Marrakesch entdecken: Kultur, Gärten und Hotels
Unterkünfte in Marrakesch
Marrakesch verbindet eine ausgedehnte historische Medina mit Bauwerken, Gärten und kulturellen Treffpunkten. Die Stadt wurde im 11. Jahrhundert von den Almoraviden gegründet. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie sich an den unterschiedlichen Themen orientieren: traditionelles Handwerk und Handel in der Medina, Architektur und Stadtgeschichte oder die Gärten im geschützten natürlichen Umfeld.
Medina und Jemaa El Fna
Die Medina umfasst 700 Hektar. Zu ihrem gewachsenen Stadtbild gehören Gassen, Häuser, Souks und Fondouks, in denen traditionelle handwerkliche und kommerzielle Tätigkeiten zum Charakter der historischen Stadt zählen. Zugleich ist der alte Baubestand durch die demografische Entwicklung verwundbar geworden. Stadtleben und bauliches Erbe stehen hier nebeneinander: Die Medina ist nicht nur eine Sammlung einzelner Sehenswürdigkeiten, sondern auch ein Stadtgebiet, das von seinen überlieferten Strukturen und Tätigkeiten geprägt ist.
Am Platz Jemaa El Fna treffen sich Menschen; lokale Speisen und Getränke gehören ebenso zu seiner Beschreibung wie Geschichtenerzähler, Wahrsagerinnen und Gnaoua-Musik. Diese verschiedenen Ausdrucksformen geben dem Platz eine kulturelle Rolle, die über seine Funktion als öffentlicher Ort hinausgeht. Wer sich für Marrakeschs Alltags- und Erzählkultur interessiert, findet hier einen anderen Zugang als bei der Betrachtung von Bauwerken oder Sammlungen.
Bauwerke, Sammlungen und Stadtgeschichte
Die Medersa Ben Youssef veranschaulicht, wie sich ihre Architektur über Grundriss und Raumaufteilung erschließen lässt. Der viereckige Grundriss umfasst 1.680 Quadratmeter. Das Gebäude wurde im 16. Jahrhundert unter dem Saadier Abd Allah Al Ghalib errichtet und umfasste 130 Studentenzimmer auf zwei Etagen, angeordnet um einen Innenhof. An diesen grenzt der Gebetssaal. Die Zahlen und die räumliche Anordnung bieten konkrete Anhaltspunkte, um die Anlage als zusammenhängendes Bauwerk zu betrachten.
Auch die Geschichte des Musée du Patrimoine Immatériel Jamaâ el-Fna ist mit Architektur und Stadtgeschichte verbunden: Das Gebäude wurde von Auguste Cadet und Edmond Brion entworfen. Das ehemalige Hauptgebäude der Bank Al-Maghrib wurde als erstes Museum Marokkos für das immaterielle Kulturerbe der Region wiedereröffnet. Davon zu unterscheiden ist die frühere Bankgeschichte am Platz: Die erste Niederlassung der Banque d’État du Maroc in Marrakesch wurde 1922 am Jemaa El Fna eingerichtet. Diese historische Angabe bezeichnet den Platz, nicht das Museumsgebäude.
Weitere Sammlungen setzen andere kulturelle Schwerpunkte. Das Musée de l’Élégance Marocaine zeigt fast 200 Miniaturen und traditionelle Kostüme, die Habiba Hantout detailgetreu nachgestaltet hat. Sie veranschaulichen andalusische, berberische, saharische und moderne Einflüsse. Die Maison de la Photographie de Marrakech vereint mehrere Tausend Originaldokumente, darunter Fotografien, Postkarten und Glasplatten. An diesen Beispielen wird sichtbar, wie unterschiedlich sich Kulturgeschichte erzählen lässt: über Kleidung und Miniaturen ebenso wie über fotografische Dokumente.
Gärten und natürliche Umgebung
Zum geschützten natürlichen Umfeld der Medina gehören die Gärten von Aguedal und Ménara sowie die Palmeraie. Ihre Zugehörigkeit zu diesem Umfeld beschreibt eine landschaftliche Seite Marrakeschs, ohne die Gärten als Teil der Medina selbst einzuordnen. Die Anlage der Palmeraie wird den Almoraviden zugeschrieben und stellt so eine Verbindung zur frühen Geschichte der Stadt her.
Auch die Gärten im Stadtbild bieten unterschiedliche Perspektiven. Jacques Majorelle schuf 1937 das intensive, helle Ultramarinblau, das als Bleu Majorelle bekannt ist, und färbte damit seinen Garten. Den Jardin Majorelle öffnete er 1947 für die Öffentlichkeit; seine Pflanzensammlung umfasst Arten aus allen fünf Kontinenten. Le Jardin Secret wiederum besteht aus zwei Grünanlagen, darunter dem Jardin Tropical mit Pflanzen aus allen Kontinenten. Der Vergleich lenkt den Blick einerseits auf eine prägende Farbe und Pflanzensammlung, andererseits auf die Gliederung in zwei Gärten.
Für Ihre Planung können Sie diese Schwerpunkte als Orientierung für einen Aufenthalt in Marrakesch nutzen: die städtische Kultur rund um die Medina und Jemaa El Fna, die Geschichte der Bauwerke und Sammlungen oder die Gärten und das natürliche Umfeld. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Besuchsbedingungen der jeweiligen Einrichtung. Bei der Suche nach Hotels hilft es, zunächst zu entscheiden, welche dieser Seiten der Stadt Ihre Reise besonders prägen soll.
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