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Fraugde-Kærby: Archäologie und Kærby Mose

Unterkünfte in Fraugde-Kærby

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Fraugde-Kærby ist durch archäologische Funde und die nahe Landschaft von Kærby Mose geprägt. Die Entdeckung eines kleinen Silber- und Goldschatzes im Jahr 2007 führte zur Identifizierung eines neuen eisenzeitlichen Herrensitzes. Ein weiterer archäologischer Themenkomplex ist Tietgen Byen mit Grabstätten aus der späten Bronzezeit und der Wikingerzeit. So stehen eine Fundgeschichte, unterschiedliche Bestattungsformen und ein Feuchtgebiet als landschaftlicher Akzent nebeneinander.

Der Herrensitz und der Schatzfund

Die archäologische Fundstätte des eisenzeitlichen Herrensitzes liegt etwa einen Kilometer nördlich von Fraugde-Kærby. Sie befindet sich auf einer annähernd ebenen Moränenfläche, die von Osten nach Westen ausgerichtet ist. Wasserläufe begrenzen die Fläche im Westen und Osten. Die ungefähre Entfernung und die Beschreibung des Geländes geben dem Fundort einen konkreten räumlichen Rahmen.

Der Schatz von Fraugde-Kærby umfasste 196 Gramm Edelmetall und wurde in einem Pfostenloch eines Haupthauses gefunden. Er wird am besten als Edelmetalldepot gedeutet: Das Material war zum Einschmelzen und zur Herstellung neuer Schmuckstücke bestimmt. Die Menge beziffert den Fund; die Deutung lenkt den Blick auf den möglichen Verwendungszweck des Metalls.

Der Fund kann außerdem darauf hindeuten, dass ein Goldschmied saisonal am eisenzeitlichen Herrensitz tätig war. Eine feste Bindung bestand wahrscheinlich nicht. Damit gehören zur Fundgeschichte sowohl die mögliche Verarbeitung des Edelmetalls als auch die Einschränkung, dass keine dauerhafte Anwesenheit des Goldschmieds angenommen wird.

Grabstätten in Tietgen Byen

Die spätbronzezeitliche Grabstätte von Tietgen Byen umfasste 42 Brandgräber. Sie waren zwischen zwei älteren Grabhügeln angelegt. Zwei Reihen von Kochgruben markierten ungefähr die westliche Grenze des Gräberfelds. Neben der Zahl der Gräber beschreibt also auch ihre Lage zwischen den Hügeln die Anlage; die Kochgruben bilden einen zusätzlichen Orientierungspunkt an ihrer Westseite.

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Die wikingerzeitliche Grabstätte umfasste insgesamt 49 Gräber. Zehn davon waren Kammergräber, in denen die Verstorbenen in rechteckigen, aus Holz errichteten Kammern bestattet worden waren. Der Großteil der Gräber lag in einem ungefähr 50 × 100 Meter großen, annähernd rechteckigen Bereich. Ein einzelnes Grab befand sich 30 bis 40 Meter östlich der übrigen. Im Vergleich der beiden Grabstätten stehen somit Brandbestattungen zwischen älteren Hügeln auf der einen und Holzkammern sowie einer differenzierten räumlichen Verteilung auf der anderen Seite.

Kærby Mose und die Landschaft

In der Umgebung von Fraugde-Kærby wurde Kærby Mose in ein etwa 38 Hektar großes Feuchtgebiet umgewandelt. Im Rahmen des Projekts wurde außerdem ein Wegesystem verbessert, wodurch sich die Freizeitmöglichkeiten erhöhten. Damit ergänzt das Landschaftsthema die archäologischen Befunde um einen anderen Schwerpunkt: Hier geht es um das Feuchtgebiet und die im Projekt verbesserten Wege. Wenn Sie Ihre Reise nach historischen und landschaftlichen Interessen ausrichten, lassen sich diese Themen getrennt betrachten, ohne die Fundstätten und Kærby Mose zu einem einzigen Ort zusammenzufassen.

Anreise mit dem Bus

Ein am 11. Oktober 2024 überarbeiteter FynBus-Fahrplan führt Fraugde-Kærby-Vej als Haltestelle der Route 195 zwischen Nyborg, Langeskov und Odense auf. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Abfahrten, damit Sie mit dem für Ihre Reise maßgeblichen Fahrplan planen können.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Odense.

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