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Wollenberg: Ortsgeschichte und Wanderungen am Altenberg

Unterkünfte in Wollenberg

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Für eine Reise nach Wollenberg lassen sich Geschichte und Wandern anhand konkreter Orte und Touren planen. Am Altenberg stehen die Reste einer früheren Befestigung im Mittelpunkt; Funde bei Wollenberg verweisen daneben auf frühe Wohnanlagen und Eisenverhüttung. Zwei Wanderangebote geben unterschiedliche Planungsansätze: Ein Rundweg verbindet zwei historische Orte, während die EifelSpur „Auf den Spuren der Raubritter“ mit Angaben zu Distanz, ungefährer Dauer, Höhenmetern und Schwierigkeit beschrieben ist. Die Kapellen St. Sebastianus und Michaelskapelle ergänzen den Blick auf Wollenberg mit zwei Ereignissen jüngerer Ortsgeschichte.

Altenberg und die frühe Geschichte

Westlich von Wollenberg liegen auf einem schmalen Bergrücken zwischen zwei Bächen die Reste der ehemaligen Abschnittsbefestigung Altenberg. Die Bezeichnung Abschnittsbefestigung beschreibt eine Befestigung, die einen bestimmten Geländeteil sicherte. Für den Altenberg gehören damit die historische Funktion und die Lage auf dem schmalen Rücken zusammen. Wer sich für die früheren Befestigungsanlagen interessiert, kann hier sowohl die historische Einordnung als auch die besondere Geländeform in den Blick nehmen.

Funde von Keramik und Eisenschlacken bei Wollenberg belegen frühe Wohnanlagen und Eisenverhüttung im 3. und 4. Jahrhundert nach Christus. Diese Funde geben einen anderen Einblick als die Reste der Befestigung: Sie verweisen auf Wohnen und die Verarbeitung von Eisen. So umfasst die Ortsgeschichte unterschiedliche Hinweise auf menschliche Tätigkeiten, von der früheren Befestigungsanlage bis zu den archäologisch belegten Wohnanlagen und der Eisenverhüttung.

Wanderungen planen

Ein neu eingerichteter Rundweg verbindet die Burgwüstung Altenberg mit der Burgruine Reifferscheid. Der Wanderparkplatz an der Blumenthaler Straße in Hellenthal-Reifferscheid ist der Ausgangspunkt; die Beschilderung „Burgwüstung Altenberg“ weist von dort den Weg. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegweisung vor Ort und den Zustand des Weges.

Die EifelSpur „Auf den Spuren der Raubritter“ ist eine mittelschwere Wanderung über 13,4 Kilometer. Die Dauer beträgt etwa vier Stunden, der Aufstieg 390 Höhenmeter. Unterwegs gelangen Wandernde an der Flur „Altenberg“ zu einer alten Burgwüstung. Beziehen Sie die ungefähre Gehzeit, die Höhenmeter und den angegebenen Schwierigkeitsgrad in Ihre Tagesplanung ein; auch die aktuellen Wegbedingungen sollten Sie vor dem Start prüfen.

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Die Angaben setzen unterschiedliche Akzente: Beim Rundweg helfen der benannte Ausgangspunkt und die Beschilderung bei der Orientierung. Die EifelSpur lässt sich anhand ihrer Streckenlänge, der ungefähren Dauer, der Höhenmeter und der mittelschweren Einstufung einordnen. So können Sie die Tourenplanung an den Informationen ausrichten, die für Ihre Tagesgestaltung besonders wichtig sind.

Kapellen in Wollenberg

Im Dezember 2021 wurde in der Glockengießerei Schmitt eine Glocke für die Kapelle St. Sebastianus in Wollenberg gegossen. Das datierte Ereignis ergänzt die frühen archäologischen Hinweise um einen konkreten Einblick in die jüngere Ortsgeschichte. Die zeitliche Einordnung unterscheidet den Glockenguss klar von den Funden aus dem 3. und 4. Jahrhundert.

Ein Ende 2024 erschienenes Pfarrbulletin berichtet, dass im Sommer das Dach der Michaelskapelle in Wollenberg neu gedeckt und anschließend die Wände neu gestrichen wurden. Die Arbeiten betreffen die Michaelskapelle; die 2021 gegossene Glocke war dagegen für St. Sebastianus bestimmt. So lassen sich die beiden Hinweise auf unterschiedliche Kapellen und Ereignisse beziehen.

Weitere Reiseziele entdecken: Oberschömbach, Hollerath, Hönningen, Schnorrenberg, Ramscheid, Rescheid, Udenbreth, Reifferscheid

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hellenthal.

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