Sindelsdorf: Malerwege, Kunstgeschichte und Dorfkultur
Unterkünfte in Sindelsdorf
Sindelsdorf liegt auf 608 Metern über dem Meeresspiegel in der abwechslungsreichen Landschaft des Alpenvorlandes, zwischen Starnberger See und Kochelsee. Auch ein traditioneller Markt gehört zum Ortsleben. Die unterschiedlichen Schwerpunkte helfen Ihnen, Sindelsdorf als Ziel für Ihren Aufenthalt einzuordnen.
Künstlergeschichte auf den Wegen
Der Sindelsdorfer Malerrundweg umfasst 13 Stationen mit Sitzgelegenheiten und Informationsmaterial. An ihnen können Besucher die Originalschauplätze der Künstler entdecken, die früher in Sindelsdorf lebten. Ein wesentliches Element des neu geschaffenen Weges ist die gemeindeeigene Gartenlaube. Sie wurde restauriert und nahe ihrem ursprünglichen Standort wieder aufgestellt. In der berühmten Gartenlaube traf Franz Marc mit seinen Freunden zusammen; dort wurde die Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter“ gegründet. So begegnen sich entlang des Malerrundwegs die Geschichte des Ortes und die Künstler, die früher hier lebten.
Rundwege und Ortsgeschichte
Der Rundweg durch Sindelsdorf umfasst 12 Stationen im Ort und 3 Stationen außerhalb des Ortskerns. Der Malerweg umfasst als äußere Station das ehemalige Wohnhaus von Franz Marc, das Niggl-Haus. Er verläuft überwiegend auf befestigten Wegen im Dorf. Beim Queren von Straßen ist besonders mit Kindern auf den Verkehr zu achten.
Eine andere Zeitschicht zeigt sich im Bereich der katholischen Pfarrkirche St. Georg und ihrer Vorgängerbauten: Dort sind untertägige spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde als Bodendenkmal verzeichnet. Der Blick auf Sindelsdorf reicht damit von der Künstlergeschichte bis zu archäologischen Spuren am Standort der Pfarrkirche.
Markt und Anreise
Der traditionelle Georgi-Markt findet in der Ortsmitte von Sindelsdorf statt. Regionale Anbieter und selbstgemachte Spezialitäten prägen das Marktangebot. Prüfen Sie den Termin vor Ihrer Reise.
Mit Zug und Bus führt die Verbindung von München oder Kochel mit der Regionalbahn RB 66 nach Penzberg. Von dort bestehen Busverbindungen der Linien MVV 394 oder RVO Oberbayern 9654 nach Sindelsdorf. Prüfen Sie Linien und Anschlüsse vor der Fahrt.
Mit dem Auto liegt Sindelsdorf nahe der A95 zwischen München und Garmisch-Partenkirchen. Über die Ausfahrt Sindelsdorf erreichen Sie das Ortszentrum in wenigen Minuten. Prüfen Sie vor der Fahrt die Streckenbedingungen.
Das übergeordnete Reiseziel Weilheim-Schongau
Im übergeordneten Reiseziel Weilheim-Schongau öffnet sich der Blick auf eine weitere regionale Ebene. Weilheim-Schongau liegt in der Reiseregion Pfaffenwinkel. Der Lech begrenzt das Gebiet im Westen, die Ammer fließt durch sein Kerngebiet und die Loisach verläuft an seiner Ostgrenze.
Ein eigenes Thema der Region ist die Wieskirche bei Steingaden. Dominikus Zimmermann erbaute sie von 1745 bis 1754; seit 1983 ist sie UNESCO-Welterbestätte. Die Wieskirche lädt zu Gottesdiensten, Sommerkonzerten und stiller Einkehr ein. Die Termine können variieren, planen Sie einen Besuch daher mit Blick auf das jeweilige Programm.
Technikgeschichte erleben Sie im übergeordneten Reiseziel Weilheim-Schongau auch auf dem etwa 5 Kilometer langen Erdfunkstelle-Wanderweg. Er beginnt am Bahnhof Raisting und führt durch die Erdfunkstelle an den großen Satellitenschüsseln und am Industriedenkmal Radom mit der historischen Antenne 1 vorbei. Die Länge ist ungefähr angegeben; auch die Wegbedingungen können variieren.
Das Bergwerksmuseum Penzberg bewahrt die Erinnerung an den dortigen Pechkohlebergbau, der von 1796 bis 1966 betrieben wurde. Mehrsprachige Führungen werden für internationale Gäste, Familien und Schulklassen angeboten. Damit umfasst der regionale Blick neben Kunst- und Baugeschichte auch Industriegeschichte.
Weitere Reiseziele entdecken: Antdorf, Obersöchering.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Habach.