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Reitwein zwischen Oderbruch und Geschichte

Unterkünfte in Reitwein

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Reitwein liegt am Fuß des bewaldeten Reitweiner Sporns, eines Höhenzugs, der sich in den Oderbruch erstreckt. Zur Ortskulisse gehört die Stüler-Kirche: Ihr hoher Turm aus rotem Backstein liegt am grünen Hang und gilt als Wahrzeichen des südlichen Oderbruchs. Sporn, Hang und Kirchturm geben dem Ort zwei gut erkennbare Bezugspunkte – einen für die Landschaft und einen für die Baugeschichte.

Wandern und Aussicht

Reitweins Wanderwege gelten als gut ausgeschildert; Informationstafeln und Bänke ergänzen die Besuchsinfrastruktur. Die Markierungen und Tafeln helfen bei der Orientierung, während Bänke Gelegenheit für eine Pause bieten. Ein Abstecher zur Reitwein-Spur eröffnet Panoramablicke auf das Odertal und die Reitweiner Stüler-Kirche.

Mit dem Rad unterwegs

Auch Radreisende können Reitwein auf zwei unterschiedlichen Streckenbezügen einordnen. Eine 50 Kilometer lange Etappe des Oder-Neiße-Radwegs führt von Frankfurt (Oder) nach Küstrin-Kietz und verläuft durch Reitwein. Die E-Bike-Tour „Lebuser Land und Reitweiner Sporn“ passiert ebenfalls den Ort. Die Oder-Neiße-Etappe bietet mit Länge und beiden Endpunkten eine konkrete Orientierung für die Streckenplanung; die E-Bike-Tour setzt einen thematischen Akzent auf Lebuser Land und Reitweiner Sporn. Routenbedingungen können sich ändern, daher lohnt sich vor der Fahrt ein Blick auf aktuelle Wegehinweise.

Zu Reitweins Besucherangebot zählen Fahrradverleih, Fahrradabstellmöglichkeiten und eine Busverbindung. Prüfen Sie aktuelle Hinweise zu diesen Angeboten und zur Wegeführung, wenn Sie Ihre Anreise oder Tour darauf abstimmen.

Geschichte am Ort

Schloss Reitwein ließ der Gutsbesitzer Joachim Erdmann von Burgsdorff in den frühen 1670er-Jahren errichten. Nach der Schlacht bei Kunersdorf 1759 verbrachte König Friedrich II. die ersten entscheidenden Tage auf Schloss Reitwein. So treffen die Geschichte der Bauherrschaft im 17. Jahrhundert und ein konkretes Kapitel der Ereignisgeschichte auf denselben Ort.

Am früheren Schlossstandort zeichnet eine Hainbuchenhecke den Grundriss des zerstörten Gebäudes nach. Informationstafeln behandeln Reitwein und den zerstörten Bau.

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Auf dem Gipfel des Reitweiner Sporns sind Erdbunker und Schützengräben erhalten. Der Reitweiner Sporn steht unter Denkmalschutz. Die Diplomatentreppe wurde 1984 gebaut, damit Botschafter aus 40 diplomatischen Missionen den Oderdeich erklimmen konnten. So stehen militärische Spuren und ein diplomatisch geprägter Anlass als unterschiedliche historische Themen nebeneinander.

Handwerk aus Reitwein

Die Reitweiner Wiesenkeramik greift in ihren Mustern Wildpflanzen aus Reitwein auf. Anders als die Spuren am Sporn und am ehemaligen Schloss steht hier ein lokales Handwerk im Mittelpunkt: Die Keramik ist zum Anschauen und Kaufen bestimmt.

Märkisch-Oderland: Natur- und Kulturthemen

In Märkisch-Oderland gibt es weitere eigenständige Natur- und Kulturangebote. In der Märkischen Schweiz lassen sich der 17 Kilometer lange Natura Trail und die knapp 21 Kilometer lange zertifizierte Naturparkroute Märkische Schweiz erkunden; prüfen Sie die aktuellen Routenbedingungen vor einer Tour. In Buckow ist das Brecht-Weigel-Haus seit 1977 ein Museum. Das Literaturmuseum veranstaltet ganzjährig Lesungen, Konzerte, Gespräche, Diskussionen, Filme, Ausstellungen und Sonderführungen; die einzelnen Angebote wechseln.

Weitere Reiseziele entdecken: Neulewin, Werder, Altlandsberg, Garzau-Garzin, Fichtenhöhe, Sietzing, Buchholz, Lindendorf

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Märkisch-Oderland.

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