Heuchlingen: Leintalradweg und Kirchen aus mehreren Jahrhunderten
Unterkünfte in Heuchlingen
Heuchlingen bietet für die Reiseplanung mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: den Leintalradweg, Kirchenarchitektur und Wanderbezüge des Schwäbischen Albvereins. Die Lein durchquert das Gemeindegebiet im Nordwesten in einem windungsreichen Keupertal.
Kirchen mit verschiedenen Zeitbezügen
Die katholische Pfarrkirche St. Vitus in Heuchlingen wurde 1733 erbaut und 1850 erweitert; in ihr befindet sich ein Ölbild des Jesuiten Jakob Eylvius aus dem Jahr 1591. Die spätbarocke St. Georgskapelle entstand 1757. Chronologisch steht das Gemälde vor dem Kirchenbau, während die Kapelle zwischen dessen Errichtung und späterer Erweiterung liegt. So lassen sich die unterschiedlichen Zeitbezüge der beiden Sakralbauten einordnen: ein älteres Kunstwerk, der Bau von St. Vitus samt Erweiterung und die Errichtung der Kapelle.
Radroute und Landschaft
Der 48 Kilometer lange Leintalradweg führt von Abtsgmünd über Heuchlingen bis nach Welzheim. Heuchlingen liegt damit auf der beschriebenen Verbindung zwischen den beiden genannten Endpunkten. Für die Tourenplanung sind die Gesamtlänge und der Verlauf hilfreiche Anhaltspunkte; prüfen Sie vor der Abfahrt die aktuellen Routeninformationen. Die Lein durchquert das Gemeindegebiet im Nordwesten in einem windungsreichen Keupertal. Radroute und Flusslauf geben damit unterschiedliche Orientierungspunkte: Die eine beschreibt eine überörtliche Strecke, der andere ein Landschaftsmerkmal innerhalb des Gemeindegebiets.
Albvereinshütte und Wanderwege
Die Albvereinshütte Heuchlingen steht auf dem Galgenberg. Das Programm 2026 nennt Öffnungen am zweiten und vierten Sonntag von Oktober bis April sowie zusätzlich am zweiten Mittwoch jedes Monats, außer im August. Diese Termine sind an das Programmjahr 2026 gebunden; für spätere Jahre sollten Sie das jeweilige Programm prüfen. Die Ortsgruppe Heuchlingen des Schwäbischen Albvereins betreut zwei Wegnetze: eines zwischen Heuchlingen und Untergröningen und ein weiteres zwischen dem Limes und dem Büchelberger Grat. Ein Teilstück des zweiten Wegnetzes gehört zum Schwäbisch-Fränkischen Jakobusweg. An den unterschiedlichen Bezugspunkten lassen sich die beiden Netze auseinanderhalten. Prüfen Sie vor einer Wanderung die aktuelle Wegführung.
Weitere Themen im Ostalbkreis
Im übergeordneten Reiseziel Ostalbkreis gibt es eigenständige Kulturthemen an weiteren benannten Orten. In Rainau durchzieht der Obergermanisch-Raetische Limes die Ortsteile Buch, Schwabsberg und Dalkingen auf etwa sechs Kilometern; seit 2005 ist er UNESCO-Welterbe. Im Limes-Park Rainau sind die schönsten Teilstücke und bedeutendsten Einzeldenkmäler des Limes in einer einmaligen Konzentration erhalten. Ein nachgebauter Wachtturm ermöglicht dort eine Rundumsicht über die Ostalb. Der Limes-Rundwanderweg bei Rainau ist etwa 11 Kilometer lang und dauert zu Fuß ungefähr zweieinhalb Stunden. Er verläuft von der Limesmauer und dem Limesturm zwischen Buch und Schwabsberg durch den Wald Mahdholz entlang des Limes bis zum Südrand von Schwabsberg.
Auch das Kloster Lorch ist ein eigenes kulturhistorisches Thema im Ostalbkreis. Es wurde 1102 von dem ersten Staufer Friedrich I. und seiner Frau Agnes von Waiblingen als Grablege gegründet. Zur Anlage gehören eine mittelalterliche Kirche, die Klausur, Wirtschaftsgebäude und der Marsiliusturm. Die Dauerausstellung informiert über 900 Jahre Klostergeschichte, unter anderem anhand der prächtig verzierten Lorcher Chorbücher.
Weitere Reiseziele entdecken: Leinzell, Lorch, Tannhausen, Essingen, Durlangen, Ruppertshofen, Ellwangen, Jagstzell.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostalbkreis.