülfenskreuz, ein romanisches Kreuz aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, ist das Ziel der Wallfahrer auf den Hülfensberg. Es zeigt Christus als goldgekrönten, huldvoll blickenden König und Sieger über den Tod. In der Wallfahrtskirche auf dem Hülfensberg wird ein romanisches Kreuz aus dem 12. Jahrhundert von Gläubigen verehrt; die Kirche wurde 1360–1367 erbaut.
Seit der deutschen Wiedervereinigung findet am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, eine Wallfahrt auf den Hülfensberg statt. Auch Konzerte gehören zum kulturellen Angebot dort: Der Eintritt ist frei, bei einer Türkollekte wird um eine Spende gebeten. Nach Konzerten im Franziskanerkloster Hülfensberg werden im Pilgersaal Kaffee und Kuchen angeboten. Das Angebot ist an Konzerte gebunden; prüfen Sie vor einem Besuch, ob es verfügbar ist.
St. Ursula im Ortszentrum
Mitten in Geismar liegt die Kirche St. Ursula. Sie wurde 1827 neu gebaut und erhielt 1907 einen Glockenturm. Die beiden Daten geben einen konkreten historischen Bezugspunkt im Ort: Der Neubau stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert, der Turm kam später hinzu. So können Sie bei einem Aufenthalt sowohl die Ortskirche als auch die nahe Wallfahrtsgeschichte des Hülfensbergs in den Blick nehmen.
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