Spaichingen
Unterkünfte in Spaichingen
Bei einer Reise nach Spaichingen stehen mehrere eigenständige Themen nebeneinander: die Höhenstufen am Ende des Primtals, die Wallfahrtsgeschichte des Dreifaltigkeitsbergs, die Gestaltung der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul und eine Etappe des Donauberglandwegs. So lässt sich der Aufenthalt je nach Interesse an Landschaft, religiöser Geschichte, Architektur oder Wandern planen.
Spaichingen zwischen Primtal und Albtrauf
Am Ende des Primtals reicht das Stadtgebiet in den Albtrauf hinein. Im Süden umfasst es die Braunjurastufe auf 953 m über NN, im Osten die Malmdecke des Dreifaltigkeitsbergs. Das Höhenmaximum liegt bei 985 m über NN. Spaichingen ist damit nicht allein durch die Lage am Talende beschrieben: Zum Stadtgebiet gehören auch die höher gelegenen Juraformen. Die Höhenangaben geben einen konkreten Rahmen für diese unterschiedlichen Landschaftsteile.
Wallfahrt, Kirchenbau und Krippen
Der Gipfel des Dreifaltigkeitsbergs wurde 1415 zu einem Wallfahrtsort. An der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul lässt sich eine andere Seite der religiösen Geschichte Spaichingens nachvollziehen: Der Grundstein wurde am 24. April 1898 gelegt, die Weihe folgte am 22. Oktober 1900. Ein besonderes Detail der Kirche ist der Altar. Er wurde aus einem einzigen Stück hellem Jurastein gehauen und wird von zwölf miteinander verbundenen Säulen getragen. Entstehungsdaten und Altargestaltung machen unterschiedliche Aspekte des Bauwerks greifbar.
Auf dem Dreifaltigkeitsberg zeigt die Krippenausstellung mehr als 50 Krippen aus drei Jahrhunderten und verschiedenen Erdteilen sowie Figuren aus dem Leben Jesu. Die Sammlung verbindet eine große zeitliche Spanne mit einer vielfältigen Herkunft der Krippen; die Figuren setzen zugleich einen klaren religiösen Schwerpunkt. Daneben lädt das ehemalige, renovierte Brunnenhaus am Dreifaltigkeitsberg bei meditativer Musik zum Verweilen und zur Besinnung ein. Wallfahrt, Ausstellung und stilles Innehalten bilden so unterschiedliche Themen rund um den Berg.
Wandern, Radfahren und Bahnverbindungen
Die erste Etappe des Donauberglandwegs führt von Gosheim nach Spaichingen und endet am Dreifaltigkeitsberg. Der Donauberglandweg ist als „Leading Quality Trail“ ausgezeichnet. Für die Orientierung ist vor allem die Etappenfolge hilfreich: Gosheim ist der Ausgangspunkt, Spaichingen mit dem Dreifaltigkeitsberg das Ziel dieser ersten Etappe.
Bei der Radtour R1 verläuft die Verbindung zwischen Spaichingen und Gunningen auf etwa 3 km Länge entlang der Kreisstraße 5913; ansonsten werden separate Rad- oder Wirtschaftswege genutzt. Damit ist der Straßenabschnitt klar von den übrigen Wegearten unterschieden. Prüfen Sie vor der Fahrt die Streckenführung, da sie sich durch Straßenbauarbeiten ändern kann.
Spaichingen ist Haltepunkt für Intercity- und Regionalexpresszüge sowie für Züge der Hohenzollerischen Landesbahn. Da Zughalte und Linien auf die konkrete Reiseplanung einwirken, empfiehlt es sich, die aktuellen Verbindungen vor der Abfahrt zu prüfen.
Im übergeordneten Reiseziel Tuttlingen
Auf Landkreisebene umfasst Tuttlingen 734,4 Quadratkilometer mit den südwestlichen Ausläufern der Schwäbischen Alb, Teilen der Baar und dem Tal der Jungen Donau. Im nördlichen Teil des Landkreises liegen Wacholderheiden und die Region der 10-Tausender mit zehn Bergen über 1.000 Metern Höhe. Zu den weiteren landschaftlichen Höhepunkten des Landkreises zählen das Donaudurchbruchstal und der Vulkankrater Höwenegg. Diese Landschaftsräume gehören zur regionalen Einordnung Tuttlingens und ergänzen die besonderen Höhenstufen im Stadtgebiet von Spaichingen um weitere geografische Aspekte.
Weitere Reiseziele entdecken: Balgheim, Reichenbach Am Heuberg, Gunningen, Durchhausen, Mahlstetten, Nendingen, Gosheim, Böttingen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tuttlingen.