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Weißenburg i.Bay.: Römererbe und Reichsstadtgeschichte

Unterkünfte in Weißenburg In Bayern

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wenn Sie Weißenburg i.Bay. als Ziel für einen Aufenthalt mit historischem Schwerpunkt wählen, finden Sie unterschiedliche Zugänge zur Geschichte der Stadt: römische Funde und Thermen, die Stadtbefestigung und die frühere Stellung als Freie Reichsstadt. Das RömerMuseum richtet den Blick auf Gegenstände und Lebenswelten am Limes; Ellinger Tor und Stadtmauer machen die Befestigung zum Thema, während das ReichsstadtMuseum politische und gesellschaftliche Geschichte vermittelt.

RömerMuseum und Thermen: Funde und bauliche Entwicklung

Das RömerMuseum Weißenburg zeigt den Weißenburger Römerschatz mit 17 Götterfiguren, Votivtafeln, Gefäßen aus dem sakralen Bereich, Alltagsgegenständen und Paradeausrüstungsteilen. Die Ausstellung vermittelt das Leben am Limes, den Kulturaustausch zwischen Römern und Germanen sowie den Alltag der Soldaten im Kastell und der Händler und Familienangehörigen im Lagerdorf. Für Kinder bietet das Museum einen Forscherbogen mit kniffligen Fragen zum Leben am Limes, zum Schmuck der Römer und zum Weißenburger Schatzfund.

In den Römischen Thermen Weißenburg können Besucher dank der Konservierung und Restaurierung Anfang der 1980er Jahre die bauliche Entwicklung der Thermen gut nachvollziehen. Ein maßstabsgetreues Modell und das Doku-Drama „Macht, Pracht und Untergang“ vermitteln einen Eindruck von der einstigen Größe und dem Aussehen der Thermen sowie des Kastells. Während das RömerMuseum Funde und Lebenswelten in den Mittelpunkt stellt, lenken die Thermen den Blick auf Bauentwicklung und frühere Gestalt.

Stadtmauer und Reichsstadtgeschichte

Das Ellinger Tor im Norden der Weißenburger Altstadt war ursprünglich Teil der um 1200 entstandenen Stadtmauer. Am Tor befinden sich das erste Weißenburger Stadtwappen von 1241 und ihm gegenüber das zweite von 1481. Das Wappen von 1241 zeigt eine halbe weiße Burg und einen halben Reichsadler und verweist damit auf die Reichsunmittelbarkeit.

Weißenburg war fünf Jahrhunderte lang als Freie Reichsstadt nur dem Kaiser unterstellt. Zu den Bauwerken, die heute von dieser Blütezeit zeugen, gehören die Stadtbefestigung mit 38 Türmen und das ReichsstadtMuseum. In dessen Themenräumen vermitteln Urkunden, Alltagsgegenstände und Preziosen die Geschichte des Reiches, der Reichsverfassung und der besonderen staatsrechtlichen Stellung der Reichsstädte.

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Das Haus Kaaden im ReichsstadtMuseum widmet sich einer weiteren historischen Erfahrung: Es stellt die Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem Osten infolge des Zweiten Weltkriegs sowie ihre Integration in der neuen Heimat Weißenburg dar. Zusammen mit den Themenräumen zur Reichsstadtgeschichte eröffnet es einen anderen historischen Schwerpunkt als die römischen Sammlungen.

Die Stadtmauer zu Fuß erleben

Der Stadtmauer-Rundweg Weißenburg ist eine 2,2 km lange Rundtour mit einer Gehzeit von etwa einer Stunde. Er führt an den vollständig erhaltenen Abschnitten der Stadtmauer am Seeweiher und am Schießgraben entlang. Während Museen Geschichte anhand von Ausstellungsstücken und Themenräumen vermitteln, folgt die Rundtour den Mauerabschnitten im Verlauf des Weges. Länge und ungefähre Gehzeit geben Ihnen dafür ein eigenes Zeitfenster bei der Planung Ihres Aufenthalts.

Römisches Erbe im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Der südliche Teil des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen liegt im Naturpark Altmühltal. Der Limes verläuft auf rund 40 Kilometern quer durch den Landkreis und ist dort seit 2005 UNESCO-Welterbe. Das RömerMuseum in Weißenburg beherbergt außerdem das Zentrale Bayerische Limes-Informationszentrum.

Weitere Reiseziele entdecken: Treuchtlingen, Ettenstatt, Heidenheim, Thalmannsfeld, Ellingen, Gunzenhausen, Meinheim, Theilenhofen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weißenburg-Gunzenhausen.

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