Ghana: Küstenkultur, Natur und Tradition
Unterkünfte in Ghana
Küstenforts und Handelsgeschichte
Ghanas befestigte Handelsposten an der Küste wurden zwischen 1482 und 1786 gegründet. Sie erstrecken sich über etwa 500 Kilometer von Keta im Osten bis Beyin im Westen und waren Teil portugiesischer Handelsrouten. Zum UNESCO-Welterbe an der Küste gehören Schlösser und Festungen, teilweise verfallene Anlagen, Ruinen mit sichtbaren Baustrukturen sowie Orte mit Spuren früherer Befestigungen in verschiedenen Küstensiedlungen. Die Bauwerke sind also nicht alle im gleichen Zustand erhalten. Wer sich für die Geschichte interessiert, kann diese Unterschiede bei der Auswahl der Orte mitbedenken.
Naturgebiete und Aktivitäten
Der Mole-Nationalpark ist Ghanas größtes Wildschutzgebiet. Im Kakum-Nationalpark führen verschiedene Wege durch den Regenwald; außerdem werden geführte Wanderungen angeboten. Dort wurden mehr als 600 Schmetterlingsarten erfasst.
Das Besucherzentrum des Kakum-Nationalparks umfasst Ausstellungen, ein Freiluftrestaurant und einen Geschenkeladen, der von Aid to Artisans Ghana betrieben wird. Wenn Sie Restaurant oder Laden fest in Ihren Besuch einplanen, prüfen Sie die aktuelle Verfügbarkeit vorab.
Auch außerhalb des Regenwalds unterscheiden sich die Landschaften und Möglichkeiten. Das Shai Hills Resource Reserve gilt als das nächstgelegene Wildschutzgebiet zu Accra. Von der Stadt aus liegt es etwa 50 Kilometer entfernt und umfasst 52 Quadratkilometer Savanne. Der Lake Bosomtwe in der Ashanti Region gehört zu den sechs von der UNESCO ausgewiesenen Biosphärenreservaten. Rund um den See bestehen Möglichkeiten zum Wandern, zur Vogelbeobachtung, zum Angeln und Kanufahren.
Am Paga Crocodile Pond können Besucher geschützte Krokodile sehen, berühren und füttern; die Bedingungen für die Beobachtung sind saisonabhängig. Wer sich für eine geführte Tour nach Nzulezu interessiert, fährt eine Stunde lang mit dem Einbaum durch Wasserlebensräume bis zum Lake Tadane. Die Tour beginnt am Besucherzentrum in Beyin. Da sich die Betriebsarrangements ändern können, ist es sinnvoll, die aktuellen Tourdetails vor dem Besuch zu prüfen.
Handwerk, Baukunst und Geschichte
Im Dorf Adanwomase wird seit dem 17. Jahrhundert der heute als Kente bekannte Stoff gewebt. In Larabanga zeigt die Moschee eine andere Tradition: Sie ist im sudano-sahelischen Architekturstil aus lokalen Materialien und mit lokalen Bautechniken errichtet. Als möglicherweise älteste Moschee Ghanas und Westafrikas gilt sie ebenfalls.
In Kumasi befindet sich das Manhyia Palace Museum auf dem Gelände des Manhyia Palace. Eine weitere markante Anlage in Ghana ist der Independence Square, auch Black Star Square genannt: Seine Tribünen bieten insgesamt 30.000 Sitzplätze. Die Legon Botanical Gardens liegen auf dem Gelände der University of Ghana im Zentrum von Accra. Diese Orte geben Reisenden unterschiedliche Anknüpfungspunkte, von einem Museum auf einem Palastgelände bis zu einem Platz mit großer Tribünenanlage und einem botanischen Garten auf einem Universitätsgelände.
Der Assin Manso Ancestral Slave River Park ist mit dem transatlantischen Sklavenhandel verbunden. Während dieser Zeit war er einer der größten Märkte, auf denen Menschen zum Verkauf gesammelt wurden.
Im Dorf Tengzug bei den Tongo Hills befinden sich mehrere Schreine. Besucher aus Ghana und Nachbarländern schreiben ihnen spirituelle Kraft zur Orientierung und zur Lösung von Problemen zu. Wer sich für religiöse und kulturelle Traditionen interessiert, begegnet hier einer anderen Art von Kulturerbe als an den historischen Bauwerken und Museen.
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