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Egesheim: Wandern, Kapelle und Eierschupfen

Unterkünfte in Egesheim

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Egesheim liegt auf dem Großen Heuberg im Südwesten der Schwäbischen Alb. Der 9 km lange Jubiläumsweg, das Heidentor auf dem Höhenrücken Oberburg und die Lorettokapelle hoch über dem Ort geben einem Aufenthalt unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Auch das Eierschupfen gehört zum Ortsleben: Der Brauch findet am Ostermontagmorgen statt und wird seit seiner ersten Erwähnung im Jahr 1832 jährlich durchgeführt.

Wandern und Höhenlage in Egesheim

Der Jubiläumsweg führt als 9 km langer Rundweg um Egesheim. Die angegebene Länge gibt Ihnen einen konkreten Umfang für die Tourenplanung. Als Rundweg ist er eine andere Art der Orientierung als ein einzelner Ortspunkt: Das Heidentor liegt nordwestlich oberhalb von Egesheim auf dem Höhenrücken Oberburg. So lassen sich eine Runde um die Gemeinde und ein benannter Punkt auf dem Höhenrücken als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten, ohne sie zu einer gemeinsamen Route zusammenzufassen.

Die Lage Egesheims auf dem Großen Heuberg im Südwesten der Schwäbischen Alb bildet den geografischen Rahmen für diese Ortsbeschreibung. Beim Heidentor ist die Position genauer gefasst: Es liegt oberhalb des Ortes auf dem Höhenrücken Oberburg. Für Ihre Planung sind damit sowohl die größere Landschaftseinordnung als auch ein konkreter Ortsbezug benannt.

Kapellengeschichte und Ostermontagsbrauch

1743/44 wurde die frühere St.-Othilien-Kapelle abgebrochen und an ihrem heutigen Standort hoch über Egesheim als Lorettokapelle wiederaufgebaut. Die beiden Bezeichnungen halten die Veränderung fest: St. Othilien steht für die frühere Kapelle, Lorettokapelle für den Wiederaufbau. Diese Geschichte verleiht dem Ort einen klaren historischen Bezug, der sich von der Wanderorientierung am Jubiläumsweg unterscheidet.

Das Egesheimer Eierschupfen ist zeitlich und personell klar bestimmt. Es findet am Morgen des Ostermontags statt und wird jährlich vom Rekrutenjahrgang, den Zwanzigjährigen der Gemeinde, durchgeführt. Seine erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1832. Wenn Sie Ihre Reise mit diesem Brauch verbinden möchten, ist der Ostermontagmorgen der maßgebliche Zeitpunkt; das Ereignis ist kein beliebig datierbares Frühlingsfest.

Landschaft und Kultur im Landkreis Tuttlingen

Der Landkreis Tuttlingen umfasst auf 734,4 Quadratkilometern die südwestlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb, Teile der Baar und das Tal der Jungen Donau. Im nördlichen Teil des Landkreises liegen Wacholderheiden und die Region der 10-Tausender mit zehn Bergen über 1.000 Metern Höhe. Im Donautal ragen weiße Kalkfelsen empor; auch das Donaudurchbruchstal und der Vulkankrater Höwenegg zählen zu den landschaftlichen Höhepunkten des Landkreises. Diese Themen geben dem regionalen Rahmen mehrere unterschiedliche Facetten: Höhenzüge, Heideflächen und Flusslandschaften.

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Auch die Museen setzen verschiedene Schwerpunkte. Das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck zeigt 25 historische Gebäude, die an ihren ursprünglichen Standorten abgebaut, nach Neuhausen ob Eck versetzt und dort in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt wurden. Im Künstlerhaus Scharf Eck in Fridingen befindet sich in den oberen Stockwerken ein Museum über den Maler des Donautals Hans Bucher; auf drei Etagen werden sein Leben und Werk gezeigt. Das Museum Oberes Donautal im Ifflinger Schloss verbindet wechselnde Sonderausstellungen mit Dauerausstellungen zur Stadt- und Herrschaftsgeschichte, Archäologie, Fasnacht und jüngeren Geschichte. So reicht die Auswahl von historischen Gebäuden über einen Künstler bis zu mehreren Themen der Stadtgeschichte.

Ein möglicher Veranstaltungsanlass im Landkreis ist der jährlich stattfindende Tuttlinger Honberg-Sommer in der Burgruine Honberg, der jährlich zehntausende Gäste anzieht. Wenn Sie Ihre Reise darauf ausrichten, prüfen Sie die Termine des gewünschten Jahres. Für Kletternde gilt am Rabenfels im Bäratal eine ausdrücklich begrenzte Freigabe: Die Kletterbereiche zwischen den Routen „Mister Wendl“ und „Gebrüderweg“ sind vom 1. August bis zum 31. Dezember freigegeben. Prüfen Sie vor dem Klettern die geltenden Regelungen.

Bei den Wegen und Naturthemen lohnt es sich, ähnlich klingende Namen auseinanderzuhalten. Die Donauversickerung zwischen Immendingen, Möhringen, Tuttlingen und Fridingen kann sich täglich unterschiedlich zeigen: Die Donau führt dort teils viel Wasser, liegt an verschiedenen Stellen vollständig trocken oder führt nur wenig Wasser. Wenn Sie das Phänomen erleben möchten, kann ein Blick auf die Wasserverhältnisse kurz vor dem Besuch hilfreich sein. Der Premiumwanderweg „Donauversinkung“ ist dagegen eine benannte Route zwischen Tuttlingen-Möhringen und Immendingen; prüfen Sie die Routenbedingungen vor der Tour. Der letzte Abschnitt des Albsteigs führt über Rußberg, Bettelmannskeller und Nonnehöhle bei Wurmlingen direkt nach Tuttlingen.

Eine weitere regionale Tour mit anderem Umfang ist die „Rock- & Roll-Tour“ in Tuttlingen-Nendingen: Sie ist zwei Kilometer lang, weitgehend barrierefrei und vollständig rollstuhltauglich. Gegenüber dem 9 km langen Rundweg um Egesheim unterscheiden sich die beiden Strecken bereits in der angegebenen Länge; für die Tour in Nendingen sind außerdem konkrete Merkmale zur Zugänglichkeit benannt.

Weitere Reiseziele entdecken: Königsheim, Spaichingen, Dürbheim, Deilingen, Seitingen-Oberflacht, Balgheim, Aldingen, Kolbingen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tuttlingen.

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