Quedlinburg: Fachwerk, Romanik und Stadtgeschichte
Unterkünfte in Quedlinburg
Quedlinburg verbindet ein eindrucksvolles Fachwerkbild mit romanischer Baukunst und einer langen Stadtgeschichte. Für Ihren Aufenthalt können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: die historischen Gebäude und Museen erkunden, eine Stadtrundfahrt wählen oder Wege am nördlichen Harz in den Blick nehmen.
Fachwerk und mittelalterliches Stadtbild
Quedlinburg ist wegen der Anzahl und der hohen Qualität seiner Fachwerkhäuser ein außergewöhnliches Beispiel einer mittelalterlichen europäischen Stadt. Im Welterbegebiet prägen etwa 2.100 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten noch heute das Stadtbild. Wer sich für die Bauweise interessiert, findet im Fachwerkmuseum im Ständerbau einen genaueren Zugang: Es informiert über die Quedlinburger Fachwerkbaukunst vom 14. bis zum 19. Jahrhundert und über Restaurierungs- und Rekonstruktionsmaßnahmen in der Welterbestadt. Modelle veranschaulichen dort die Stilentwicklung des Fachwerkbaus.
Auch die romanische Architektur ist im Stadtbild und in den Sammlungen präsent. Die Stiftskirche St. Servatius zählt zu den Meisterwerken romanischer Architektur. Auf dem Münzenberg lassen sich an den Resten der Kirche St. Marien noch die Elemente einer ottonischen Basilika ablesen: Apsis, Querhaus, dreischiffiges Langhaus und Westbau. Die Straße der Romanik bietet dazu einen größeren regionalen Zusammenhang. Quedlinburg beteiligt sich mit vier zentralen Bauwerken an dieser mehr als 1.000 Kilometer langen Tourismusroute, die 88 romanische Bauwerke in 73 Orten Sachsen-Anhalts verbindet.
Stiftsgeschichte und Kunst in den Museen
In den Räumlichkeiten des ehemaligen Stifts befindet sich heute das Schlossmuseum mit Ausstellungen zur Stadt- und Stiftsgeschichte. Zu den Museumsräumen in den ehemaligen Stiftsgebäuden gehören stilvoll gestaltete Empfangs- und Audienzsäle. Der Schatz der Stiftskirche St. Servatii ergänzt diesen Blick auf die Geschichte mit einem hervorragend erhaltenen Ensemble mittelalterlicher Schatzkunst. Dazu zählt ein Knüpfteppich aus der Zeit um 1200, der als ältester erhaltener Knüpfteppich Europas bezeichnet wird. Für die Planung eines Museumsbesuchs empfiehlt es sich, die aktuellen Hinweise zu Öffnungszeiten und Zugang zu prüfen.
Das Museum Lyonel Feininger ist dem Werk des Künstlers gewidmet und zugleich ein Museum und Ausstellungshaus für Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Ein besonderer Teil der Sammlung ist die Dauerleihgabe von Dr. Hermann Klumpp, Bauhäusler und Quedlinburger. Sie umfasst einen der weltweit bedeutendsten Bestände an Druckgrafiken Feiningers. Damit stehen in Quedlinburg verschiedene Zugänge nebeneinander: Stadt- und Stiftsgeschichte, mittelalterliche Schatzkunst sowie Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart.
Stadtrundgang, Bimmelbahn oder Rallye
Für die Erkundung der Stadt unterscheiden sich die Angebote nach Dauer und Format. Ein Stadtrundgang durch die historische Altstadt bis hinauf zum Schlossberg dauert rund 120 Minuten und vermittelt die über 1.100-jährige Stadtgeschichte. Die Bimmelbahn bietet eine 45-minütige Rundfahrt: Sie führt von der Marktstraße über den unteren Schlossberg durch die historische Neustadt und zurück zur Marktstraße. Die Dauer ist ein einfacher Vergleichspunkt, wenn Sie Ihren Besichtigungstag planen; die inhaltlichen Schwerpunkte und Routen sind verschieden. Prüfen Sie vorab die aktuellen Termine und die Verfügbarkeit des Stadtrundgangs sowie den Fahrplan der Bimmelbahn.
Eine Stadtrallye setzt auf Rätsel und kreative Aufgaben. Ihre Route führt an historischen Stätten vorbei und zugleich durch das heutige Stadtleben. So lässt sich die Stadt über Aufgaben und Beobachtungen erschließen, statt ausschließlich einem Rundgang oder einer Rundfahrt zu folgen. Auch bei der Rallye empfiehlt es sich, vor der Planung die aktuelle Verfügbarkeit zu prüfen.
Quedlinburg und der nördliche Harz
Quedlinburg liegt unmittelbar am nördlichen Harz und gilt als Ausgangspunkt für kurze Ausflüge, ausgedehnte Wanderungen und abwechslungsreiche Radtouren in das Umland. Der Selketal-Stieg beginnt oder endet in Quedlinburg; das gilt auch für den Harzer Klosterwanderweg. Wenn Sie eine dieser Routen einplanen, informieren Sie sich vor der Tour über die aktuellen Wegbedingungen. Die Routenbezüge ergänzen die stadthistorischen Besichtigungen um Möglichkeiten im Umland, ohne dass dafür ein bestimmtes Tempo oder eine bestimmte Dauer vorausgesetzt wird.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Gernrode, Bad Suderode, Rieder, Blankenburg Am Harz, Harsleben, Hedersleben, Nordharz, Groß Quenstedt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Harz.