Kelsterbach: Stadtmuseum, Mainufer und Natur
Unterkünfte in Kelsterbach
Kelsterbach lässt sich aus mehreren Blickwinkeln entdecken: Das Stadtmuseum vermittelt Stadtgeschichte und zeigt unterschiedliche Bezüge zum Main. Landschaft und Naturbeobachtung stehen am Staudenweiher und an der Kelsterbacher Terrasse im Mittelpunkt; die Regionalpark-Klimaroute widmet sich ökologischen Zusammenhängen. Überlegen Sie bei der Planung Ihres Aufenthalts, welche dieser Themen Sie besonders interessieren.
Stadtgeschichte im Stadtmuseum
Im Erdgeschoss des Stadtmuseums Kelsterbach erhalten Sie einen Überblick über die Stadtgeschichte seit dem 16. Jahrhundert. Zu den besonderen Themen gehört die Kelsterbacher Porzellan-Manufaktur: Das Museum zeigt zahlreiche Erzeugnisse. Landgraf Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt gründete die Manufaktur 1761. Am Ort wurden außerdem von 1765 bis 1840 Fayencen und Steingut hergestellt. So begegnen Ihnen in der Sammlung sowohl Erzeugnisse der Manufaktur als auch weitere örtlich produzierte Keramikwaren.
Ein anderer zeitlicher Schwerpunkt ist die provinzialrömische Vergangenheit. Das Museum dokumentiert die Ausgrabung des Gebäudes „Auf der Steinmauer“ aus der Zeit von 220 bis 260 nach Christus. Es wird mit einem Hirschkult um den keltischen Gott Cernunnos in Verbindung gebracht. Die Einordnung steht damit neben den weiteren historischen Themen des Hauses, ohne die unterschiedlichen Epochen miteinander gleichzusetzen.
Auch ein Modell des ehemaligen Renaissance-Schlosses Wolfenburg ist Teil der Ausstellung. Graf Wolfgang von Ysenburg-Ronneburg ließ das Schloss zwischen 1564 und 1580 erbauen; im Laufe des Dreißigjährigen Krieges wurde es mehrfach zerstört. Ein eigener Museumsraum widmet sich dem Main. Dort sehen Sie Flussfunde unterschiedlichen Alters, Gegenstände der Flößerei und Fischerei, präparierte Flussfische sowie Schiffsmodelle. Die Exponate geben dem Fluss im Museum einen eigenen Platz neben Stadtgeschichte, Handwerk und Baugeschichte.
Mainlandschaft und Naturbeobachtung
Die Kelsterbacher Terrasse ist eine eiszeitliche Flussterrasse des Mains. Das Steilufer an der Terrasse ist bis zu 17 Meter hoch. Einen anderen Landschaftseindruck bietet der Staudenweiher: Der stille See ist von dichtem Wald umgeben. Von der Aussichtsplattform überblicken Sie den gesamten See; sie bietet außerdem gute Möglichkeiten zur Natur- und Vogelbeobachtung.
Für Radfahrende und Spaziergänger liegt der Staudenweiher direkt an der Regionalparkroute. Aus dem Südpark ist er nach einem kurzen Fußweg erreichbar. Damit sind sowohl die Route als auch ein Fußweg vom Südpark als Orientierung für den Besuch genannt, ohne dass dafür eine bestimmte Gehzeit angesetzt werden muss.
Klimaroute und weitere Eindrücke
An der Station „Flusswälder“ der Regionalpark-Klimaroute ist ein Modell in den Boden eingelassen, das ein Überschwemmungsereignis simuliert. Sie können beobachten, wie sich Wasser in einer Landschaft mit und ohne Auwald verhält. Die Station „Flora Fauna“ zeigt, wie der Klimawandel Tiere und Pflanzen entlang des Mains beeinflusst und ökologische Beziehungen verändert. So behandelt die Route sowohl das Verhalten von Wasser in unterschiedlichen Landschaften als auch Veränderungen in der Natur.
Auch das historische Unterdorf gehört zu den kulturellen Eindrücken Kelsterbachs; dort stehen mehrere hübsch restaurierte Fachwerkhäuser. Ein großer Wasserspielplatz bietet Kindern im Sommer Spaß und Abkühlung. Sein saisonaler Bezug macht ihn vor allem für die Planung eines Sommeraufenthalts relevant. Der Besuch der Kelsterbacher Mainuferpromenade ist kostenfrei.
Besuchsplanung
Das Stadtmuseum Kelsterbach ist sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt ist frei, auch für Sonderausstellungen und Vorträge. Wenn Sie Ihren Aufenthalt um einen Museumsbesuch herum planen, prüfen Sie die Öffnungszeiten vor der Anreise. Für einen Termin außerhalb der genannten Sonntagszeiten ist die Vereinbarung wichtig. Wenn Sie die Mainuferpromenade besuchen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Zugangsinformationen.
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