Hof: Wege, Museen und Geschichten
Unterkünfte in Hof
Das Höllental ist ein 3,8 Kilometer langer Abschnitt des Selbitztals zwischen Hölle, einem Ortsteil der Stadt Naila, und Blechschmidtenhammer, das zur Stadt Lichtenberg gehört, im Landkreis Hof. Das Hofer Land umfasst 27 Kommunen sowie die kreisfreie Stadt Hof. Im Landkreis prägt eine oberfränkische Hügellandschaft mit vielfältiger Pflanzen- und Tierwelt die Region.
Wandern im Höllental
Mehr als 30 Kilometer markierte Wege erschließen das Wandergebiet zwischen Hölle und Blechschmidtenhammer sowie zwischen den Tälern der Selbitz, der Thüringischen Muschwitz und der Sächsischen Saale. Für den Vergleich verschiedener Touren bieten die angegebenen Streckenlängen eine klare Orientierung: Der Felsenpfad US 14 führt auf 5,4 Kilometern an Felsen vorbei und eröffnet weite Blicke ins Tal. Die FrankenwaldSteigla Höllentour verläuft über 7,4 Kilometer auf schmalen Pfaden durch das Naturschutzgebiet. Der Rundweg König David US 21 führt von Issigau durch das Höllental zum Aussichtsfelsen König David und zurück; er ist 11,2 Kilometer lang.
Eine weitere Rundtour ist der etwa 7 Kilometer lange Erlebnispfad Geologie und Bergbau zwischen dem Höllental und dem westlich gelegenen Lochbachtal. Start und Ziel liegen am Informationszentrum des Naturparks Frankenwald im alten Lichtenberger Bahnhof in Blechschmidtenhammer; dort stehen Parkplätze zur Verfügung. Wer längere Wegeverbindungen in den Blick nimmt: Der Frankenweg beginnt in Untereichenstein, einem Wanderknotenpunkt, an dem auch Rennsteig, FrankenwaldSteig, Blauer Kammweg und Fränkischer Gebirgsweg beginnen. Streckenverläufe können sich ändern; prüfen Sie die Toureninformationen vor Ihrer Wanderung.
Bergbaugeschichte und Erinnerung
Der Friedrich-Wilhelm-Stollen ist ein heutiges Schaubergwerk und zugleich ein 1.000 Meter langer Entwässerungsstollen, den Alexander von Humboldt gründete. Als Baudenkmal steht er unter Schutz; seine Denkmalnummer lautet D-4-75-146-19. In Mödlareuth widmet sich das Deutsch-Deutsche Museum dem ehemaligen Ort der Trennung und Teilung. Es vermittelt ihn als Gedenkstätte, als Ort der Überwindung von Grenzen und als Ort der Begegnung. Auf einem rund 15.000 Quadratmeter großen Freigelände bewahrt das Museum große Teile der für Mödlareuth spezifischen ehemaligen Sperranlagen im Original.
Museen zu Handwerk und Regionalgeschichte
Schauenstein vereint unterschiedliche Einblicke in Orts- und Technikgeschichte. Zu den dortigen Sehenswürdigkeiten zählen die Naturdenkmale Wachende Jungfrau und Schlafender Riese, die Kirche und der denkmalgeschützte Marktplatz als Ensemble. Schloss Schauenstein beherbergt das Heimatmuseum und einen Teil des Oberfränkischen Feuerwehrmuseums. Dieses zeigt anhand von Originalexponaten die Entwicklung der Feuerwehr im Landkreis Hof von 1855 bis in die Gegenwart. Eine Handdruckspritze aus dem Jahr 1855 wird als ältestes und wichtigstes Ausstellungsstück bezeichnet. Das Heimatmuseum umfasst außerdem Tierpräparate, eine Mineraliensammlung sowie Handwerker- und Bürgerstuben.
Im Oberfränkischen Textilmuseum in Helmbrechts reicht der Blick auf die Textilproduktion von der einfachen Hausweberei bis zur industriellen Weberei. Im Erdgeschoss fallen drei Stapel des Längsten Schals ins Auge; sie wiegen weit mehr als eine halbe Tonne. Wiederkehrende Kurse und Fortbildungen beschäftigen sich mit Handarbeit und Stoffverarbeitung, darunter Nähen, Quilten und Drucken. Die einzelnen Termine können variieren. Das Weberhaus Marlesreuth wiederum zeigt das karge Leben der Handweber rund um den dominierenden Handwebstuhl und dessen Funktion. Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtete Gebäude gehört zu den ältesten erhaltenen Privathäusern des Ortes.
In Schwarzenbach an der Saale ist das Erika-Fuchs-Haus Deutschlands erstes Comicmuseum. Interaktive Stationen laden dazu ein, Sprache spielerisch zu erkunden. Sonderausstellungen, Vorträge, Lesungen und Workshops greifen immer wieder Comic und Sprachkunst auf; das jeweilige Programm kann wechseln.
Stadt Hof, Natur und Erholung
Auch in der kreisfreien Stadt Hof finden sich eigene Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt. Das Museum Bayerisches Vogtland verbindet Stadt- und Regionalgeschichte mit Technik- und Textilgeschichte, Handwerk und Gewerbe sowie naturkundlichen Darstellungen. Der Bürgerpark Theresienstein umfasst 70 Hektar englischen Gartens und gilt als Schmuckstück. Am Untreusee sind Schwimmen, Surfen, Segeln, Rudern und Kajakfahren möglich; einzelne Aktivitäten können saisonal geregelt sein.
Bad Steben verbindet Spazier- und Wandermöglichkeiten im Kurpark mit einem besonderen Badeangebot: Der Kurpark ist seit mehr als eineinhalb Jahrhunderten ein beliebter Ort für Spaziergänger, Wanderer und Sportler. Im Außenbereich der Therme befindet sich ein 36 °C warmes Solebecken mit Massagedüsen, Nackenduschen, Sprudelliegen und einem großen Geysir. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Angaben zu den Ausstattungsdetails.
Orientierung für Ihre Reise
Wenn Sie Ihre Hotelwahl planen, legen Sie zuerst fest, welche Orte und Erlebnisse für Ihren Aufenthalt wichtig sind: Wanderungen im Höllental, Museen in verschiedenen Kommunen oder Unternehmungen in der Stadt Hof setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Für Fahrten zwischen angrenzenden Bediengebieten des Landkreises und der Stadt Hof bietet der Hofer LandBus eine Verbindung in beide Richtungen. Seit der Erweiterung im Oktober 2024 umfasst das Angebot rund 1.450 Haltestellen. Der LandBus fährt ohne festen Fahrplan auf Abruf per App; die 13 Bediengebiete und weitere Angebotsdetails können sich ändern. Prüfen Sie diese Informationen vor Ihrer Fahrt.
Weitere Reiseziele entdecken: Naila, Lichtenberg, Helmbrechts, Hof, Münchberg, Selbitz, Zell im Fichtelgebirge, Schwarzenbach an der Saale, Bad Steben, Regnitzlosau, Schwarzenbach am Wald, Sparneck, Stammbach, Gattendorf, Trogen, Berg, Rehau, Oberkotzau, Feilitzsch, Geroldsgrün, Issigau, Köditz, Schauenstein, Konradsreuth.
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