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Holzkirch: Geschichte, St. Barbara und vorgeschichtliche Spuren

Unterkünfte in Holzkirch

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ortsgeschichte in zwei Daten

Holzkirch wurde 1362 erstmals urkundlich erwähnt. 1385 kam der Ort in den Besitz der Freien Reichsstadt Ulm. Die beiden Jahreszahlen stehen für unterschiedliche Schritte: Die frühere bezeichnet die erste urkundliche Erwähnung, die spätere einen Besitzwechsel. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, kann so zwei klar unterscheidbare Bezugspunkte auseinanderhalten.

St. Barbara: Turm und Kirchenbau

Am massiven Westturm von St. Barbara fallen die Schießscharten und die unterschiedlichen Bauzeiten auf. Die unteren vier Geschosse sind romanisch; das Obergeschoss stammt von 1783. Die zeitliche Einordnung gilt also nicht gleichermaßen für den ganzen Turm: Sie unterscheidet die romanischen unteren Geschosse vom später datierten Obergeschoss.

Auch das Kirchenschiff und der Chor tragen eigene architektonische Merkmale. Beide sind spätgotisch; für das Kirchenschiff ist außerdem eine Holzdecke aus der Zeit um 1486 überliefert. Der Chor ist zweijochig und polygonal: Er gliedert sich in zwei Joche und hat einen mehrseitigen Grundriss. Diese Begriffe beschreiben die Form des Bauwerks, während die Jahreszahl um 1486 die Decke zeitlich einordnet.

Vorgeschichtliche Spuren und Lage

In der Kletthalde im Nordwesten der Gemarkung Holzkirch sind Reste einer vorgeschichtlichen Wallanlage erkennbar. Ein halbkreisförmiger Steinwall verläuft an der Hangkante des Trutteltals; dieses Tal führt ins Lonetal. Die Ortsangaben verorten die Spuren innerhalb der Gemarkung und benennen zugleich die Richtung des Tals.

Das Lonetal bildet außerdem die südliche Grenze der Gemarkung. Damit liegen die beiden geografischen Bezugspunkte an unterschiedlichen Seiten: Die Kletthalde befindet sich im Nordwesten, die Grenze zum Lonetal im Süden. Zusammen geben diese Angaben einen konkreten Rahmen für die örtliche Lage, ohne die vorgeschichtliche Wallanlage und die südliche Gemeindegrenze gleichzusetzen.

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Regionaler Kontext: Alb-Donau-Kreis

Über Holzkirch hinaus ist der Alb-Donau-Kreis ein eigener regionaler Bezugspunkt; der Landkreis ist Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Zu den Kulturstätten dort zählt der Hohle Fels bei Schelklingen, eine UNESCO-Welterbe-Höhle und Fundort der „Venus vom Hohle Fels“ sowie der „Geierknochenflöte“. Beide Funde sind etwa 42.500 Jahre alt. In Blaustein liegt das Steinzeitdorf Ehrenstein, eine jungsteinzeitliche Siedlung im Tal der Blau und Teil des transnationalen und seriellen UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“.

Auch die Klöster im Alb-Donau-Kreis bieten einen eigenen architektonischen Schwerpunkt. Das Kloster Blaubeuren wurde 1085 als Benediktinerkloster gegründet; seine Gebäude stammen heute hauptsächlich aus der gotischen Bauzeit von 1466 bis 1510. Die Klosteranlage Obermarchtal erhebt sich direkt über der Donau und erhielt ihre heutige Form zwischen 1686 und 1795.

Wege im Alb-Donau-Kreis

Für Wanderungen lassen sich die regionalen Angebote nach Länge und Tourcharakter unterscheiden. Die 20 Rundwege „Eiszeitpfade“ sind 6 bis 14 km lang und für Tageswanderungen geeignet. Die familienfreundlichen „Eiszeitspuren“ haben Längen von 1 bis 6 km; der Besinnungsweg ist für Mehrtagestouren ausgelegt. Für Radtouren gibt es unter anderem die 75 km lange „Eiszeittäler“-Tour, die 115 km lange „Berg Bier-Tour“ und den 186 km langen Radweg „Albtäler“, der mit vier Sternen ausgezeichnet ist. Diese Angaben beziehen sich auf das übergeordnete Reiseziel Alb-Donau-Kreis.

Weitere Reiseziele entdecken: Nellingen, Breitingen, Lonsee, Westerheim, Ulm, Langenau, Berghülen, Erbach

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alb-Donau-Kreis.

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