Winzenburg: Burganlage und Quellen
Unterkünfte in Winzenburg
Für die Reiseplanung nach Winzenburg können Sie sich an zwei Themen orientieren: historischen Befestigungsformen und einer vielgestaltigen Quellenlandschaft. Die erhaltenen Bauteile, die archäologische Einordnung und konkrete Streckenangaben bieten unterschiedliche Ansatzpunkte, um Interessen und Zeitrahmen zu planen.
Befestigungsspuren und historische Einordnung
An der Burganlage Winzenburg sind Gräben und Wälle erhalten, die ihre eindrucksvollen Ausmaße zeigen. Die Hohe Schanze lässt sich über ihre Nutzung und die Gliederung des Befestigungswerks einordnen. Im 9. Jahrhundert wurde sie weiterhin oder erneut genutzt. Die Anhöhe war von einer großflächigen Befestigung eingenommen, zu der drei Wälle, mehrere Gräben und Kanterwälle am Rand der steilen Hänge gehörten. Eine Toranlage zur Vorburg ist noch heute deutlich zu erkennen. Bei der Burganlage stehen die erhaltenen Gräben und Wälle im Zusammenhang mit den eindrucksvollen Ausmaßen; bei der Hohen Schanze sind mehrere Bauelemente und die erkennbare Toranlage benannt.
Quellenlandschaft und Zugang
Archäologische Funde belegen eindeutig, dass die Apenteichquelle ein Quellheiligtum ist. Die Apenteichquelle und die Apenteiche erreichen Sie vom Wanderparkplatz „Apenteich“ am Waldrand von Winzenburg über einen etwa 150 Meter langen Wanderweg. Der benannte Ausgangspunkt und die kurze Wegstrecke helfen bei der Orientierung vor dem Besuch. Zugangsdaten können sich saisonal ändern; prüfen Sie deshalb die aktuelle Situation vor Ihrem Besuch.
Unterhalb der Tiebenburg entspringen in einer Mulde am Steilhang mehrere Quellen. An der Ostseite sorgt eine Steinfassung für gebündelten Wasseraustritt; an anderen Stellen sprudelt, quillt und sickert das Wasser. Das Quellbild unterscheidet sich damit von Stelle zu Stelle: An der Ostseite ist der Austritt gefasst, andernorts zeigen sich Sprudeln, Quellen und Sickern.
Radtour durch Winzenburg
Die Radtour „Fischerei & Ackerbau“ führt durch Winzenburg, ist 27 Kilometer lang und dauert zwei bis drei Stunden. Länge und Zeitrahmen lassen sich gemeinsam für die Tagesplanung berücksichtigen. Prüfen Sie die Routendetails vor der Fahrt.
Ergänzender Kontext: Freden (Leine)
Im übergeordneten Reiseziel Freden (Leine) kommen eigene historische und überregionale Themen hinzu. Freden wurde 1068 erstmals urkundlich als Kirchort erwähnt. Der etwa 410 Kilometer lange Leine-Heide-Radweg führt durch Freden (Leine), das Leinebergland, das Hannover Land und die Lüneburger Heide bis nach Hamburg. Seine Quelle liegt bei Leinefelde in Thüringen. Die Gesamtstrecke ist ein anderer Maßstab als die 27 Kilometer der Radtour „Fischerei & Ackerbau“ durch Winzenburg, für die zusätzlich eine Dauer von zwei bis drei Stunden angegeben ist.
In Freden steht der massive Kirchturm von St. Georg: Seine ältesten Teile aus Bruchsteinmauerwerk stammen aus der romanischen Bauphase der Kirche. In St. Georg befindet sich außerdem ein barocker Taufengel aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der für den Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld besonders typisch ist. Die Fredener Zehntscheune ist ein Veranstaltungsort für kulturelle Aktivitäten. Bruchsteinmauerwerk und Holzbalkenkonstruktionen prägen das Gebäude; es bietet Sitzplätze für etwa 350 Personen.
Weitere Reiseziele entdecken: Nordstemmen, Bockenem, Marienhagen, Burgstemmen, Söhlde, Holle, Sarstedt, Nettlingen
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hildesheim.