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Villmar entdecken: Marmor, Ortsgeschichte und Natur

Unterkünfte in Villmar

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Villmar bietet mehrere unterschiedliche Blickwinkel auf Geschichte und Natur. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul, die Zeugnisse der Marmorverarbeitung und der UNICA-Marmorbruch stehen für sehr verschiedene Zeithorizonte. Ein Vergleich zwischen Baugeschichte, Technik und Erdgeschichte bietet einen roten Faden, wenn Sie die Reise nach eigenen Interessen planen.

Kirche, Tore und Ortsgeschichte

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde zwischen 1746 und 1749 erbaut und ist als Kulturdenkmal nach § 9 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes geschützt. Die beiden Barocktore Matthiaspforte und Valeriuspforte markierten einst den Immunitätsbezirk nahe der Kirche. Damit stehen Kirchenbau und frühere Bezirksgrenze nebeneinander: Der Bau verweist auf das 18. Jahrhundert, die Tore auf die historische Gliederung des Bereichs bei der Kirche. Als sechste Station des ersten Rundgangs auf dem Lahn-Marmor-Weg ist die Pfarrkirche zugleich in eine Route eingebunden. Wenn Sie diesen Weg einplanen, prüfen Sie die Beschilderung vor Ort.

Marmor zwischen Erdgeschichte und Technik

Die Marmorbrücke wurde 1893 und 1894 gebaut, um Villmar mit seinem Bahnhof und den Marmorbrüchen zu verbinden. Ihre Funktion macht sie zu einem Zeugnis der Verkehrs- und Marmorwirtschaft; die Baujahre verorten sie in der Geschichte des späten 19. Jahrhunderts. Am Lahnufer zeigt die Steinfräse Marmorblöcke, eine Drahtseilsäge und eine Schleifmaschine, die mit der Marmorverarbeitung um 1900 verbunden sind. So ergänzen sich zwei Perspektiven: Die Brücke steht für die Verbindung zu Bahnhof und Steinbrüchen, die ausgestellten Gegenstände für die Verarbeitung des Materials. Der UNICA-Marmorbruch ist ein nationales Geotop und enthält ein ungefähr 380 Millionen Jahre altes Stromatoporenriff. Dieser Zeitmaßstab reicht weit über die Bau- und Technikgeschichte hinaus.

Feste, Natur und Wege

Der Nikolaus-Homm-Park ist Veranstaltungsort des jährlich stattfindenden Pfarrfests und Peter-Paul-Fests. Wenn Sie Ihre Reise mit einem dieser Feste verbinden möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vorab. Daneben führt der Natura Trail durch das Naturschutzgebiet Arfurter Felsen, das innerhalb des FFH-Gebiets „Lahntal und seine Hänge“ liegt. Damit stehen neben Kultur- und Industriegeschichte auch Natur- und Schutzgebietsthemen zur Auswahl. Beachten Sie bei einem Besuch die geltenden Schutzgebietsregeln.

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Im übergeordneten Reiseziel Limburg-Weilburg

Im übergeordneten Reiseziel Limburg-Weilburg gibt es eigenständige Themen in Runkel. Die mittelalterliche Burg Runkel wurde erstmals 1159 erwähnt und prägt noch heute das Stadtbild. Die historische Lahnbrücke in Runkel stammt aus dem Jahr 1448 und gehört zu den ältesten Brücken an der Lahn, die in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten sind. Damit bietet Runkel zwei unterschiedliche Zugänge zu seiner Geschichte: die Burg im heutigen Stadtbild und die historische Brücke. In Runkel verlaufen außerdem der Lahnwanderweg und die permanenten Wanderwege „In den Steilhängen der Lahn“ sowie „Durch das Kerkerbachtal“. Zum Radfahren laden dort der Lahnradweg und der Kerkerbachtalradweg ein.

Für das übergeordnete Reiseziel Limburg-Weilburg ist der Lahnradweg mit vier Sternen zertifiziert und 245 Kilometer lang. Die Lahntalbahn bietet entlang der Route eine sehr gute ÖPNV-Anbindung; prüfen Sie den konkreten Fahrplan vor Ihrer Reise.

Weitere Reiseziele entdecken: Falkenbach, Dornburg, Löhnberg, Hünfelden, Elz, Fussingen, Mengerskirchen, Weinbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Limburg-Weilburg.

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