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Limburg-Weilburg: Lahn, Kultur und Natur entdecken

Unterkünfte in Limburg-Weilburg

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Limburg-Weilburg bietet für eine Reise mehrere eigenständige Schwerpunkte: mittelalterliche Stadtbilder, technische Baugeschichte, Kunst, Wander- und Radtouren sowie besondere Naturorte. Die Auswahl lässt sich danach ausrichten, ob Sie vor allem Architektur, Bewegung im Freien oder einzelne Kultur- und Erinnerungsorte erleben möchten.

Historische Ortsbilder und Bauwerke

In Runkel prägen Burg und Lahnbrücke zwei unterschiedliche Kapitel der Baugeschichte. Die mittelalterliche Burg wurde erstmals 1159 erwähnt und bestimmt bis heute das Stadtbild. Die historische Lahnbrücke stammt aus dem Jahr 1448 und gehört zu den ältesten Brücken an der Lahn, die in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten sind. Beide Bauwerke machen Runkel zu einem reizvollen Ziel für alle, die sich für historische Architektur interessieren.

Limburg setzt einen anderen Akzent: Die historische Fachwerk-Altstadt ist einer der wenigen unzerstörten mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands und wurde vorbildlich saniert. Über der Lahn thront der St.-Georgs-Dom auf einem steilen Felsen. Als Wahrzeichen der Stadt ist er mit seinen sieben Türmen ein Kulturdenkmal von europäischem Format. Hier treffen ein prägender historischer Stadtkern und ein markanter Sakralbau aufeinander.

In Weilburg kommen Residenzgeschichte und technische Baukunst hinzu. Schloss Weilburg wurde auf einem Bergsporn hoch über der Lahn erbaut und gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Hessens. Der befahrbare Schiffstunnel entstand zwischen 1844 und 1847 und ist Deutschlands ältester und längster befahrbarer Schifffahrtstunnel. Zusammen mit der Kuppelschleuse an seinem unteren Ausgang bildet er ein einmaliges technisches Denkmal. Bei einer Kanutour in Weilburg können Sie den einzigen noch befahrbaren Schiffstunnel passieren.

Auch zeitgenössische Kunst hat ihren Platz: Das Rosenhang Museum in Weilburg entstand in der ehemaligen Brauerei August Helbig. Auf rund 2.000 Quadratmetern zeigt es zeitgenössische Kunst in wechselnden Ausstellungen; außerdem stehen Ateliers für Kunstschaffende zur Verfügung.

Wander- und Radtouren in Runkel und an der Lahn

In Runkel verlaufen der Lahnwanderweg sowie die permanenten Wanderwege „In den Steilhängen der Lahn“ und „Durch das Kerkerbachtal“. Für Radtouren laden dort der Lahnradweg und der Kerkerbachtalradweg ein. In Runkel können Sie zwischen Wanderungen auf den genannten Wegen und Radtouren auf den beiden Radwegen wählen.

Für eine längere Radtour bietet sich der Routenplan 1 an: Die 48 Kilometer lange, mittelschwere Rundtour führt von Limburg durch das Kerkerbachtal und den hessischen Westerwald, über Hadamar und zurück nach Limburg. Der Lahnradweg ist mit vier Sternen zertifiziert, 245 Kilometer lang und über die Lahntalbahn sehr gut an den öffentlichen Verkehr angebunden. Prüfen Sie vor dem Start die Routenbedingungen.

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Naturbeobachtungen und besondere Landschaften

Im Wildpark „Tiergarten Weilburg“ können Sie einheimische Tierarten in naturnaher Umgebung beobachten. Die Anlage blickt auf eine 400-jährige Tradition zurück; zu den Tieren zählen Bären, Wölfe, Elche, Wisente und Auerochsen, Rothirsche, Wildschweine, Steinböcke und Mufflons. Die Vielfalt reicht damit von großen Pflanzenfressern bis zu weiteren heimischen Wildarten.

Ein ganz anderes Naturerlebnis bietet die Kristallhöhle Kubach: Sie ist die einzige Kristallhöhle Deutschlands und von 350 Millionen Jahre altem Kalkstein umgeben. Zahlreiche Kristalle und Perltropfsteine prägen das Innere. Am Mensfelder Kopf steht dagegen der Schutz der Landschaft im Vordergrund. Das Naturschutzgebiet ist ein europäisches Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiet mit schützenswerten Lebensräumen für viele, teils seltene Tier- und Pflanzenarten.

Kultur, Erinnerung und regionale Tradition

Auf dem Beselicher Kopf liegt die Basilikaruine eines ehemaligen Prämonstratenserinnenklosters. Die Ruine wurde durch den Verein zur Erhaltung der Klosterruine umfangreich renoviert und ist Ausgangspunkt landschaftlich attraktiver Wanderwege. Auch die Wallfahrtskapelle Beselich erzählt von der religiösen Geschichte des Ortes: Der Franziskanereremit Leonhard Niederstraßen erbaute sie 1763. 1767 erhielt sie den Namen Maria Hilf und wurde den 14 Nothelfern geweiht. Bis heute ist die Kapelle Ziel von Wallfahrten aus der Region.

Die Gedenkstätte Hadamar auf dem Mönchberg erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen. Sie setzt einen ernsten, wichtigen Akzent neben den historischen Bauwerken und Ausflugszielen des Reiseziels.

Eine regionale Tradition lässt sich im Selterswassermuseum kennenlernen. Bei Führungen können Besucher im Jugendstil-Brunnentempel von 1907, im Haustrunkraum und in den Gesellschaftsräumen den Urtyp des Selterswassers probieren. Die Seltersquelle ist seit 1536 bekannt. Führungen sind nach Voranmeldung möglich; planen Sie diese Besichtigung daher mit vorheriger Anmeldung ein.

Weitere Reiseziele entdecken: Elbtal, Weilmünster, Bad Camberg, Limburg an der Lahn, Runkel, Löhnberg, Weilburg, Villmar, Mengerskirchen, Hadamar, Selters, Hintermeilingen, Elz, Hünfelden, Weinbach, Dornburg, Brechen, Fussingen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hessen.

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