Böbingen an der Rems entdecken
Unterkünfte in Böbingen An Der Rems
Wer Böbingen an der Rems als Reiseziel wählt, kann sich an historischen Zeugnissen und unterschiedlichen Wegthemen orientieren. Die Ortsmotive reichen von römischer Besiedlung und sakraler Architektur bis zu Aussicht, saisonaler Natur und Kunst am Weg. Für die Reiseplanung ist es hilfreich, Radroute, Wanderwege und ihre jeweiligen Schwerpunkte auseinanderzuhalten.
Geschichte und Kunst am Weg
Das Römerkastell Böbingen ist ein Zeugnis römischer Besiedlung, die der ersten urkundlichen Erwähnung der Gemeinde vorausgeht. Die Michaelskirche in Oberböbingen hat romanische Ursprünge; an ihrem Außenbau befindet sich zudem ein Rundbogen aus der Zeit vor dem Jahr 1000. So stehen frühe Siedlungsspuren und alte Kirchenarchitektur als unterschiedliche historische Themen nebeneinander.
Die Beiswanger Kapelle ist eine spätbarocke Wallfahrtskapelle und wurde um 1680 erbaut. Der Skulpturenpfad ergänzt die historischen Themen um Kunst am Weg: Als Spazierweg führt er quer durch Böbingen und umfasst acht Stationen von acht Künstlern. Wer sich für Kultur interessiert, findet damit verschiedene Blickwinkel – von römischen Spuren über Kirchenarchitektur bis zu Kunststationen entlang eines Weges.
Wege, Ausblicke und Natur
Für Radfahrende verläuft der Deutsche Limes-Radweg direkt durch Böbingen. Von örtlichen Wegen aus bieten sich Blicke zum Nordostalbtrauf und auf Teile der Frickenhofer Höhe. Der südwestliche Ausblick von Böbingen umfasst Hohenstaufen, Hohenrechberg und Stuifen.
Der rote Panoramaweg ist eine konkrete Wanderoption: Die Strecke ist 7,2 km lang, die angegebene Dauer beträgt zwei Stunden. Zu den Sehenswürdigkeiten am Panoramaweg zählen die Lourdesgrotte, der Aussichtspunkt Schönhardter Kante und das Sonnenkreuz. Da sich kommunale Routendetails ändern können, empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Angaben, bevor Sie losgehen.
Beim Römerweg gehören je nach Jahreszeit geschützte Blumenwiesen bei Salzwiesen und Feuchtbiotope im Erlenbachtal zu den Naturthemen. Die Wege unterscheiden sich damit in ihrem Schwerpunkt: Beim Panoramaweg stehen die angegebene Streckenlänge, Dauer und benannte Sehenswürdigkeiten im Vordergrund; beim Römerweg sind saisonale Naturmotive kennzeichnend. So können Sie Ihre Auswahl danach ausrichten, ob Sie eher einen Weg mit konkreten Streckenangaben oder Naturthemen suchen.
Der Ostalbkreis als übergeordneter Rahmen
Der Ostalbkreis umfasst die Albhochfläche, das Albvorland und die Keuperwaldberge sowie Kultur- und Naturdenkmale. Als eigenständiges Beispiel für das regionale Limes-Erbe sind im Limes-Park Rainau besonders schöne Teilstücke und bedeutende Einzeldenkmäler in einmaliger Konzentration erhalten. Ein nachgebauter Wachtturm ermöglicht dort eine Rundumsicht über die Ostalb. Der Limes-Rundwanderweg bei Rainau ist etwa 11 km lang und dauert zu Fuß ungefähr 2,5 Stunden.
Zum kulturellen Profil des Ostalbkreises gehört auch das Kloster Lorch. Friedrich I., der erste Staufer, und seine Frau Agnes von Waiblingen gründeten es 1102 als Grablege. Zur Anlage zählen eine mittelalterliche Kirche, die Klausur, Wirtschaftsgebäude und der Marsiliusturm. Die Dauerausstellung informiert über 900 Jahre Klostergeschichte, unter anderem anhand der verzierten Lorcher Chorbücher.
Weitere Reiseziele entdecken: Waldhausen, Unterschneidheim, Gschwend, Ruppertshofen, Essingen, Heuchlingen, Hüttlingen, Waldstetten.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostalbkreis.