Güntersberge: Modellbahn, Schulgeschichte und Teiche
Unterkünfte in Güntersberge
Bei der Suche nach einem Hotel in Güntersberge können Sie das Reiseziel anhand konkreter Kultur- und Landschaftsthemen einordnen. Dazu gehören eine H0-Modelleisenbahn mit Strecken der Region, Einblicke in Schulalltag und Ortsgeschichte sowie ein Naturlehrpfad und Teiche mit historischer Nutzung. Die unterschiedlichen Schwerpunkte helfen Ihnen, vor der Reise zu gewichten, welche Themen Sie besonders interessieren.
Kultur, Technik und Schulgeschichte
Seit 2003 dient das Erlebnishaus „Alte Schule“ dem Förderkreis Güntersberge e.V. als Museum und Vereinshaus. Dort ist eine H0-Modelleisenbahn auf mehr als 40 Quadratmetern mit Strecken der Region zu sehen; Teile der Anlage können Besucher selbst steuern. So stehen die dargestellten Strecken nicht nur im Mittelpunkt, sondern auch die Möglichkeit, Abschnitte selbst zu bedienen.
Einen anderen Blick auf den Alltag bietet das Schulmuseum in Güntersberge: Dort können Sie mit Schiefertafel und Griffel schreiben. Fotoalben und alte Schülerarbeiten veranschaulichen das Leben in Schule und Hort. Während die Modelleisenbahn den Schwerpunkt auf regionale Strecken legt, rücken hier Schreibpraxis und Schulalltag in den Vordergrund.
Auch die Kirche St. Martini bewahrt ältere Bauteile. Sie enthält das barocke Nordportal und den Grabstein des letzten katholischen Pfarrers vor der Reformation. Beide Elemente blieben nach dem Stadtbrand von 1856 aus dem Vorgängerbau erhalten und wurden in die heutige Kirche übernommen.
Das Mausefallen- und Kuriositätenmuseum zeigt Mausefallen aller Art, alte, seltene Küchengeräte und weitere Kuriositäten. Dazu gehört die „Galerie der stillen Örtchen“, eine Bildergalerie zu diesem Thema, die als einmalig in Deutschland gilt. Der Sammlungsschwerpunkt unterscheidet sich damit deutlich von den Themen Modelleisenbahn, Schule und Kirchenbau.
Naturlehrpfad und Teiche
Der etwa 3,5 Kilometer lange Naturlehrpfad Güntersberge beginnt an der Selkebrücke. Seine Stationen bieten Rätsel und Spiele und erläutern Zusammenhänge zwischen dem Gebiet und seiner Pflanzen- und Tierwelt. Hinzu kommen Themen der Forstwirtschaft, Landschaftspflege und des Naturschutzes. Der Pfad informiert außerdem über den geologischen Aufschluss „Teichdamm“ am Bergsee, auch Mühlteich genannt, und das Bodendenkmal „Güntersburg“. So verbindet er Aufgaben und Spiele mit naturkundlichen, landschaftlichen und historischen Themen.
Auch die Namen und die frühere Nutzung der Gewässer geben einen eigenen Einblick in die Landschaft. Der Bergsee, ebenfalls Mühlenteich genannt, wurde 1752 als Bergbauteich angelegt und bis Ende der 1970er Jahre zusätzlich zum Antrieb einer Wassermühle genutzt. Der Katzsohlteich ist ein Stauteich am Ortsrand von Güntersberge, etwas oberhalb des Mühlteichs. Bergsee und Mühlteich bezeichnen dasselbe Gewässer; der Katzsohlteich ist ein eigener Teich. Diese Unterscheidung macht die unterschiedlichen Gewässernamen und ihre Lage zueinander verständlich.
Harzgerode im übergeordneten Reiseziel
Harzgerode ist das übergeordnete Reiseziel. Die folgenden Beispiele beziehen sich auf Harzgerode, nicht auf Güntersberge. Das Schloss Harzgerode wurde zwischen 1549 und 1552 neu errichtet und ist ein Renaissancebau mit Treppenturm und Rundturm. Von 1635 bis 1709 diente es als Residenz der Harzgeröder Linie des anhaltischen Fürstenhauses. Im Schloss führt im HARZKUGELEUM eine Buchenholzkugel gemeinsam mit den Besuchern durch verschiedene Themenwelten. Durch Form und Gewicht vermittelt sie Informationen zum Unterharz, zum Bergbau, zur Natur sowie zur Orts- und Regionalgeschichte im Wandel der Zeiten.
Auch die Naturlehrpfade setzen unterschiedliche Akzente: Der Naturlehrpfad Harzgerode umfasst ein Rätselquiz, einen Barfußpfad und eine Klangorgel. Beim Naturlehrpfad Güntersberge stehen unter anderem Rätsel und Spiele sowie Pflanzen- und Tierwelt, Forstwirtschaft, Landschaftspflege und Naturschutz im Themenangebot.
Ein weiteres Beispiel aus Harzgerode ist die 1.100 Meter lange Naturrodelbahn. Sie führt von der Harzgeröder Hochfläche in mehreren Kurven hinab ins Selketal bis zur Promenade nach Alexisbad und überwindet dabei rund 75 Höhenmeter. Schlittenfahren hängt von ausreichendem Schnee ab; bei zu wenig Schnee eignet sich die Strecke auch für eine Winterwanderung. Prüfen Sie vor der Planung die Schneeverhältnisse.
Weitere Reiseziele entdecken: Harzgerode, Osterwieck, Wernigerode, Selke-Aue, Nordharz, Wegeleben, Oberharz Am Brocken, Halberstadt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Harz.