Bad Ems: Kurgeschichte und Thermalquellen
Unterkünfte in Bad Ems
Bad Ems verbindet ein historisches Kurviertel, römisches Erbe, Thermalquellen sowie Wander- und Radwege.
Kurgeschichte und historische Bauwerke
Der historische Kurbezirk von Bad Ems ist seit 2021 UNESCO-Welterbe. Im Kurviertel können Sie europäische Kurtraditionen erleben. Eine öffentliche Führung durch das historische Kurviertel dauert eine Stunde; prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Termine.
Die Brunnenhalle ist in einem barocken Bade-Schloss aus dem Jahr 1711 untergebracht. In ihr befinden sich der Kesselbrunnen, der Kaiserbrunnen und das Emser Kränchen. Besucher können das Emser Kränchen dort kostenlos probieren; die Zugangsmöglichkeiten können variieren. Bei mehr als 20 Kuraufenthalten in Bad Ems wohnte Kaiser Wilhelm I. im Ostflügel der Brunnenhalle.
Der Marmorsaal wurde zwischen 1836 und 1839 erbaut. Seine Wandmalereien und Säulen aus Lahntal-Marmor geben dem Bauwerk besondere architektonische Details. Das ehemalige Badhaus erzählt eine andere Seite der Kurgeschichte: Es wurde 1845 mit 30 Bädern errichtet. Auch der Historische Bohrturm verweist auf die Bedeutung der Mineralwasserversorgung; er entstand 1939, um diese Versorgung in Bad Ems zu sichern.
Römische Spuren und Kirchen
Der römische Limes verläuft durch Bad Ems. Nahe dem historischen Kurviertel veranschaulichen rekonstruierte Holzpalisaden seine Geschichte. Römische Funde aus den beiden ehemaligen Kastellen von Bad Ems können Sie im Kur- und Stadtmuseum sehen. Auf dem Wintersberg steht mit WP 2/1 Deutschlands älteste Rekonstruktion eines Limesturms. Sie wurde 1847 auf den Fundamenten eines originalen Turms errichtet.
Die Evangelische Martinskirche ist die älteste Kirche in Bad Ems. Sie wurde im 12. Jahrhundert auf dem Gelände eines römischen Kastells erbaut. Die Russische Orthodoxe Kirche stammt aus dem Jahr 1876; zu ihren Merkmalen gehören goldene Kuppeln und Ikonostasen. Am Fuß des Malbergs liegt die Evangelische Kaiser-Wilhelm-Kirche, eine evangelische Kurkirche. Auch Emser Pastillen sind seit mehr als 150 Jahren mit Bad Ems verbunden.
Quellen, Therme und Parkanlagen
Bad Ems hat 15 mineralreiche Thermalquellen. Wasser aus dem Robert-Krampe-Sprudel wird zur Emser Therme geleitet, die direkt an der Lahn liegt. Zur Therme gehört Deutschlands erste schwimmende Flusssauna; prüfen Sie vor Ihrem Besuch deren aktuelle Verfügbarkeit. Die Kurparkanlagen umfassen englische und französische Gärten im Tal sowie größere Parkbereiche auf der Bismarckhöhe.
Eine weitere Perspektive auf Bad Ems bietet die Kurwaldbahn: Sie weist eine Steigung von 78 Prozent auf, und ihre Bergstation bietet einen Blick über die Stadt. Das macht sie zu einem eigenen Punkt auf der Karte für alle, die neben den historischen Bauwerken auch die Aussicht auf Bad Ems einplanen möchten.
Wandern, Radfahren und Anreise
Die 16,5 Kilometer lange Lahnwanderweg-Etappe 19 führt über Fachbach nach Lahnstein und ist mit vier bis fünf Stunden angegeben. Sie beginnt am Bad Ems Hauptbahnhof und endet am Niederlahnstein Bahnhof. Prüfen Sie vor dem Start die Wegbedingungen. Für eine andere Art der Tour steht der Lahnradweg: Die 245 Kilometer lange Route führt von den Rothaarbergen bis Lahnstein; der historische Kurbezirk Bad Ems ist mit ihr verbunden.
Für die Bahnanreise erreichen Sie zunächst Koblenz oder Limburg mit dem ICE. Von dort geht es mit den Lahntalbahn-Linien RB 23 oder RE 25 weiter nach Bad Ems. Prüfen Sie vor Ihrer Reise den aktuellen Fahrplan. So lassen sich Anreise und geplante Unternehmungen unabhängig voneinander vorbereiten, etwa eine Führung durch das Kurviertel oder die längere Wanderetappe.
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