Mengerskirchen: Schlossgeschichte und Radwege
Unterkünfte in Mengerskirchen
In Mengerskirchen stehen historische Bauwerke und Radwege als zwei klar unterscheidbare Themen für Ihre Reiseplanung. Im Mittelpunkt der ummauerten Ortsanlage liegt Schloss Mengerskirchen; in seinem ältesten Teil befindet sich das Turmmuseum. Auch die Radwege haben unterschiedliche Bezüge zum Ort: „Rund um den Knoten“ führt um Mengerskirchen, während der Fernradweg R8 direkt am Seeweiher entlang verläuft.
Schloss Mengerskirchen und Turmmuseum
Das Schloss wurde zwischen 1321 und 1341 erbaut und bildet den Mittelpunkt der ummauerten Ortsanlage. Von seinem eigenen Mauerring ist ein Reststück mit der Pforte und dem Halbturm erhalten. Damit sind zwei bauliche Ebenen fassbar: die zentrale Stellung des Schlosses im ummauerten Ort und die Reste seiner eigenen Umfassung. Die Datierung des Schlosses verweist in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts; der erhaltene Mauerabschnitt ergänzt das Bild um konkrete Bauteile.
Den ältesten Teil des Schlosses bildet ein mittelalterlicher Wohn- und Wehrturm, den Graf Johann von Nassau-Dillenburg 1320 errichten ließ. Im Turm befindet sich mittelalterliche Rankenmalerei in Kalk-Secco-Technik aus dem Jahr 1523. Das Turmmuseum wurde 1990 eröffnet. Zu seinen ältesten Ausstellungsstücken gehören keltische Vorratsgefäße aus der Zeit um 500 v. Chr. In der Eingangshalle sind Fragmente einer Architekturmalerei aus dem 17. Jahrhundert zu besichtigen. So treffen in den Museumsthemen frühe keltische Gefäße, mittelalterlicher Wehrbau und Malerei aus mehreren Jahrhunderten aufeinander.
Kirche und weitere Spuren der Ortsgeschichte
Auch die Pfarrkirche St. Maria Magdalena ergänzt die Ortsgeschichte. Sie steht an der Stelle einer Kirche, die 1313 erstmals erwähnt wurde. Diese Erwähnung einer Kirche an diesem Ort liegt vor den Baujahren des Schlosses und ergänzt damit die zeitliche Perspektive auf Mengerskirchen.
Radfahren in und um Mengerskirchen
Der 32 Kilometer lange Radrundweg „Rund um den Knoten“ führt durch die Mittelgebirgslandschaft des Westerwaldes und verläuft um Mengerskirchen. Seine Länge gibt einen konkreten Umfang für die Reiseplanung vor; der Landschaftsbezug ist ein weiterer Anhaltspunkt für die Wahl einer Radtour. Der Fernradweg R8 verläuft in Mengerskirchen direkt am Seeweiher entlang. Damit unterscheiden sich die örtlichen Rad-Bezüge: Bei „Rund um den Knoten“ stehen Rundführung, Landschaft und Länge im Vordergrund, beim R8 der Verlauf am Seeweiher. Sie können Ihre Reiseentscheidung daran ausrichten, ob Sie eine Runde mit benannter Streckenlänge oder den Seeweiher als lokalen Bezugspunkt bevorzugen.
Weitere historische Akzente im übergeordneten Reiseziel Limburg-Weilburg
Im übergeordneten Reiseziel Limburg-Weilburg ergänzen weitere Orte den Blick auf die regionale Baugeschichte. In Runkel wurde die mittelalterliche Burg erstmals 1159 erwähnt und prägt bis heute das Stadtbild. Die historische Lahnbrücke dort stammt aus dem Jahr 1448 und gehört zu den ältesten Brücken an der Lahn, die in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten sind. In Limburg erhebt sich der St.-Georgs-Dom mit seinen sieben Türmen auf einem steilen Felsen über der Lahn. Diese Beispiele setzen andere Schwerpunkte als Schloss und Turmmuseum in Mengerskirchen: Burg und Brücke in Runkel, sakrale Architektur in Limburg.
Weitere Reiseziele entdecken: Weilmünster, Hadamar, Elz, Hünfelden, Limburg An Der Lahn, Villmar, Bad Camberg, Brechen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Limburg-Weilburg.